35.000 € Startgeld für Hochschulgründer – der erste Schritt zum Unicorn?



2019 wurde das 2.000 vergeben. Bereits seit über 10 Jahren unterstützt das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) damit technologieorientierte und wissensbasierte Gründungen in der Startphase. Auch zahlreiche Top 50 Start-ups haben bereits davon profitiert.

Wie sieht das digitale Labor der Zukunft aus? Inveox hat darauf eine Antwort: mehr Effizienz, höhere Sicherheit, weniger Fehler. Im Bereich der Krebsdiagnose schafft das bayrische Start-up hierfür durch Automatisierung Lösungen. Eine Innovation, die wirtschaftlich starke Erfolgsaussichten liefert. 2017 schaffte es das Jungunternehmen damit auf Platz 1 des Rankings der Top 50 Start-ups des Jahres.

Auf Platz 3 war zu finden. Das junge Unternehmen aus Jena hat einen Desinfektionsschutz geschaffen, der durch einen Farbstoff kurzfristig sichtbar wird. Insbesondere das Personal in Kliniken und Arztpraxen kann sich so bewusster vor Krankheitserregern schützen. Die Todesfälle aufgrund dieser Ursache werden auf 30.000 pro Jahr in Deutschland geschätzt – der Bedarf liegt also auf der Hand.

Technologieorientierte und wissensbasierte Ausgründungen aus Universitäten sind ein großer Innovationsmotor für Deutschland. Und genau diesen will das EXIST-Gründerstipendium antreiben. So verwundert es auch nicht, dass 64 Prozent der Top 50 Start-ups des Jahres 2018 finanzielle Zuschüsse von diesem Programm oder dem EXIST-Forschungstransfer, der forschungsbasierte Vorhaben mit risikoreichen Entwicklungsarbeiten unterstützt, Gebrauch gemacht haben. Robert Hellmundt, CEO von Heyfair sagte uns:

EXIST ermöglicht, Ideen zu verwirklichen. Für uns war das Programm Gold wert.

Celonis Exist
Martin Klenk, Bastian Nominacher und Alexander Rinke sind die Gründer von Celonis (Foto: Julian Baumann / Celonis)

Dass das Programm langfristig wirklich große Früchte tragen kann, zeigt auch das Erfolgsbeispiel von . 2016 befand sich das Software-Start-up im Ranking der Top 50 Start-ups. In den ersten vier Jahren erzielte das Unternehmen ein Wachstum von 4.000 Prozent. Im Juni 2018 wurde Celonis nach einer Series-B-Finanzierung von 50 Millionen US Dollar und einer Bewertung mit mehr als einer Milliarde Euro in die Liga der „Einhörner“ aufgenommen. Bastian Nominacher, einer der drei Gründer, sagte gegenüber Recitfga-bsl.info: „Die Finanzierungsrunde und die Erreichung des Unicorn-Status war für uns natürlich eine großartige Bestätigung unserer bisherigen Arbeit und des Potentials unserer Technologie.“ Und weiter:

Die Finanzierung ist dabei wie eine Art Turbobooster für uns: Wir sind weiterhin profitabel, gleichzeitig versetzt uns das Investment in die Lage, noch mehr in das Wachstum und das Produkt zu investieren. So stehen 2019 die Zeichen ganz auf Expansion und Innovation.

Doch nicht nur bei den Gründern selbst ist das EXIST-Programm beliebt. Auch die neue Förderinitiative für Hochschulen „EXIST-Potentiale“ findet sehr großen Anklang. 196 Anträge von Universitäten für die sogenannte Konzeptphase sind eingegangen. In dieser Phase sollen die Hochschulen ein Konzept entwickeln, das für die Verbesserung der Aktivitäten und Angebote für Start-ups sorgt. Im März wird sich entscheiden, wer die Bewilligung erhält. Ende August können dann die Anträge für die Förderung der Umsetzung eingereicht werden. In einer heißt es dazu:

Es beteiligen sich deutlich mehr Hochschulen an der neuen Runde des Wettbewerbs als zunächst erwartet. Damit ist das Ziel einer breiten Mobilisierung für das Thema Start-ups aus der Wissenschaft und einer Stärkung der lokalen Gründungskultur an den Hochschulen schon erreicht worden.

Wie ihr von EXIST profitieren könnt

 

EXIST Infografik 2019
Grafik: Piktochart

Ihr habt eine wissensbasierte oder technologieorientierte Geschäftsidee? Dann könnt auch ihr über eure zuständige Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung eine Bewerbung für das EXIST-Gründerstipendium einreichen. Für ein Jahr lang erhaltet ihr im Falle einer Bewilligung monatlich einen Zuschuss zur Sicherung eurer Lebenshaltungskosten in Form von:

  • 1.000 € für Studierende
  • 2.500 € für Absolventen und
  • 3.000 € für Promovierte.

Zudem können im Team bis zu 35.000 Euro für Sachausgaben und Coachings beantragt werden.

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