SEO: Mehr Besucher und Kunden durch Suchmaschinenoptimierung

Als Betreiber einer Webseite möchte man natürlich auch bei Suchmaschinen wie Google gefunden werden. Mit SEO, das zum Suchmaschinenmarketing gehört, werden Maßnahmen ergriffen, um die Positionierung der eigenen Webseite bei Google zu verbessen. Hier unterscheidet man zwischen Onpage- und Offpage-Optimierung – aber auch Content-Marketing und Social Media werden immer wichtiger.

Erfahren Sie jetzt alles über SEO, von den wichtigsten Maßnahmen über die Entwicklung einer Strategie bis hin zu den größten Fehlern bei SEO.

Mit SEO zu mehr Besucher durch Google & Co.

Als Selbstständiger führt kein Weg an einer eigenen Webseite vorbei. Da spielt es auch keine Rolle, ob man als Handwerker, in der Gastronomie oder mit einem Onlineshop unterwegs ist – ohne eigenen Internetauftritt wird man es insbesondere als Gründer sehr schwer haben.

Allerdings hilft auch die beste Webseite nichts, wenn man in Suchmaschinen nicht gefunden wird. Google, als die in Deutschland mit Abstand am meisten genutzte Suchmaschine, hat in den letzten Jahren einen komplexen Algorithmus entwickelt, welcher über die Positionierung einer Webseite in den Suchmaschinenergebnissen entscheidet.

Bei allein in Deutschland weit über 100 Millionen Suchanfragen täglich, kann eine Positionierung auf Platz 1 bei einem bestimmte Suchwort - einem sogenannten Keyword - für viele Unternehmen sehr viel Geld bedeuten. Daher hat sich mittlerweile eine Methodik zur Verbesserung des eigenen Google-Rankings entwickelt, die man als Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO für Search Engine Optimization, bezeichnet.

Bei SEO zielen Unternehmen und Werbeagenturen mit verschiedensten Maßnahmen darauf ab, möglichst weit oben auf der Sucherergebnisliste abgebildet zu werden. Wir gehen im Folgenden auf die wichtigsten dieser Maßnahmen ein und erklären, wie man seine eigene Webseite aus SEO Sicht optimieren kann.

Onpage-Optimierung als Basis von SEO

SEO lässt sich grob in zwei Bereiche unterteilen: Die Onpage-Optimierung und die Offpage-Optimierung. Die Basis von SEO besteht in der Onpage-Optimierung, welche eine ausgeprägte – jedoch nicht ausschließliche – technische Komponente besitzt. Als Gründer sollte man sich im ersten Schritt der SEO auf wichtigsten Maßnahmen der Onpage-Optimierung konzentrieren:

  • Logische sowie konsistente Seitenstruktur und -hierarchie, die für den Nutzer einleuchtend und hilfreich ist
  • Keyword-orientierter Aufbau einer Seite, indem das Keyword – unter welchem die Webseite bei Google gefunden werden soll – in den Überschriften und dem Text häufig vorkommt
  • Klare und häufige Verlinkung interner Inhalte mit einem passenden Linktext, der den Inhalt der Zielseite gut beschreibt
  • Schnelle Ladezeit der Webseite
  • Einhaltung der technischen Anforderungen von Google, wie die Bereitstellung einer Sitemap, sprechende URLs und Bildnamen, Angabe von Title- und Meta-Tags, saubere Programmierung und eine Optimierung der Seite für mobile Endgeräte

Diese Liste könnte noch weiter ausgeführt werden, soll jedoch nur einen ersten Eindruck erwecken, wie viele unterschiedliche Faktoren bei der Onpage-Optimierung für SEO von Google in Betracht gezogen werden. Wer sich detaillierter mit Googles Anforderungen an die Onpage-Optimierung auseinandersetzen möchte, der kann sich Googles Einführung in SEO als PDF herunterladen oder sich mit auseinandersetzen.

TIPP

Sie möchten sich nicht mit der technischen Komponente von SEO befassen? Wir suchen für Sie eine Agentur in Ihrer Nähe, die Sie bei Ihrer SEO unterstützt.

Offpage-Optimierung bei SEO durch Linkbuilding

Sobald die Onpage-Optimierung durchgeführt wurde, können Sie sich an den zweiten Schritt bei SEO wagen: Die Offpage-Optimierung in Form von Linkbuilding. Zusammengefasst lässt sich Linkbuilding als all diejenigen Maßnahmen beschreiben, die die Verlinkung von fremden Webseiten auf den eigenen Internetauftritt zur Folge haben. Diese Links werden als Backlinks bezeichnet.

Warum spielen solche externen Links bei SEO eine so große Rolle? Google interpretiert einen Backlink von einer externen Webseite als eine Art Empfehlung. Erhält eine bestimmte URL viele solcher Empfehlungen von verschiedenen Webseiten, kann Google davon ausgehen, dass es sich bei der verlinkten Webseite um wichtigen Inhalt handelt - und so positioniert Google diesen weiter oben in den Suchergebnissen.

Aktives Linkbuilding – also das Setzen von Backlinks auf fremden Webseiten – wird von Google im Rahmen der SEO nicht gerne gesehen, da es sich dabei um keinen natürlichen Linkaufbau handelt. Mittlerweile ist der Google-Algorithmus so weit fortgeschritten, dass Linkbuilding bei SEO wirklich nur noch mit Bedacht eingesetzt werden sollte, da die Gefahr einer Abstrafung oder sogar einer kompletten Verbannung aus den Suchergebnissen durch Google zu groß ist.

Aus diesem Grund sollten Sie sich bei SEO stattdessen auf hochwertige und aktuelle Inhalte konzentrieren, die Ihnen mit der Zeit dann oft auch automatisch Verlinkungen von anderen Webseiten bescheren.

Content-Marketing und Social Media als Werkzeuge der SEO

Content ist King – dieser Spruch aus dem Online-Marketing hat sich mittlerweile bewahrheitet. Denn viele erfolgreiche Webseiten setzen inzwischen auf eine ausgeprägte Content-Strategie im Rahmen ihrer SEO und profitieren davon.

In der SEO versteht man unter Content-Marketing die Bereitstellung von hochwertigen Informationen auf der eigenen Webseite oder Blog. Diese Informationen sind meistens frei von werblichen Inhalten und sollen dem Kunden einen wirklichen Mehrwert bieten. So beschreibt ein Onlineshop für IT und Unterhaltungselektronik beispielsweise in verschiedenen Tutorials, wie man seinen Computer aufrüsten oder den Sound der Heimkinoanlage optimieren kann.

Für SEO ist Content-Marketing aus zwei wesentlichen Gründen wichtig: Einmaliger und hochwertiger Content erzeugt heiß ersehnte Backlinks, wird aber auch gleichzeitig bei Google gefunden, was zusätzliche Webseitenbesucher einbringt. Zusammengefasst: Je mehr hochwertiger, keyword-orientierter Content, desto mehr Besucher durch Suchmaschinen.

Durch die starke Verbreitung des Contents (kann übrigens auch ein Video oder eine Infografik sein) in Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter und Co. wird mittlerweile davon ausgegangen, dass sogenannte Social Signals in SEO eine wichtige Rolle spielen. Wird ein Link über diese Plattformen mehrfach geteilt, kann Google davon ausgehen, dass er für die Nutzer eine gewisse Relevanz hat. Diese Relevanz spiegelt sich dann aller Voraussicht nach in einem besseren Ranking in den Suchergebnissen wieder.

Das bedeutet für Ihre SEO: Seien Sie in den sozialen Netzwerken aktiv und verbreiten Sie neu erschaffenen Content. Dies bringt Ihnen neue Besucher und hilft gleichzeitig Ihre SEO voranzutreiben.

SEO für Profis: Mehr Klicks durch Google Rich Snippets

Auf einer Google-Suchergebnisseite findet man bei jedem Suchtreffer in der Regel einen kleinen Textauszug, der den Inhalt der verlinkten Seite beschreibt. Dieser Textauszug wird auch als Snippet bezeichnet und spielt für die Klickrate, also die relative Anzahl der Personen, die auf den Suchtreffer klicken, eine entscheidende Rolle bei SEO.

Mit Rich Snippets können diese Textauszüge um Informationen, welche dem Nutzer einen Mehrwert bieten, erweitert werden. So kann man beispielsweise als Onlineshop-Betreiber beim Suchergebnis einer Produktdetailseite die Produktbewertungen durch Nutzer miteinfließen lassen, welche dann in Form von Sternen direkt im Suchergebnis angezeigt werden.

Der Vorteil für SEO liegt auf der Hand: Suchtreffer, die sich inhaltlich oder farblich von den übrigen Suchergebnisse abheben, werden öfters geklickt. So kann durch diese Art der SEO ohne großen technischen Aufwand die Besucherzahlen erhöht werden. gibt es mehr Informationen zu Rich Snippets als Werkzeug bei SEO.

SEO für ProfisSEO für Profis: Amazon nutzt Rich Snippets zur Darstellung seiner Kundenbewertungen

Strategie für SEO entwerfen und umsetzen

Bei SEO handelt es sich um Maßnahmen, die in der Regel langfristige Auswirkungen auf die Platzierung in den Suchergebnissen haben. Statt irgendwelcher Schnellschüsse sollte daher eine ganzheitliche SEO-Strategie nach folgendem Schema entworfen und umgesetzt werden:

  1. IST-Analyse: Welche Zielgruppe möchte ich auf meiner Website und wie ist der aktuelle Stand der SEO (sowohl Onpage- und Offpage-Optimierung)?
  2. Keyword-Auswahl: Mit welchen Keywords sucht meine Zielgruppe bei Google?
  3. Durchführung der Onpage-Optimierung im Rahmen der SEO
  4. Durchführung der Offpage-Optimierung, also insbesondere Linkbuilding und Social Media Aktivitäten
  5. Erfolgskontrolle: Prüfen Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Google-Platzierungen und führen Sie bei Ihrer SEO ggf. Korrekturmaßnahmen durch.

Bedenken Sie, dass die Durchführung von SEO keine einmalige Aufgabe, sondern ein fortlaufender Prozess ist, der durch die Konkurrenz und Anpassungen des Google Algorithmus immer wieder neue optimiert werden muss. 

TIPP

Es gibt spezielle Agenturen, die sich auf die Planung und Durchführung von Strategien für SEO spezialisiert haben. Wir helfen Ihnen gerne, eine SEO-Agentur in Ihrer Nähe zu finden.

Die 7 größten Fehler bei SEO

Die Durchführung von SEO ist äußerst vielfältig und teilweise technisch komplex. Sollten Sie als Gründer keine Agentur zur Unterstützung haben, dann gilt es insbesondere die gröbsten Fehler bei SEO zu vermeiden. Wir haben diese für Sie zusammengefasst:

  • Vermeiden Sie Duplicated Content:
    Webseiten mit doppelten Inhalten werden von Google gar nicht gern gesehen. Greifen Sie hier auf den Canonical-Tag zurück.
  • Relevante Keywords fehlen:
    Die Keywords, unter denen Sie gefunden werden möchten, müssen insbesondere in Webseitentitel und -beschreibung, den Überschriften und im Content regelmäßig auftauchen.
  • Text als Bild abgespeichert:
    Wenn Sie Text als Bild abgespeichert haben, wird Google diesen Text nicht identifizieren können. Gleiches gilt übrigens für die Nutzung von Flash – für SEO beides nicht geeignet.
  • Fehlende ALT-Attribute bei Bildern:
    Bilder werden von Google nur dann korrekt indexiert, wenn Sie ein passendes ALT-Attribut (Beschreibung des Bildes) angegeben haben.
  • URLs sind nicht SEO geeignet:
    Nutzen Sie sprechende URLs und vermeiden sie den Gebrauch von SessionIDs.
  • Interne Linktexte ohne Keyword:
    Nutzen Sie „hier klicken" als Linktext wirklich nur in Ausnahmefällen. Bei internen Verlinkungen sollte der Linktext immer das Hauptkeyword der verlinkten Unterseite enthalten.
  • Günstiger Server mit langen Ladezeiten:
    Hosting ist heutzutage wirklich nicht mehr teuer – zahlen Sie lieber ein paar Euro mehr und stellen Sie Ihren Kunden eine schnelle Webseite zur Verfügung. Insbesondere bei Onlineshops ist eine schnelle Website ein wichtiger Erfolgsfaktor. Aber auch für SEO ist eine Website mit kurzen Ladezeiten hilfreich.
TIPP

Bis SEO Wirkung zeigt, vergeht meist einige Zeit. Mit Google My Business werden lokale Unternehmen bei Google schnell gefunden.

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