Berufsgenossenschaft: Anmeldung ist Pflicht für Gründer

Berufsgenossenschaften gibt es für verschiedene Branchen. Sie sind maßgeblich für die gesundheitlichen Aspekte Ihres Unternehmens zuständig. Unternehmen nahezu aller Art müssen sich bei der entsprechenden Berufsgenossenschaft anmelden - unmittelbar nach Eröffnung des Unternehmens.

Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über die Berufsgenossenschaften in Deutschland und die Pflicht zur Anmeldung für Gründer und Selbstständige.

Was ist die Berufsgenossenschaft?

Die Berufsgenossenschaften in Deutschland sind Unfallversicherungsträger für Unternehmen und deren Beschäftigte. Aufgabe der Berufsgenossenschaft ist es Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu vermeiden. Außerdem unterstützt die Berufsgenossenschaft Unternehmen beim Arbeitsschutz und bieten Schulungen für die Versicherten an. Im Falle eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit betreut die Berufsgenossenschaft den Versicherten mit verschiedenen Maßnahmen.

Die gewerblichen Berufsgenossenschaften können nach Branchen sortiert werden. Folgende Berufsgenossenschaften gibt es in Deutschland:

  • Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)
  • Hütten- und Walzwerks-Berufsgenossenschaft
  • Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft
  • Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd
  • Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro, Medienerzeugnisse (BG ETEM)
  • Holz-Berufsgenossenschaft
  • Berufsgenossenschaft Nahrung und Gaststätten
  • Fleischerei-Berufsgenossenschaft
  • Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU)
  • Berufsgenossenschaften Handel und Warendistribution
  • Verwaltungs-Berufsgenossenschaft
  • Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft
  • Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
TIPP

Kontaktieren Sie die für Ihre Existenzgründung zuständige Berufsgenossenschaft. Notwendige Adressen, Telefonnummern, Emails sowie Links aller gewerblichen Berufsgenossenschaften in Deutschland finden Sie auf Recitfga-bsl.info.

Wer muss sich bei der Berufsgenossenschaft anmelden?

Unternehmen nahezu aller Art, also auch Existenzgründer sowie Freiberufler müssen sich bzw. ihr Unternehmen binnen einer Woche nach der Gründung bei einer Berufsgenossenschaft anmelden. Ausnahmen bestehen bei zuständigen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften oder Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand. Das heißt also für Existenzgründer: Egal ob Sie ein Einzelunternehmen, eine Personengesellschaft oder eine Kapitalgesellschaft gründen - Sie sind verpflichtet, Ihr Unternehmen bei der zuständigen Berufsgenossenschaft zu melden.

Bei welcher Berufsgenossenschaft muss man sich anmelden?

Die Anmeldung hat bei der Berufsgenossenschaft der jeweiligen Branche zu erfolgen. Melden Sie sich bei der zuständigen Berufsgenossenschaft an, die Ihrer Hauptbranche und somit dem Schwerpunkt Ihrer Geschäftstätigkeit entspricht. Wichtig ist: Für Sie als Existenzgründer und für Ihr Unternehmen ist immer nur ein Unfallversicherungsträger zuständig, auch wenn Sie in verschiedenen Bereichen geschäftstätig sind. Ist Ihnen unklar, welche Berufsgenossenschaft zuständig ist, erkundigen Sie sich einfach direkt bei einer Berufsgenossenschaft.

  • Informieren Sie sich telefonisch bei der kostenlosen Infoline der Gesetzlichen Unfallversicherung (0800.60 50 40 4) über die für Ihre Existenzgründung zuständige Berufsgenossenschaft.

Außerdem darf nicht vergessen werden, dass Sie als Unternehmer oder Freiberufler in der Regel nicht automatisch über eine Berufsgenossenschaft versichert sind. Jeder Unternehmer kann sich aber freiwillig gegen die Folgen von Arbeits- und Wegeunfällen bei seiner Berufsgenossenschaft versichern.

  •  Adressen und Kontakte der Berufsgenossenschaften .

Leistungen der Berufsgenossenschaft

Die Leistungen der Berufsgenossenschaft liegen im Bereich der Prävention und  Unfallentschädigung bzw. im Versicherungsschutz. Die Berufsgenossenschaft unterstützt den Unternehmer bei der Wahrnehmung seiner Verantwortung, indem sie betriebliche Sicherheitsarbeit steuert, Vorschriften sowie Grundsätze erlässt sowie Mitarbeiter schult oder Unfallursachen und technische Arbeitsmittel überprüft. Im Falle eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit sorgt die Berufsgenossenschaft für eine ganzheitliche Rehabilitation des Versicherten. Dabei umfassen die Leistungen der Berufsgenossenschaft medizinische, berufliche und soziale Maßnahmen sowie die finanzielle Absicherung der Familie.

Zu den weiteren Leistungen der Berufsgenossenschaft gehört die Koordination der Heilbehandlungen unter anderem auch von Spezialmethoden. Außerdem unterstützt die Berufsgenossenschaft im Anschluss an die Heilung den Versicherten bei der Wiedereingliederung in den Beruf und in das soziale Umfeld. Diese Leistungen der Berufsgenossenschaft werden Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft genannt.

Die Leistungen der Berufsgenossenschaft genießt der Versicherte, solange er die versicherte Tätigkeit ausübt. Dazu gehört auch der Hin- und Rückweg zur Arbeitsstelle. Neben Sachleistungen hat der Versicherte Anspruch auf u.a. folgende Geldleistungen der Berufsgenossenschaft:

  • Verletztengeld
  • Übergangsgeld
  • Pflegegeld
  • Sterbegeld
  • Rente (Hinterbliebenenrente, Waisenrente)
TIPP

Hier erfahren Sie, wo Sie Ihr Unternehmen - neben der Berufsgenossenschaft - außerdem anmelden müssen.

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