Vom Warmduscher bis zur Sanierung: 5 Geschäftsideen rund ums Badezimmer



Das sogenannte “Frankfurter Bad”, also eine Dusche in der Küche, ist in Großstädten noch immer verbreitet. Dabei kann das Badezimmer eigentlich auch ein Wohlfühlort sein – und gegebenenfalls zur richtigen Luxus-Oase werden. Wir stellen euch fünf Geschäftsideen rund ums Bad vor.

Die moderne Art zu Duschen

Eine warme Dusche ist doch etwas Tolles: Sie entspannt, man fühlt sich frisch und sauber. Das Vergnügen ist leider realistisch betrachtet ziemlich verschwenderisch. Zwischen 12 und 15 Liter Wasser jagen pro Minute durch einen standardmäßigen Duschkopf. Das Wasser prasselt einmal kurz auf unsere Körper und fließt dann gleich weiter in den Abfluss.

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Wir stellen fünf Geschäftsideen für euer Badezimmer vor. (Foto: piktochart)

Zum Glück gibt es Unternehmen, die sich mit solchen und weiteren Problemen im Badezimmer beschäftigen.

Joulia – energiesparendes Duschen

Das Schweizer Unternehmen Joulia wirkt diesem Problem entgegen. Mit einer speziellen Duschrinne macht Joulia es möglich, das warme Wasser, welches beim Duschen verbraucht wird, effizienter zu nutzen. Die Wärmeenergie des Wassers wird so genutzt, um nachströmendes kaltes Wasser vorzuwärmen. Denn wenn das kalte Wasser bereits erwärmt ist, muss weniger heißes Wasser beigefügt werden, um auf die gewünschte Temperatur zu kommen.

Auf diese Weise spart ihr euch laut der Firma bis zu 42 Prozent Energie, die neueste Linie verspricht sogar bis zu 63 Prozent Energieeinsparung. Raffiniert daran ist, dass das System ganz ohne Strom etc. auskommt. Vorstellen kann man sich den Vorgang etwa so: Das abfließende warme Wasser wird über die Kaltwasser-Rohre geleitet. Im Regelfall mischt man kaltes und heißes Wasser, damit das Duschwasser die richtige Temperatur erreicht. Da das kalte Wasser aber bereits im Zulauf durch das bereits verbrauchte Warmwasser aufgeheizt wird, verbraucht ihr bei eurem täglichen Duschvergnügen weniger heißes Wasser. Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch energiesparend. Clever, oder?

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Das junge Unternehmen Joulia aus der Schweiz hilft, beim täglichen Duschen Energie zu sparen. (Foto: Joulia SA)

Duschkraft – Badezimmer, nicht Dampfbad

Wer morgens nach dem Duschen vor den Spiegel tritt, sieht in der Regel immer dasselbe: nichts. Durch den warmen Wasserdampf beschlägt der Spiegel nämlich – ein klares Zeichen dafür, dass es im Badezimmer sehr feucht ist.

Und dann wird ganz schnell klar, dass dieser beschlagene Spiegel […] das geringste Problem ist […]. Weil wenn diese Feuchtigkeit nicht abgeführt wird, kommt es [..] zur Bildung von Schimmel. Und der Schimmel ist gesundheitsgefährdend.
– Stefan Goletzke, Co-Founder Duschkraft GmbH, bei Das Ding des Jahres

Der “Duschkraft Home” bekämpft dieses Problem bereits bei der Entstehung. Schon während des Duschens wird die feuchte Luft in der Duschkabine abgesaugt und über die Kaltwasserleitung geführt. Hierdurch kühlt der Dampf ab und kondensiert. Anschließend wird die eingesaugte Luft über die Warmwasserleitung wieder zurückgeleitet. Durch diesen Schritt erhitzt sich die Luft und wird somit angenehm warm und trocken wieder in die Duschkabine abgegeben.

Ein angenehmer Nebeneffekt: Ähnlich wie bei Joulia werden hier bestehende Leitungen verwendet. Und auch hier sorgt die Wärmeenergie des Dampfes dafür, dass sich das Wasser in der Kaltwasserleitung bereits ein wenig aufwärmt. So hilft auch Duschkraft beim Energiesparen.

Valiryo – After-Shower-Wellness

Raus aus der Dusche, rein ins Handtuch. Einmal kurz abrubbeln, eventuell noch die Haare föhnen und fertig. Aber warum eigentlich nur die Haare föhnen und nicht gleich den ganzen Körper? Beim Abtrocknen mit dem Handtuch übersieht man schnell die ein oder andere nasse Stelle – ihr kennt bestimmt das unangenehme Gefühl, mit nassem Rücken in ein T-Shirt zu schlüpfen. Dieses Gefühl habt ihr nicht mehr, wenn ihr den Valiryo Body Dryer verwendet. Außerdem könnt ihr euch endlich von eurem tagealten, noch ein bisschen feuchten Handtuch verabschieden.

Was zunächst vielleicht nach ziemlichem Luxus klingt, hat tatsächlich einige überzeugende Vorteile. Das Lufttrocknen ist beispielsweise deutlich hautschonender als das Benutzen eines Handtuchs. Hattet ihr schon einmal einen starken Sonnenbrand? Stellt euch nur mal vor, euch dann mit einem kratzigen Handtuch abzutrocknen. Vergleichbare Probleme können zum Beispiel für Personen mit Hautkrankheiten aufkommen. Auch älteren Menschen und Personen mit Behinderungen kann der Body Dryer eine große Hilfe im Alltag sein.

Außerdem, sind wir doch ehrlich, gibt es kaum ein schöneres Gefühl, als sich eine warme Briese um die Nase wehen zu lassen. Nicht umsonst finden sich die Valiryo-Apparaturen in verschiedenen Luxus Hotels und Spas.

Einrichtung für euer Badezimmer

Badezimmer ist nicht gleich Badezimmer. Der Ort, an dem man morgens mit der Aufwach-Dusche den Tag beginnt und abends mit dem Zähneputzen den Tag wieder beendet, sollte schon mehr sein als vier gekachelte Wände, ein Waschbecken und ein Duschkopf. Es sollte ein Raum sein, in dem man sich wohlfühlen kann.

Sandhelden – Waschbecken aus dem 3D-Drucker

Für den individuellen Touch im eigenen Badezimmer sorgen Waschbecken des Start-ups Sandhelden. Diese werden, wie der Name des Unternehmens nahelegt, aus Sand hergestellt. Gedruckt, um genau zu sein. Alle angebotenen Produkte stammen nämlich aus dem 3D-Drucker.

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Echte Hingucker: Individualisierbare Sand-Waschbecken aus dem 3D-Drucker. (Screenshot: Sandhelden)

Über den Konfigurator könnt ihr auf der Sandhelden-Website euer Traumwaschbecken zusammenstellen. Veränderbar sind beispielsweise Farbe, Form, Design und Größe. Sobald ihr euer Waschbecken zusammengestellt habt, wird dieses aus Sand und einem speziellen Klebstoff im 3D-Drucker realisiert. Anschließend werden etwaige Sandrückstände manuell entfernt, bevor das Becken seinen Anstrich erhält und schließlich beschichtet wird. Diese Beschichtung sorgt dafür, dass das Becken kratzfest und UV-beständig ist und nicht durch Seife oder Putzmittel beschädigt wird.

Banovo – Badsanierung im Handumdrehen

Wer es eine Nummer größer angehen lassen will und vorhat, gleich das ganze Badezimmer neu zu gestalten, wird vielleicht bei Banovo fündig.

In Abstimmung mit dem Interessenten wird vorab ein 3D-Modell des Wunschbadezimmers erstellt. Wenn dieses den Vorstellungen des Kunden entspricht, werden die genauen Daten noch einmal bei einem persönlichen Besuch in eurem Zuhause nachgeprüft – schließlich müssen um Beispiel die genauen Abmessungen auch hundertprozentig richtig sein, damit die Arbeit reibungslos ablaufen kann.

Ein großer Vorteil von Banovo ist, dass ihr vorab einen Festpreis vereinbart. So kommen keine versteckten Kosten auf euch zu, vorausgesetzt, dass keine unvorhersehbaren Probleme auftauchen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Start-up eng mit verschiedenen Handwerksbetrieben zusammenarbeitet. Hierdurch ergeben sich für euch einerseits niedrigere Preise, andererseits sinken die Wartezeiten – und die können im Regelfall ganz schön lange sein. Das spart also Zeit, Geld und Nerven.