Unternehmenssoftware: Darauf setzen die Top 50 Start-ups



CRM-System, Buchhaltungsprogramm, Zeiterfassung – digitale Tools sind heutzutage Standard im Unternehmensalltag. Schließlich sparen sie Zeit, nehmen lästige Arbeit ab und bringen mehr Struktur bzw. Effizienz in die Abläufe. Auch aus den Top 50 Start-up des Jahres 2018 sind die digitalen Helfer nicht mehr wegzudenken. Wir haben nachgefragt, auf welche Software die Unternehmen setzen und wie sie hierbei ihre Auswahl treffen.

  • Wer sind die Top 50 Start-ups des Jahres 2018? Welche Innovationen haben sie hervorgebracht? Und mit welchen Herausforderungen haben sie zu kämpfen? Mehr dazu erfahrt ihr in unserer kostenfreien Publikation.
Software
Welche Unternehmenssoftware nutzen die Top 50 Start-ups des Jahres 2018? Wir haben nachgefragt. (Bild: Piktochart)

Die Top 50 Start-ups des Jahres 2018, die Recitfga-bsl.info im Januar anhand einer Studie ermittelte, sind innovative Vorreiter in Deutschland. Umso spannender ist es auch für andere Gründer zu sehen, welche digitalen Tools ihnen zum Erfolg verhelfen. In einer Umfrage unter den Top 50 Start-ups wollten wir das herausfinden.

Die drei Top-Nennungen in Sachen genutzter Unternehmenssoftware waren:

  1. mit 80% Aufgabenverwaltungen (z.B. Trello)
  2. mit 68% Collaboration-Tools (z.B. Slack) und
  3. mit jeweils 62% CRM-Systeme oder andere Vertriebstools sowie Buchhaltungstools.

Neben den Top 3 der genannten Programme ist aber auch Software für das Projektmanagement (56%) beliebt. Die Top 50 Start-ups setzen folglich auf Tools, die die Zusammenarbeit untereinander erleichtern, Struktur in die Arbeitsabläufe bringen, Überblick schaffen und die eher unangenehmeren Dinge des Unternehmerseins, etwa die Buchhaltung, abnehmen.

Das sagte uns auch Daniel Schosser, Co-Founder von Crashtest Security, einem High-Tech-Start-up aus München, das eine automatisierte Schwachstellenanalyse für den kontinuierlichen Schutz gegen Cyberkriminalität bietet.

Die zwei größten Vorteile für uns sind Zeitersparnis sowie Nachvollziehbarkeit durch geregelte Prozesse.

Dabei kann das Top 50 Start-up insbesondere die All-in-One-Plattform für Inbound-Marketing Hubspot sowie das Softwareentwicklungs- und Kollaborationstool Atlassian Suite (Jira, Bitbucket, Confluence) und die Google Cloud Platform empfehlen.

Crashtest Security
Das Gründerteam von Crashtest Security mit Daniel Schosser (3.v.l.) (Bild: Crashtest Security)

Auch Rolf-Dieter Lafrenz, CEO des Hamburger Mobilität-Start-ups Cargonexx, dem ersten digitalen Spediteur, der Datenintelligenz zur Optimierung der Kapazitäten im LKW-Fernverkehr einsetzt, hebt den Faktor Zeit hervor:

Der größte Vorteil ist die Zeitersparnis, die uns durch die Automatisierung von Abläufen entsteht. Weiterhin gewinnen wir durch professionelle Software mehr Struktur und Transparenz in unserer Organisation.

Das Top 50 Start-up des Jahres 2018 setzt insbesondere auf:

  • die Kollaborationssoftware Confluence/Gira,
  • das Bewerbermanagement-Tool Prescreen,
  • HeavenHR für die Personalverwaltung,
  • das Projektmanagement-Tool Freedcamp,
  • die cloudbasierte Call Center Software AirCall
  • und Revisio für die steuerlichen Angelegenheiten.

Software: auf die richtige Auswahl kommt es an

Doch wieso haben die Start-ups genau diese Tools ausgewählt? Wie findet man überhaupt eine passende Software? Rolf-Dieter Lafrenz sagte uns:

Wir versuchen immer, uns einen Marktüberblick über mögliche Software-Programme zu verschaffen. Anschließend wählen wir einen engen Kreis an Optionen aus. Referenzen und Empfehlungen spielen bei der Auswahl eine Rolle, allerdings auch die Funktionalitäten, Schnittstellen etc. Anschließend testen wir die enge Auswahl im Praxisbetrieb. Danach entscheiden wir uns.

Cargonexx
Rolf-Dieter Lafrenz ist der CEO von Cargonexx (Bild: Cargonexx)

Bei Crashtest Security spielen außerdem die bisherigen Erfahrungen eine Rolle:

Bei uns sind die Entscheidungen teilweise auf bisherigen Erfahrungen basierend gefallen (Atlassian), teilweise aber auch durch Testversionen sowie ausprobieren und vergleichen nach dem besten Fit für uns sowie nach dem Preis-Leistungsverhältnis (Hubspot, Google Cloud Platform).  

Wer also noch nach der passenden Software sucht, der sollte sich Empfehlungen einholen, Demoversionen testen, Preise und Leistungen vergleichen – und zu guter Letzt ein bisschen auf sein Gefühl achten. Schließlich ist die Usability am Ende mit ausschlaggebend dafür, ob die Software rege genutzt wird und somit einen Mehrwert bringt oder nicht.

Weniger genutzt – und doch hilfreich?

Neben den beliebteren Programmen stachen in unserer Umfrage einige Tools heraus, die – teilweise überraschend – sehr wenig zum Einsatz kommen. So beispielsweise die E-Mail-Marketing-Automation (32%) oder die Arbeitszeiterfassung (30%). Vergleichsweise wenig werden auch Lösungen aus dem Bereich Business Intelligence genutzt – nur eines von zehn Start-ups macht davon Gebrauch. Chatbots finden ähnlich geringen Anklang. Kaum Erwähnung fanden beispielsweise das ERP-System oder Tools zur Reisekostenabrechnung.

Noch nicht in allen Bereichen scheint die Digitalisierung also gleichermaßen Einzug gefunden zu haben. So machen 44 der Start-ups (also fast 90%) eine kontinuierliche Finanzplanung – allerdings keineswegs mit einer Software, sondern ganz klassisch: Alle 44 Start-ups setzen entweder auf eine Excel-Vorlage oder haben ein eigenes Excel-Modell entwickelt.

Wer ebenfalls noch auf das fehleranfällige Format Excel setzt und seine Finanzplanung in sichere Hände geben will, für den haben wir zum Abschluss noch einen Tool-Tipp in eigener Sache: Zeit sparen und Fehler vermeiden könnt ihr mit unserer digitalen Gründerplattform Unternehmerheld. Neben dem Finanzplan steckt noch mehr Heldenhaftes in diesem Tool: Businessplan online schreiben, Buchhaltung und vieles mehr – probiert es einfach aus. Unternehmerheld werden ist kostenfrei!

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