Mehr Geld bei weniger Arbeit: Passives Einkommen einfach erklärt

Das Konzept des passiven Einkommens beschreibt die Generierung von Umsätzen, ohne dafür arbeiten zu müssen. Aber ist das tatsächlich möglich? Wie funktioniert das passive Einkommen und welche Erfolgsfaktoren gilt es zu beachten? Welche Geschäftsideen sind möglich?

In unserem Leitfaden zum Aufbau eines passiven Einkommensstroms beschreiben wir Schritt für Schritt die Vorgehensweise und nennen erfolgreiche Beispiele für passives Einkommen. Ob Sie es damit dann letztlich auch zum Millionär schaffen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Das Problem: Wer mehr verdienen will, muss mehr arbeiten

Geld verdienen, ohne dafür zu arbeiten. Träumen wir nicht alle ein bisschen davon? Das Prinzip des passiven Einkommens wird im Internet auf vorwiegend dubiosen Seiten als ein Konzept beschrieben, welches das Geldverdienen ohne wirklichen Arbeitseinsatz ermöglicht – also sozusagen Millionär werden über Nacht. Aber was ist wirklich dran am Konzept des passiven Einkommens?

Der Ursprung der Idee des passiven Einkommens basiert auf unserem vermeintlich ineffizienten Arbeitseinsatz. Ein selbstständiger Handwerker, der seinen Umsatz verdoppeln möchte, aber bereits 50 Stunden die Woche arbeitet, hat ein Problem: Seine Umsatzerlöse wachsen proportional zu seiner geleisteten Arbeit. Arbeitet er weniger, verdient er weniger. Arbeitet er mehr, verdient er auch mehr. Gleiches gilt für eine freiberuflich tätige Webdesignerin. Wenn sie vier Aufträge im Monat annimmt und damit nahezu ausgelastet ist, kann sie ihren Umsatz nicht mehr wesentlich erhöhen, ohne auch in der Nacht vor dem Computer sitzen zu müssen.

Passives Einkommen: die Theorie

Wer sich mit dem Konzept des passiven Einkommens vertraut macht, der wird schnell merken, dass man sich hierzu von dem Grundmuster der uns bekannten Arbeitseffizienz lösen muss. Einfacher gesagt: Wer mehr verdienen will, muss nicht zwingend mehr arbeiten.

Durch Automatisierung von Arbeitsschritten ist es nämlich tatsächlich möglich, durch einen geringen oder womöglich sogar gar keinen Mehraufwand höhere Umsätze zu erzielen. Durch den Erfolg des Internets und die Digitalisierung können eine Vielzahl an Prozessen digital abgebildet und so automatisiert werden. Hinzu kommt die enorme Reichweite des Internets, dank der uns potenzielle Kunden aus aller Welt mit nur einem Mausklick erreichen können.

Das Konzept des passiven Einkommens sieht auf den ersten Blick kompliziert aus, ist aber eigentlich recht simpel umzusetzen. Nachfolgend werden die vier Schritte zum Aufbau eines passiven Einkommensstroms anhand eines Beispiels dargestellt:

  1. Schritt:  Das Produkt entwickeln
    Eine selbstständige Webdesignerin schreibt in ihrem Urlaub ein Buch über die Entwicklung moderner Webseiten und benötigt dafür drei Wochen.
  2. Schritt: Das Produkt automatisiert verkaufen
    Im Eigenverlag vertreibt sie das Buch als Printausgabe und E-Book über Vertriebsplattformen wie Amazon & Co im Internet. Die Buchproduktion übernimmt komplett der Books-on-Demand-Anbieter.
  3. Schritt: Das passive Einkommen generieren
    Mit jedem verkauften Buch erhält sie eine Autorenmarge – und das für die nächsten Jahre. Alle Prozesse sind automatisiert, sie hat keinerlei Arbeit.
  4. Schritt: Regelmäßige Produktpflege
    Ein Buch über die Entwicklung moderner Webseiten sollte natürlich regelmäßig überarbeitet werden, damit es auf dem neuesten Stand bleibt und auch zukünftig häufig verkauft wird. Dazu muss ein wenig Zeit in die Produktpflege gesteckt werden.

Diese vier Stufen sind die Grundlage des passiven Einkommens. Um jedoch wirklich erfolgreich zu sein, gilt es sich an den nachfolgenden Erfolgsfaktoren zu orientieren.

Erfolgsfaktoren beim passiven Einkommen

Um passives Einkommen zu generieren, gilt es drei Faktoren zu beachten, die für den Erfolg des passiven Einkommens ausschlaggebend sind:

  • Digitalisierung des Produktes
  • Automatisierung der Prozesse
  • Vertrieb an eine vorhandene Reichweite

Beim Konzept des passiven Einkommens ist es notwendig, ein Produkt zu schaffen, dass ohne Mehraufwand reproduziert werden kann. Denn nur so ist es möglich, das Verhältnis von Arbeitsaufwand und Umsatzergebnis voneinander zu entkoppeln. Digitale Produkte, also beispielsweise Texte, E-Books, Bilder, Videos oder Software besitzen diese Eigenschaft und eignen sich daher hervorragend für den Einsatz als Produkt beim passiven Einkommen.

Im nächsten Schritt gilt es Vertriebsprozesse zu finden, die automatisiert werden können. Schließlich möchten Sie als beispielsweise selbstständiger Unternehmensberater und Buchautor ihren Buchtitel nicht an der Haustür verkaufen, sondern automatisiert ohne ihr direktes Zutun vertreiben können. Das Internet dient hervorragend als ein solch automatisierter Vertriebskanal. So könnte der Unternehmensberater sein E-Book vollautomatisch über seine eigene Webseite vertreiben, wobei jeder Prozessschritt digital abgebildet wird: von der Akquise per Online-Marketing über die Verkaufsanbahnung auf der Webseite bis hin zur Zahlungsabwicklung und den E-Book-Download.

Der automatisierte Verkauf eines digitalen Produktes über die eigene Webseite kann bereits passives Einkommen generieren, allerdings ist hierzu die Durchführung entsprechender Online-Marketing-Maßnahmen, zum Beispiel mit Google AdWords oder per Facebook Ads, notwendig. Die Erstellung solcher Kampagnen kosten Zeit, Geld und ist für Unerfahrene keine einfache Angelegenheit. Als dritten Erfolgsfaktor beim passiven Einkommen empfiehlt sich aus diesem Grund die Nutzung einer vorhandenen Reichweite aus potenziellen Kunden. Internet-Marktplätze wie beispielsweise Amazon oder Fotolia (Verkauf von Fotografien) sind hierfür prädestiniert: Millionen von Menschen können darüber erreicht werden, ohne auch nur einen Cent in Marketing investieren zu müssen.

Beispiele für passives Einkommen

Nun aber genug von der Theorie. Nachfolgende Beispiele gehören zu den meistverbreiteten und erfolgreichsten Umsetzungen des Prinzips des passiven Einkommens:

  • Zum Autor werden: Bücher und E-Books verkaufen
  • Fotos und Videoclips verkaufen: Mit Online-Marktplatz für Fotos zum Erfolg
  • Templates und Baukästen: Passives Einkommen für Webdesigner und Entwickler
  • Erfolgreich über Online-Werbung und Affiliate-Einnahmen

Zum Autor werden: Bücher und E-Books verkaufen: Seien wir doch mal ehrlich. Wer würde nicht gerne ein Buch veröffentlichen? Im Rahmen des passiven Einkommens ergibt sich für Selbstständige nun die Möglichkeit, diesen Traum zu verwirklichen. Der Hauptaufwand liegt im Verfassen des Buchs, eine Reproduktion ist verhältnismäßig günstig. E-Books als digitale Güter können ohne weiteres vervielfacht werden. Durch Herstellung und Vertrieb über einen Eigenverlag werden alle Prozesse kostengünstig outgesourct, sodass am Ende E-Book und Printversion automatisch über Amazon verkauft werden können.

Und für wen eignet sich das Buchkonzept? Letztlich kommt es für alle diejenigen in Frage, die in einem Gebiet besonderes Spezialwissen angesammelt haben und dies entsprechend in Worte fassen können. Unternehmensberater, Webdesigner, Ärzte aber auch Handwerker mit Spezialkenntnissen und einem guten Schreibstil können über diesen Weg ein passives Einkommen generieren. Das Tolle an der Sache: Mit der Veröffentlichung eines Buches schafft man eine Marke zur eigenen Person und positioniert sich als Experte in einem bestimmten Gebiet. Dies kann zu Auftritten in diversen Medien führen, die wiederum die eigene Marke stärken und für zusätzliche Aufträge sorgen.

Fotos und Videoclips verkaufen: Mit Online-Marktplatz für Fotos zum Erfolg: Fotografen, Kameramänner oder Motion-Designer können sich die digitale Eigenschaft ihrer Produkte zunutze machen, indem sie diese, anstatt wie üblich an nur einen Kunden, an eine Vielzahl unterschiedlicher Abnehmer aus der ganzen Welt verkaufen. Auf Online-Marktplätzen für Fotografien und Bewegtbilder, wie zum Beispiel Fotolia oder Shutterstock, können Künstler ihre Werke einstellen und weltweit zum Verkauf anbieten. Hat man sich als Fotograf erst einmal ein gewisses Portfolio mit hochwertigen Bildern aufgebaut, kann ein attraktives passives Einkommen generiert werden.

Passives Einkommen für Webdesigner und Entwickler: Selbstständige Webdesigner und Programmierer werden in der Regel auf Stundenbasis bezahlt. Möchten Sie mehr verdienen, müssen sie zusätzliche Kunden akquirieren und Mehrarbeit leisten. Glücklicherweise ist das Konzept des passiven Einkommens für die Software-Branche besonders geeignet: Durch die Entwicklung von Website-Templates für bekannte Content-Management-Systeme wie beispielsweise Wordpress, TYPO3 oder Joomla kann ein Webdesigner einmalig erstellte Arbeit an eine Vielzahl an Kunden vertreiben. Als Vertriebskanal nutzt er entweder seine eigene Webseite oder greift auch hier wieder auf Marktplätze mit einer vorhandenen Reichweite zurück, die sich auf den Vertrieb von Websitevorlagen fokussiert haben.

Auch der Programmierer kann sich Marktplätze zunutze machen, indem er seine entwickelten Wordpress-Plugins, Java-Klassen oder Shop-Module dort an den Mann bringt. Aber auch die Entwicklung von Android- oder iOS-Apps und deren Verkauf über die jeweiligen App-Stores, womöglich auch im Rahmen eines Freemium-Modells, kann bei einem entsprechenden Kundenmehrwert ein attraktives passives Einkommen generieren.

Erfolgreich über Online-Werbung und Affiliate-Einnahmen: Sie sind Experte auf einem Gebiet und verfügen über einzigartiges Wissen? Über Ihre eigene Webseite oder den eigenen Blog können Sie mit dem entsprechenden Content und etwas Know-how in der Suchmaschinenoptimierung eine Quelle für ein passives Einkommen finden, indem Sie für Ihre Besucher Werbebanner oder Affiliate-Links auf Ihrer Webseite platzieren. Um attraktive Einnahmen zu generieren, sollte die Zahl der täglichen Webseitenbesucher aber bei mindestens 1.000 liegen – diese zu erreichen ist in der Regel frühestens nach einem Jahr möglich. Daher gilt es bei dieser Art des passiven Einkommens Ausdauer zu beweisen.

Reich werden mit passivem Einkommen?

Wer das Konzept des passiven Einkommens verstanden hat, der sollte sich am besten direkt an die Arbeit machen. Denn für einen erfolgreichen passiven Einkommensstrom wird einiges an Zeit und Arbeit notwendig sein. Der Glaube, passives Einkommen bedeutet Umsatz ohne Arbeit, ist demnach falsch. Insbesondere zu Beginn muss viel Energie in die Entwicklung eines Produkts gesteckt werden, das die für das passive Einkommen notwendigen Eigenschaften besitzt und den potenziellen Kunden auch einen wirklichen Nutzen bietet. Erst dann, wenn das Produkt erstellt und sämtliche Prozesse automatisiert wurden, kann man sich zumindest ein wenig zurücklehnen und hoffentlich erste Erfolge feiern.

Aber lässt sich mit dem Konzept des passiven Einkommens auch ein richtiges Vermögen anhäufen? Grundsätzlich ist dies sicherlich möglich. Einige wenige, beispielsweise Erfolgsautor Timothy Ferriss, der sein Vorgehen im Buch „Die 4-Stunden-Woche" beschreibt, hat es mit passivem Einkommen zu einem erfolgreichen Unternehmer geschafft. Dies bleibt jedoch die Ausnahme. Das Konzept des passiven Einkommens sollte nicht als der beispiellose Weg zu Reichtum angesehen, sondern als ein neues, effizientes Instrument für Selbstständige betrachtet werden, bei dem Arbeitszeit effizienter und dem aktuellen Stand der Technik gemäß eingesetzt werden kann, sodass mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben bleibt.

Alternativen zum passiven Einkommen

Die Idee des passiven Einkommens gefällt Ihnen? Nachfolgend stellen wir noch zwei weitere Konzepte vor, die es möglich machen, bei gleichem Arbeitseinsatz zusätzliche Einnahmen zu generieren:

  • Passives Einkommen durch Wachstum
    Wenn Sie bereits als Freiberufler oder Gewerbetreibender selbstständig sind, können Sie bei einer entsprechenden Auftragslage auch ohne Mehraufwand zusätzliche Einnahmen generieren. Durch die Anstellung von Mitarbeitern können Sie nämlich zusätzliche Aufträge annehmen, die Ihnen mehr einbringen sollten, als Sie die neuen Mitarbeiter kosten. Das Wachstum des eigenen Unternehmens stellt demnach eine attraktive Möglichkeit dar, um passives Einkommen zu erhalten.
  • Mit Seminaren und Vorträgen passives Einkommen erzeugen
    Auch wenn der Begriff des passiven Einkommens hier nicht ganz korrekt ist: Wenn Sie als Experte für ein bestimmtes Thema extrem viel Know-how aufweisen können, dann sollten Sie ihr Wissen an andere weitergeben. Durch kostenpflichtige Vorträge oder Seminare können Sie eine Vielzahl an Kunden gleichzeitig erreichen, müssen Ihren Arbeitseinsatz jedoch nur einmal erbringen. Außerdem stärken Sie so gleichzeitig Ihre Personenmarke und können bei Einzelaufträgen höhere Stundensätze durchsetzen.

Und nun ab an die Arbeit - wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Aufbau Ihres passiven Einkommensstroms!

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