Die Höhle der Löwen: Erfolgsformat geht in die nächste Runde

Mit einer leicht veränderten Jury ging im September 2017 die inzwischen 4. Staffel des Erfolgsformats Die Höhle der Löwen (DHdL) beim Fernsehsender VOX an den Start. Die erfolgreiche Unternehmerin Dagmar Wöhrl wird den bisherigen Löwen Jochen Schweitzer ersetzen. Ansonsten bleibt aber alles wie gehabt: Start-ups pitchen jeweils dienstags 20.15 Uhr im TV und versuchen die Investoren von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Die Löwen zeigen sich jedoch oft hartnäckig und haben nichts zu verschenken. Sie betonen, dass es sich um Investments handelt, nicht um Spenden.

Wir zeigen Ihnen, welche Gründungsideen und Geschäftsmodelle in der Höhle der Löwen Erfolg hatten und welche Gründer leer ausgingen.

Die Idee zum TV-Format: Die Höhle der Löwen

Das TV-Format Die Höhle der Löwen kam erstmals 2014 nach Deutschland. International hat die Sendung bereits in vielen anderen Ländern Vorläufer - von Australien über Japan bis nach Finnland oder in den Vereinigten Staaten. Der Ursprung liegt in Japan, allerdings werden oftmals die US-Sendungen Shark Tank und Dragons' den aus Großbritannien als berühmtere Vorbilder herausgegriffen.

Das Konzept der Show ist an den klassischen Elevator Pitch angelehnt, wie sie Start-ups regelmäßig vor Business Angeln und VC-Gebern erleben. Für das Fernsehen findet der Pitch natürlich zugespitzt statt. In Deutschland präsentieren sich die Gründer vor fünf "Löwen" und zum Abschluss gibt es entweder einen Deal oder die Gründer verlassen erfolglos das Studio. Im schlimmsten Fall bekommen die Gründer, die kein Investment erhielten, einen guten Rat für die Zukunft und konnten darüber hinaus noch etwas Werbung im Fernsehen machen.

Die Löwen in der Höhle der Löwen

Für die 4. Staffel von DHdL konnte VOX die folgenden fünf Löwen gewinnen:

  • Ralf Dümmel startete 1988 bei DS Produkte als Verkaufsassistent und hat es in dem Handelsunternehmen zum Gesellschafter und Geschäftsführer geschafft.
  • Judith Williams kommt ursprünglich von den Brettern, die die Welt bedeuten und war lange als Fernsehmoderatorin tätig. Heute ist sie Unternehmerin und vertreibt als Shopping-Queen unter der "Judith-Williams-Markenwelt" Teleshopping-Produkte..
  • Frank Thelen ist der Internetgründer im Bunde, erfolgreicher Seriengründer und zigfacher Frühphasen-Investor, der seit mehr als zwei Jahrzehnten Start-ups aufbaut.
  • Carsten Maschmeyer gründete den Finanzvertrieb AWD und baute diesen bis zum Verkauf an Swiss Life zu einem Unternehmen mit rund 10.000 Mitarbeitern aus. Mit seiner Maschmeyer Group investiert er heute erfolgreich in zahlreiche Unternehmen.
  • Dagmar Wöhrl, Trägerin des Bayerischen Verdienstordens und des Bundesverdienstkreuzes, sitzt für die CSU als Abgeordnete im Deutschen Bundestag und ist dort Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Die Highlights aus der 4. Staffel findet ihr hier.

Erfolgreiche Start-ups in der Höhle der Löwen: Staffel drei

Wie bereits in Staffel eins und Staffel zwei, so gelang es auch in Staffel drei nicht jedem Gründer, die Löwen von seiner Geschäftsidee zu überzeugen.

67 Start-ups präsentierten sich vor den Löwen, am Ende gab es 34 Deals bei denen rund 6,6 Mio. Euro an Finanzierungen zugesagt wurden. Allerdings platzen nach der Sendung 8 dieser Deals wieder. Zu den Abräumern der dritten Staffel Die Höhle der Löwen gehörten:

  • Ankerkraut: Hamburger Geschmacksmanufaktur, die Gewürze und Gewürzmischungen vertreibt.
  • Bügel-Clou: Bügelhilfe um Hemden- und Blusenärmel falt- und knitterfrei zu bügeln.
  • Limberry: Hersteller und gleichzeitig Deutschlands größter Onine-Shop für Trachtenmode.
  • Abflussfee: Abfluss-Stopfen, der in fast alle Abflüsse passt und durch einen integrierten Duftstein unangenehme Gerüche vermeidet.
  • Blufixx: Revolutionärer Super-Kleber, der mit einem Modellierstift aufgetragen wird und lichthärtend ist.
  • Foreverly: Marktplatz mit Dienstleistungen rund ums Heiraten, über die Hochzeitstorte, das Brautkleid bis zu den Eheringen.
  • penta-sense: Anti-Karies Lutschpastillen zur Zahnpflege, die auf dem natürlichen Wirkstoff Xylit basieren.
  • Towell+: Sporthandtuch, das sich u.a. über Magneten an Sportgeräten befestigen lässt und eine normale sowie eine Geräteseite hat.
  • Malzit: Brotaufstriche auf Basis von verschiedenen Malzsorten mit geringem Zuckeranteil und 100 % vegan.
  • Nachtwächter: Schlafweste mit Rückenprotektor zur Verhinderung der Rückenlage beim Schlafen und damit zur Vermeidung von Schnarchen.
  • Glasello: Desinfektionsstift, der Gläser und Besteck vor Herpes- und Grippeviren und anderen Keimen schützen soll.
  • Gloryfy: Stylische Sport-Sonnenbrillen aus besonders flexiblem Kunststoff, die auch großes Gewicht und starke Stöße aushalten und wieder zurück in die Ausgangsform gehen.
  • Papa Türk: Erfrischungsgetränk auf Clorophyll-Basis, das Essens- und Atemgerüche neutralisiert.
  • froggies: Fruchtpulver aus gefriergetrockneten Früchten, bei dem durch den schonenden Herstellungsvorgang die Aromen erhalten bleiben.
  • Lizza: Kalorienreduzierter Pizzateig auf Basis von Lein- und Chiasamen, der gluten- und laktosefrei sowie 100 % vegan ist.
  • My Beauty Light: Schminkleuchten im handlichen Design, die sehr leicht am Spiegel angebracht und wieder entfernt werden können.
  • Caketales: Ausgefallene Tortenständer, die durch ein patentiertes Stecksystem in Verbindung mit dem Kuchen eine Figur ergeben.
  • GlowGarage: Fluoreszierende Leuchtstreifen für Fahrradfelgen, die im Dunkeln über kleine Lampen am Radrahmen leuchten.
  • VeggiePur: Gesunde selbstgemachte Gemüse-Kräuter-Gewürzmischung aus regionalen Zutaten, mit der Suppen, Soßen oder Fleisch und Pasta verfeinert werden können.
  • Pannenfächer: Reflektierende Neonschilder, mit denen bei einer Panne vorbeifahrenden Fahrzeugen signalisiert werden kann, welche Art von Hilfe benötigt wird.
  • eBall: Futuristisches Gefährt auf einem Ball, das durch Gewichtsverlagerung gesteuert wird und bis zu 20 km/h schnell fahren kann.
  • Kinderleichte Becherküche: Koch-Rezepte in verschiedenfarbigen Messbechern für Kinder, mit denen die Kleinen spielend Kochen lernen können.
  • Earebel: Mützen und Stirnbänder mit integrierten Kopfhörern, die durch das offene System die Sicherheit im Straßenverkehr nicht so stark einschränken, wie abgeschirmte Geräte.
  • MyChipsbox: BIO-Gemüse-Kartoffel-Chips ohne künstliche Geschmacksverstärker in einer stylischen Box.
  • Scuddy: Faltbare Elektro-Roller, die mit einer Spitzenleistung von 1.500 Watt bis zu 35 km/h schnell fahren.
  • Bataillon-Belette: Designer-Strumpfhosen, die mit einem verstärkten Höschen-Teil, überbreitem Bund und Komfortnaht für mehr Komfort sorgen.
  • Casino4Home: Mobile Casions, die inklusive Personal und Komplettausstattung gebucht werden können.

Ausgewählte Start-ups mit Erfolg in der Höhle der Löwen aus Staffel eins und zwei

Staffel 1

CrispyWallet: Die Gründer von CrispyWallet stellen Portmonees sowie iPhone und iPad-Hüllen aus einem papier-ähnlichen Material her. Eigentlich wollten sie 50.000 Euro für 10 % des Unternehmens. Doch die Löwen Frank Thelen und Lencke Steiner ließen nicht mit sich spaßen und teilten sich die 50.000 Euro für ganze 20 % an CrispyWallet.

Wellmed® Allergo: Bei einer anti-allergischen Matratze ist dann Judith Williams eingestiegen. Milben sollen durch eine Heizfunktion in der Matratze abgetötet werden. Auch hier schlug die Löwin ordentlich zu - statt der ursprünglich geplanten 30 % musste der Gründer 60 % an seinem Unternehmen für den gleichen Preis abgegeben.

Musicworks: Bei den Band-Workshops wird das Teambuilding gefördert. In wenigen Stunden werden Menschen ohne musikalische Kenntnisse zu einer Band gemacht, die zusammen rocken. Jochen Schweizer investiert und lässt sich 25,1 % für seine 40.000 Euro Investment geben.

Meine Spielzeugkiste: Eine Spielzeug-Flatrate. Eltern können für einen monatlichen Betrag online Spielzeuge für ihre Kinder ausleihen und später wieder zurücksenden. Die Gründer bieten 5 % für 150.000 Euro an. Als raus kommt, dass die Jungunternehmer den Exit planen, werden Frank Thelen und Jochen Schweizer hellhörig. Das gemeinsame Gegenangebot: 200.000 Euro für 10 % wird akzeptiert.

Gobl-Gür Der Erfinder des reflektierenden Sicherheitsgürtels möchte aus gesundheitlichen Gründen für 40.000 Euro sein gesamtes Unternehmen verkaufen. Öger und Williams teilen sich den Kaufpreis.

Hip Trips: Mit dem Anbieter kann man eine Trennungsreise nach Las Vegas oder eine X-treme Adrenalinreise durch Neuseeland machen. Tourismus-Experte Vural Öger ist kein Fan von dem Konzept, aber Jochen Schweizer nimmt es für 150.000 Euro als Produktkategorie in seiner Website auf und erhält 26 %.

M.A.K.S.: Sandsack zur Therapie der Rückenmuskulatur über die Balance auf dem Kopf. So wird automatisch eine gerade Haltung herbeigeführt. Die Gründer wollen ursprünglich keine Anteile an der Firma abgeben, lassen sich dann aber doch auf den Deal von Williams, Öger und Thelen ein und geben 50 % für 90.000 Euro ab.

Staffel 2

Little Lunch: Mit ihren Bio-Suppen schafften es die Brüder Denis und Daniel Gibisch, drei Löwen zu überzeugen. Peter Thelen, Vural Öger und Judith Williams investierten jeweils 100.000 Euro und erhielten dafür im Gegenzug insgesamt 30 % der Anteile. Damit war Little Lunch auch das erfolgreichste Start-up in Staffel 2.

Von Floerke: David Schirrmacher sammelte für sein Start-up für handgemachte Herrenaccessoires insgesamt 100.000 Euro von Vural Öger, Judith Williams und Frank Thelen ein und gab dafür 33 Prozent seiner Anteile ab. Neben Krawatten produziert das Unternehmen auch Einstecktücher, Socken, Fliegen und Hemden.

Lendstar: Jochen Schweizer investierte 250.000 Euro in das FinTech-Start-up und bekam dafür 6,14% der Firmenanteile. Das war bis zu diesem Zeitpunkt der größte Deal in der Geschichte von DHdL. Lendstar ist eine Social-Banking-App, mit der mittels dem Smartphone Geld sicher und einfach gesendet werden kann.

Popcornloop: Mit dem Popcornmaker von Popcornloop lässt sich Popcorn schnell und einfach zu Hause herstellen. Der süßen Versuchung erlagen Vural Öger und Judith Williams und investierten 80.000 Euro für 35 % der Anteile.

Skolder: Der Österreicher Thomas Ebster hat das innovative Ski-Tragesystem Skolder entwickelt. Das hat Outdoor-Fan Jochen Schweizer überzeugt, der für 33 % der Anteile 360.000 Euro investierte.

Babo: In das Biermixgetränk BABO blue investierten Lencke Steiner und Jochen Schweizer 100.00 Euro und erhielten dafür 25,1 % der Unternehmensanteile. Vermutlich können sie sich nun einen lebenslangen Vorrat an dem blauen Biermixgetränk aus 60 % Bier und 40 % Heidelbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren anlegen.

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