Private Krankenversicherung für Gründer oft die bessere Wahl

Die Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht - das gilt auch für Gründer. Sie können sich entweder für eine gesetzliche oder für die private Krankenversicherung entscheiden.

Bei der privaten Krankenversicherung können Sie Leistung und somit auch Kosten Ihren Bedürfnissen anpassen. Dies ist ein entscheidender Vorteil der privaten Krankenversicherung, da Sie so z.B. mit einem günstigeren Tarif starten und später in einen leistungsstarken Tarif wechseln können - machen Sie einen unverbindlichen PKV-Vergleich.

Krankenversicherungspflicht für Selbstständige

In der Bundesrepublik besteht für alle Bürger eine Krankenversicherungspflicht - entweder bei einer privaten Krankenversicherung oder bei einer gesetzlichen Krankenversicherung. Existenzgründer, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, haben dabei Wahlfreiheit und können sich entweder für eine private Krankversicherung oder für eine freiwillige gesetzliche Mitgliedschaft entscheiden.

Arbeitnehmern in Deutschland bietet sich diese Wahlmöglichkeit nur, wenn Sie über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (57.600€ Stand 2017) verdienen. Gründer können mit dem Zeitpunkt Ihrer Gewerbeanmeldung den Schritt in die PKV gehen.

Vorteil private Krankenversicherung: Leistungen anpassen!

Der große Vorteil, den eine private Krankenversicherung bietet, ist die Möglichkeit, Leistungen entsprechend den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

So können Sie als Existenzgründer beispielsweise mit einem günstigen Tarif starten. Wenn Sie gewisse Leistungen etwas reduzieren und die Selbstbeteiligung erhöhen, sind bereits Tarife für unter 100 € möglich.

Haben Sie die Gründungsphase dann erfolgreich überstanden, so können Sie in einen leistungsstärkeren Tarif der privaten Krankenversicherung wechseln und profitieren so von besseren Leistungen.

In der GKV sind Sie gezwungen, unabhängig von Ihrem Alter und Gesundheitstzustand, etwa 15,7 % Ihres beitragspflichtigen Einkommens an die Kassen abzutreten. Hinzu kommen etwaige Zusatzbeiträge. Der monatliche Gesamtbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung bemisst sich ausschließlich nach Ihrem individuellen Gewinn. Der Mindestbeitrag in der GKV beträgt bis zu einem monatlichen Gewinn von 2.231.25 € durch Ihre Selbstständigkeit ca. 400 €.  Liegt Ihr monatlicher Gewinn über diesem Wert, steigern sich Ihre gesetzlichen Krankenversicherungskosten auf bis zu derzeit 800 € pro Monat. Dies stellt jedoch die Obergrenze dar.

Den besten Tarif für Ihre private Krankenversicherung finden

Den besten Tarif für Ihre private Krankenversicherung zu finden, ist gar nicht so einfach - private Krankenversicherungen bieten für Selbstständige eine Vielzahl von Tarifen mit einem breiten Leistungsspektrum an. Die Beitragshöhe für die private Krankenversicherung ist abhängig von den individuell zu wählenden Leistungen, wie beispielsweise Chefarzt und Ein- oder Zweibettzimmer. Zum anderen richtet sich der Beitrag bei der privaten Krankenversicherung nach dem Einstiegsalter und dem gesundheitlichen Zustand des Selbstständigen bzw. des Exisenzgründers.

Als Existenzgründer sollten Sie sich daher vor der Entscheidung für eine private Krankenversicherung Gedanken über die gewünschten Leistungen und die Kosten machen. Vergleichen Sie dann die Tarife der verschiedenen Anbieter um den besten Tarif für Ihre private Krankenversicherung zu finden. Nutzen Sie hierfür den kostenlosen und unverbindlichen Vergleich - über 1.000 Tarife werden von unserem Partner unabhängig und kostenfrei für Sie verglichen!

Beitragssätze abhängig von Alter und Gesundheitszustand

Bei der privaten Krankenversicherung richtet sich der Beitrag nicht wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung nach dem Erwerbseinkommen sondern nach dem Risiko - sprich Alter und Gesundheitszustand.

Speziell für junge Gründer, die keine Vorerkrankungen aufweisen, ist die private Krankenversicherung entsprechend meist deutlich attraktiver als die gesetzliche Krankenversicherung. Aber auch für ältere Selbstständige ohne Vorerkrankung kann eine private Krankversicherung die günstigere Option sein. Entsprechend wichtig ist es auch hier, dass Sie Ihre Entscheidung auf Basis eines unabhängigen Tarifvergleichs treffen. 

Alternative: Private Krankversicherung im Basistarif

Für Existenzgründer kann auch der seit 2009 für die private Krankenversicherung gesetzlich vorgeschriebene Basistarif in Betracht gezogen werden. Der Basistarif ersetzt seit 2009 den Standardtarif der privaten Krankenversicherung, der sich in Art und Umfang an den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung orientiert.

Der Basistarif einer privaten Krankenversicherung enthält keine Risikozuschläge - eine vereinfachte Gesundheitsprüfung wird dennoch durchgeführt. Da sich auch die Beiträge nach Alter und Einkommen richten und auf den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzt sind, kann die private Krankenversicherung im Basistarif gut mit der gesetzlichen Krankenversicherung verglichen werden. Entsprechend gilt auch hier: lassen Sie sich einen unverbindlichen und kostenfreien Vergleich erstellen.

Gesetzliche Krankenversicherung für Selbstständige

Nach dem Start in die Selbstständigkeit müssen Sie sich als Existenzgründer innerhalb von drei Monaten entscheiden, ob Sie sich freiwillig gesetzlich versichern oder sich bei der privaten Krankenversicherung anschließen möchten. Sollte diese Dreimonatsfrist verstreichen, erfolgt ein Beitritt in die private Krankenversicherung.

Die Hauptunterschiede zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) sind die folgenden:

  • Leistung: Das Leistungsspektrum ist bei der PKV deutlich umfangreicher
  • Kosten: Die Beitragshöhe richtet sich bei der GKV nach dem Erwerbseinkommen, bei der PKV nach Alter und Gesundheitszustand
  • Selbstbeteiligung: Kann bei der PKV selbst angepasst werden, um entsprechend Kosten zu reduzieren
  • Familienversicherung: Bei der GKV sind Familienmitglieder mit keinem oder geringfügigen Einkommen kostenlos mitversichert
  • Beitragsrückerstattung: Die Nichtinanspruchnahme von Versicherungsleistungen kann zu signifikanten Beitragsrückerstattungen der PKV führen

Grundlage für die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung ist die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Nach dieser Bemessungsgrenze richtet sich nämlich der gesetzliche Krankenversicherungsbeitrag. In der gesetzlichen Krankenversicherung muss der Versicherungshöchstbeitrag gezahlt werden, wenn der Selbstständige einen Gewinn von 4.350,00 Euro (Stand: 2017) erzielt. Für alle Selbstständigen, die weniger verdienen, gilt eine Mindest-Bemessungsgrundlage von 2.231,25 Euro (Stand: 2017) und somit ein monatlicher Mindestbeitrag von etwa 400 €.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung werden für die Beitragsbemessung alle Einkommensarten mitgerechnet. Also auch Mieteinnahmen, Zinserträge oder Pacht. Von dieser Regel ausgenommen sind Existenzgründer, die einen Gründungszuschuss vom Arbeitsamt erhalten, sowie Teilzeitselbstständige.

Beispielsrechnungen:

  • Bruttoeinnahme von 4.350,00 Euro x 15,5% = 674,25 Euro maximaler monatlicher Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung.
  • Bruttoeinnahme von 2.231,25 Euro x 15,5% = 345,84 Euro minimaler monatlicher Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung.
    *hinzu kommt ein Pflegepflicht-Beitragssatz von 2,55% (ca. 56,00 € - 112,00 €)

Selbstständige die bei der Künstlersozialkasse versichert sind, zahlen einen Beitragssatz von 15,5% (Stand: 2013). Für Selbstständige gilt ansonsten der herabgesetzte Beitragssatz von 14,9%.

Wenn der Ehepartner eines Selbstständigen lediglich 365 Euro pro Monat verdient, dann kann er beitragsfrei bei der freiwillig gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden. Die beitragsfreie Mitversicherung gilt auch für alle Kinder, die im Inland leben. Darüber hinaus haben Selbstständige, die freiwillig gesetzlich krankenversichert sind, einen Anspruch auf Krankengeld nach dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit.

Vor- & Nachteile der gesetzlichen Krankenversicherung

Ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur bedingt möglich. Dazu zählt beispielsweise eine Aufgabe der Selbstständigkeit für Personen unter 54 Lebensjahren.

Als einer der Nachteile gegenüber der privaten Krankenversicherung ist die generelle Möglichkeit der Leistungseinschränkung bei der gesetzlichen Krankenversicherung zu nennen sowie die Zuzahlungen bei Medikamenten, bei stationärer Behandlung sowie Heilpraktiker- und Zahnersatzleistungen. Außerdem sind die lange Kündigungsfrist und die mangelnde Leistungsübernahme bei Auslandsaufenthalten als Nachteil zu werten.

Einer der Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber der privaten Krankenversicherung ist, dass der Versicherte im Falle von Berufsunfähigkeit oder Ruhestand ein verringertes Einkommen erzielt und demnach auch einen verringerten Krankenversicherungsbeitrag zahlt. Ebenso ruht bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Beitrag bei längerer Krankheit.

TIPP

Neben der privaten Krankenversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung eine weitere wichtige persönliche Versicherung, die Sie als Existenzgründer prüfen sollten!

Fazit: Private Krankenversicherung als meist attraktivere Wahl

Die private Krankenversicherung bietet eine ganze Reihe an Leistungen (u.A. auch die Sicherung des medizinischen Fortschrittes), die es in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht gibt. Darüber hinaus steht dem privat krankenversicherten Existenzgründer die Arztwahl frei. Von der Hand zu weisen sind auch nicht die Privilegien, die man mit einer privaten Krankenversicherung genießt, wie beispielsweise verringerte Wartezeiten. Außerdem ist die hohe Beitragsrückerstattung vieler privater Krankenversicherungen ein wirklich gutes Argument für die private Krankenversicherung für Selbstständige. Auch der volle Leistungsumfang bei Auslandsaufenthalten ist als vorteilhaft zu werten.

Das wichtigste Argument für eine private Krankenversicherung aus Sicht eines Existenzgründers ist jedoch die Flexibilität. Insbesondere zu Beginn einer Gründung ist es sinnvoll, auf die Kosten zu achten. Da man bei der privaten Krankenversicherung mit einem günstigen Tarif starten kann, ist es möglich, im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung deutlich Kosten zu sparen. Zu einem späteren Zeitpunkt kann man dann den Tarif der privaten Krankenversicherung anpassen und die Leistungen erhöhen. Vorsichtig sollten alle diejenigen Gründer sein, die beispielsweise eine chronische Vorerkrankung aufweisen oder sich in deutlich erhöhtem Alter selbstständig machen möchten. Auch Gründer mit Familie sollten genau durchrechnen, inwieweit die Mitversicherung der Familienmitglieder ein Vorteil der gesetzlichen Krankenkasse darstellt. 

Fazit: Obwohl die private Krankenversicherung für viele Gründer die bessere Wahl ist, so sollten Sie sich als Entschdeidungsgrundlage trotzdem im ersten Schritt immer einen kostenlosen Vergleich erstellen lassen und Kosten und Leistung der jeweiligen Tarife gegenüberstellen. Den einen besten Tarif gibt es leider nicht - es kommt immer auf Ihre persönliche Situation und Bedürfnisse an.

Fordern Sie Ihren unverbindlichen PKV-Vergleich an!

Ob sich die PKV für Sie wirklich lohnt bzw. ob Sie den richtigen Tarif für sich gefunden haben, können Sie am besten über einen unverbindlichen und kostenfreien Vergleich herausfinden.

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