Maßnahmen um die Unternehmenskrise zu bewältigen

Haben Sie die Ursachen einer Unternehmenskrise ermittelt, geht es nun daran die richtigen Handlungsoptionen abzuwägen, um das Unternehmen wieder aus der Krise zu führen. Im Rahmen geförderter Beratungsprogramme steht Ihnen hierzu auch ein Coach zur Seite.

Maßnahmen zur Krisenbewältigung können vielfältig sein. Wir zeigen Ihnen grundlegende Handlungsoptionen auf. Kämpfen Sie aber nicht gegen Windmühlen - manchmal ist es auch nötig einen Schlussstrich zu ziehen - auch wenn dies die Insolvenz bedeutet.

Schritt für Schritt das Unternehmen aus der Krise führen

Das Ergebnis jeder Unternehmenskrise ist eine drohende Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit und am Ende sogar in die Insolvenz. Somit spiegeln sich Fehlentwicklungen meistens in den Finanzzahlen Ihres Unternehmens wider.

Um die geeigneten Maßnahmen gegen die Unternehmenskrise ergreifen zu können und somit ein mögliches Insolvenzverfahren abzuwenden, müssen Sie sich auf Ursachenforschung begeben.

Ursachenforschung: Soll und Ist Ihrer Finanzen abgleichen

Zunächst müssen Sie den Planzahlen aus Ihrem Businessplan die Ist-Zahlen gegenüberstellen. In der Analyse der einzelnen Positionen werden Sie herausfinden, ob Ihr Problem auf der Einnahmeseite oder Kostenseite liegt oder eine Mischung aus beiden Faktoren ist. Darüber hinaus kann eine Unternehmenskrise ihre Ursachen auch in qualitativen Fehlentwicklungen haben. Mehr zu den vielfältigen Ursachen der Unternehmenskrise finden Sie hier.

Eine fundierte Schwachstellenanalyse ist übrigens ebenfalls Grundlage des KfW Programms Runder Tisch. Mit diesem Programm sollen Unternehmer bei der Analyse unterstützt werden. Erfahren Sie mehr über Programm der KfW Runder Tisch.

TIPP

Überlegen Sie ernsthaft - insbesondere in Zeiten der Krise - einen externen Berater einzuschalten. Diese verfügen über umfangreiche Erfahrung mit Krisensituationen und können strukturierte Lösungen mit Ihnen entwickeln. Wir empfehlen den passenden Partner.

Maßnahmen, die aus der Unternehmenskrise führen

1. Einnahmen steigern und Kosten senken

Wenn Ihre Einnahmen sich nicht so entwickeln, wie geplant, gibt es folgende Stellschrauben, um einer Krise im Unternehmen entgegenzuwirken und den Umsatz zu steigern.

Zielkundendefinition überprüfen: Ausbleibende Kunden oder Absagen für Ihre Angebote können zunächst auch darauf zurückzuführen sein, dass Sie Ihre Zielkunden falsch definiert haben. Überprüfen Sie die im Businessplan festgelegten Eigenschaften Ihrer Zielkunden.

Marketingkonzept anpassen: Wenn Sie Ihren Zielkunden richtig definiert haben, können mögliche Probleme im Marketingkonzept bestehen:

  • Überprüfen Sie, ob Sie den Kundennutzen klar herausgestellt haben und dem Kunden verdeutlichen können.
  • Überprüfen Sie den Preis - vielleicht sind Sie zu teuer.
  • Hat das Angebot des Wettbewerbs eine Komponente, die Sie übersehen haben und der Grund dafür ist, warum sich Kunden für ihn entscheiden?
  • Setzen Sie auf die richtigen Maßnahmen der Werbung?
  • Nehmen Sie sich eigentlich ausreichend Zeit für die Akquise?
  • Welche Vertriebskanäle könnten Ihnen noch weiterhelfen?

Wenn das Problem Ihrer Krise im Unternehmen eher auf der Kostenseite liegt, sollten Sie bei folgenden Stellschrauben ansetzen:

Kostenreduktion: Können Sie die Kosten senken? Lässt sich bspw. die Miete für einen gewissen Zeitraum reduzieren oder ist es möglich durch einen Lieferantenwechsel bessere Konditionen im Einkauf zu erzielen? Auch Leasing könnte eine Alternative sein. Auf der Personalseite könnten Ihre Mitarbeiter auch für eine gewisse Zeit auf einen Teil des Gehalts verzichten. Im schlimmsten Fall müssen Sie sich auch von bestehenden Mitarbeitern trennen. Hierzu empfehlen wir in jedem Fall die anwaltliche Beratung.

Kosten an den Kunden weitergeben: Wenn sich Kosten nicht spürbar senken lassen, müssen Sie überprüfen, ob der Kunde bereit wäre einen höheren Preis zu zahlen. Schätzen Sie ab, wie groß Ihr Absatzrückgang bei einer Preiserhöhung wäre. Vielleicht reicht es ja in einem ersten Schritt auch aus, zumindest einen bestimmten Teil der Kosten auf den Preis umzulegen.

2. Ausbleibende Zahlungseingänge: Forderungsmanagement verbessern

Auch wenn sich Ihr operatives Geschäft wie gewünscht entwickelt, können Sie in Liquiditätsschwierigkeiten geraten. Hohe Vorfinanzierungen bei Aufträgen, lange Forderungslaufzeiten, also die späte Bezahlung der Rechnung durch den Kunden, oderZahlungsausfälle sind Gründe für Liquiditätsprobleme. Ursache für zeitliche verzögerte Zahlungseingänge ist oft eine mangelnde Debitorenbuchhaltung und ein ungenügendes Mahnwesen.

Folgende Hinweise können helfen solche Probleme zu verringern:

  • Schreiben Sie die Rechnung zeitnah zur Leistungserstellung. Durch die Einräumung von Skonto können Sie einen Zahlungsanreiz setzen.
  • Betreiben Sie ein gutes Forderungsmanagement - führen Sie Buch darüber, wer Ihnen noch Geld schuldet, wann die Rechnung geschrieben wurde, wie lange die Zahlung schon überfällig ist. Schreiben Sie eine Zahlungserinnerung und telefonieren Sie hinterher. Im Notfall greifen Sie auch zu weiteren rechtlichen Maßnahmen wie bspw. einer Mahnung.
  • Versuchen Sie Abschlagszahlungen zu vereinbaren, so dass erste Zahlungen bereits mit Vertragsschluss zu leisten sind und dann Meilensteinzahlungen stattfinden.
  • Vermeiden Sie Abhängigkeiten von wenigen Kunden, dies reduziert das Risiko des Zahlungsausfalls.
  • Prüfen Sie ob Factoring für Sie infrage kommt. Beim Factoring verkaufen Sie Ihre Forderungen gegen einen Abschlag weiter an ein anderes Unternehmen. Dies verschafft Ihnen Liquidität. Jedoch verringern sich Ihre Gesamteinnahmen.
  • Bei Großaufträgen können Sie sich über Ihre Kunden im erkundigen und zumindest eine Bilanz einsehen. Dies hilft bei der Beurteilung der finanziellen Situation des Abnehmers.
  • Zahlungsausgänge ebenfalls managen: Wenn Sie einen Liquiditätsengpass erwarten, sollten Sie zunächst Ihre Zahlungsausgänge kontrollieren. Ggf. können Sie diese ebenfalls länger hinauszögern oder längere Fristen vereinbaren. Machen Sie hierzu eine detaillierte Aufstellung der offenen Rechnungen und Zahlungsziele.

3. Weitere Maßnahmen bei Liquiditätsengpässen

  • Können Sie weitereEinlagen tätigen oder zusätzliche Kapitalgeber gewinnen?
  • Was können Sie aus Ihrem Unternehmen ggf. verkaufen, um so Liquidität zu sichern?
  • Gespräche mit Ihrer Bank: Können Sie Tilgungen und/oder Zinsen aussetzen? Ist es möglich den Kontokorrentkredit in ein langfristiges Darlehen umzuwandeln?
  • Finanzamt: Eventuell können Sie auch hier ein verlängertes Zahlungsziel für die Steuerzahlungen vereinbaren.
  • Es gibt Liquiditätshilfedarlehen der KfW und der Förderbanken der Länder, die Sie ggf. in Anspruch nehmen können. Suchen Sie hierzu in unserer Datenbank.

Das Beratungsprogramm Turn Around nutzen

Maßnahmen gegen die Krise im Unternehmen sind oft nicht einfach umzusetzen. Eine professionelle Beratung kann Ihnen an dieser Stelle weiterhelfen. Die Förderbank KfW hat hierfür das Programm Turn Around geschaffen. Durch dieses erhalten Sie Zuschüsse für die Beratungskosten: mehr erfahren.

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