Vermögensschadenhaftpflicht: für wen sie relevant ist

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung zählt zu den betrieblichen Versicherungen. Sie dient der Absicherung vor finanziellen Verlusten, die entstehen, wenn bei Kunden und Klienten echte Vermögensschäden verursacht werden und diese einen Schadensersatz fordern.

Lesen Sie nachfolgend mehr über die wesentlichen Dinge bei der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung wie bspw. was und wer versichert wird. Ein Vergleich lohnt sich, denn es gibt zahlreiche Angebote für die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.

Schadenbeispiel: Falsch programmiert.

Ein IT-Freelancer entwickelt für einen renommierten Verein ein Programm, das unter anderem per Lastschrift die Beiträge der Vereinsmitglieder einziehen soll. Bei Eingabe in die Datenbank unterläuft ihm ein Fehler. Unbemerkt werden 12 Monate lang zu geringe Beträge eingezogen. Nun müssen die ausstehenden Kosten eingefordert werden, Porto und Transaktionsgebühren fallen an. Der Schaden kann sich auf mehrere tausend Euro belaufen. Der Verein bittet den IT-Freelancer zur Kasse.

An dieser Stelle kann eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einspringen und den Freelancer vor hohen Forderungen und Kosten schützen.

Vermögensschadenhaftpflichtversicherung: für wen?

Wer entwickelt, prüft, berät, begutachtet, beurkundet oder verwaltet übernimmt Verantwortung.  Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ist dringend jedem zu raten,  der berufsbedingt Vermögensinteressen von Dritten wahrnimmt. Deswegen ist die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater gesetzlich vorgeschrieben.

Weil die meisten Unternehmen bei ihrer Auftragsvergabe den Nachweis einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung fordern, ist auch IT-Freelancer, Unternehmensberater, Architekten etc. dringend zu einem Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung zu raten.

Ist die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung wichtig?

Fehler sind menschlich und können. Die Folgen können bei Dritten aber hohe finanzielle Nachteile verursachen. Entstehen Vermögensschäden als Folge eines Sach- oder Personenschadens handelt es sich um einen sogenannten unechten Vermögensschaden, der nicht in den Bereich der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung fällt. In diesem Fall übernimmt - falls abgeschlossen - die Betriebshaftpflichtversicherung die Kosten.

Machen Sie aber einen Fehler, der beim Kunden oder Klienten in direkter Konsequenz zu finanziellen Einbußen führt, handelt es sich um einen echten Vermögensschaden. Bei einem echten Vermögensschaden greift die abgeschlossene Betriebshaftpflichtversicherung nicht mehr, stattdessen ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung notwendig.

Schon eine kleine Unachtsamkeit kann erhebliche finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen. Müssen die entstandenen Kosten selber getragen werden, ist gerade bei kleineren Unternehmen schnell die Existenz gefährdet. Davor sollten Sie sich mit einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung absichern.

Was sichert die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ab?

Der Fall der Fälle tritt ein. Ihnen unterläuft ein Fehler, der beim Kunden erhebliche Kosten verursacht. Dieser fordert Schadensersatz. Ab diesem Punkt begleitet Sie die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Sie prüft die Gültigkeit der Ansprüche, übernimmt falls notwendig die Kosten einer Rechtsverteidigung und begleicht die Forderungen des Kunden. Übernommen werden alle Kosten bis zur Höhe der vereinbarten Deckungssumme der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.

Wie hoch sollte die Deckungssumme gewählt werden?

Eine pauschale Antwort auf die Frage nach der optimalen Deckungssumme bei der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung gibt es nicht. Standardisierungen wie bei der Betriebshaftpflichtversicherung sind aufgrund der individuellen Leistungen nicht möglich. Bei der Wahl der Deckungssumme sollte der potentielle Schaden, der beim Auftraggeber verursacht werden kann, die Entscheidungsgrundlage darstellen.

So ist sichergestellt, dass die Deckungssumme der für das Unternehmen gewählten Vermögensschadenhaftpflichtversicherung im Schadensfall hinreichend hoch ist. Bei einem kleinen Auftraggeber können bereits 100.000 Euro ausreichen, bei vermögensberatenden Berufen mit größeren Auftraggebern sind Deckungssummen von über einer Million Euro bei der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung üblich.

TIPP

Nutzen Sie die kostenlose Bedarfsanalyse und vergleichen Sie zahlreiche Angebote für eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.

Analyse und Vergleich von Versicherungen

Neben der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung gibt es noch weitere wichtige Versicherungen für Ihr Unternehmen. Dazu zählt bspw. die Rechtsschutzversicherung. Eine umfangreiche Bedarfsanalyse auf betrieblicher Ebene bietet das Portal Finanzchef24. Je nach Branche und Tätigkeit erfolgt eine Analyse der relevanten Versicherungen. Im zweiten Schritt können Sie dann auch direkt die Angebote zahlreicher Versicherungsunternehmen ganz einfach vergleichen: zur Versicherungsbedarfsanalyse.


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