Trotz ihrer Unterschiede: Diese Geschäftsideen haben Erfolg



Beim KfW Award Gründen werden jährlich die besten und innovativsten Start-ups aus ganz Deutschland ausgezeichnet. Aber wer sind die Gewinner und welche Motivation steckt eigentlich hinter den Ideen? Wir stellen euch drei prämierte Geschäftsideen vor. Außerdem erfahrt ihr in den KfW-Stories, welche drei innovative IT-Sicherheitsdienstleister Hackerangriffen etwas entgegensetzen. [Sponsored Post]

Ackerdemia: Gesunde Lebensmittel für unsere Kinder

Das Gründerteam des Social Start-ups Ackerdemia, bestehend aus Dr. Christoph Schmitz, Ulrike Päffgen und Julia Krebs, hat es sich zum Ziel gesetzt, Kinder bereits früh für die Themen Ernährung, Lebensmittelanbau und -verschwendung zu sensibilisieren. Dafür wurde das Unternehmen mit dem Sonderpreis Social Entrepreneurship beim KfW Award Gründen 2018 ausgezeichnet.

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Mit Ackerdemia sollen Kinder den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmittel lernen. (Foto: Thorsten Futh/ KfW)

Ackerdemia führt gemeinsam mit Schulen und Kindergärten Ackerbauprojekte durch.

Das Projekt lässt sich in unterschiedliche Unterrichtsfächer einbauen, angefangen bei Biologie über Mathematik, beispielsweise beim Berechnen des zu erwartenden Ertrags, bis hin zu Religion oder Kunst. Damit fährt das Unternehmen gut; es ist mittlerweile an über 200 Schulen und rund 80 Kindergärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv.

  • Wie werden die Projekte bezahlt und gibt es messbare Erfolge? Das und mehr erfahrt ihr in diesem Porträt.

Die Brotpuristen: Bäckerei mal anders

“Back to the Roots” ist auch ein leitendes Motiv bei den Brotpuristen. Gründer Sebastian Däuwel stellt sich quer zum Trend in Bäckereibetrieben, und das in mehr als einer Weise. Der gesamte Backvorgang und alles was dazu gehört wird entschleunigt, Teig und Brot durchlaufen ihren natürlichen Prozess und werden nicht etwa durch künstliche Zusätze möglichst schnell abgefertigt. In Däuwels Brot kommt nur, was auch tatsächlich hinein muss.

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Geringe Auswahl, Entschleunigung bei der Produktion: Die Brotpuristen machen absichtlich das, was viele kleine Bäckereibetriebe das Leben kostete – und sind damit erfolgreich. (Foto: Thorsten Futh/ KfW)

Dabei ist Däuwel selbst kein Bäckermeister. Das ist eigentlich eine Voraussetzung für die Eröffnung eines Backbetriebs – Däuwel konnte dies dank einer Sondergenehmigung umgehen. Und ist damit sehr erfolgreich, wie die lange Schlange von Kunden, die teils aus über 30 Kilometern Entfernung anreisen, um sich hier mit Brot einzudecken, eindeutig zeigt.

  • Mehr über das Erfolgsrezept der Brotpuristen und wie alles losging lest ihr in diesem Beitrag.

Schuhe24: 60 Mio. Euro Umsatz nach 5 Jahren

Als Bundessieger beim KfW Award Gründen 2018 fungiert Schuhe24 als Aushängeschild der deutschen Start-up-Szene. Geschäftsführer Dr. Dominik Benner, der mit Schuhen eigentlich relativ wenig am Hut hatte, übernahm 2012 nach dem Tod seines Vaters das Familiengeschäft Schuh-Benner. Das läuft mittlerweile aber eigentlich mehr nebenbei – wenngleich durchaus erfolgreich.

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Überzeugte die Jury beim KfW Award Gründen 2018: Bundessieger Dominik Benner von Schuhe24. (Foto: Heinrich Völkel/Ostkreuz)

Das Hauptaugenmerk Benners liegt nämlich auf der Online-Schuhplattform Schuhe24. Das Unternehmen ist nach Benner bereits profitabel und konnte 2018 einen Umsatz von 50-60 Millionen Euro verzeichnen. Dieser soll sich in den kommenden beiden Jahren jedoch erheblich steigern, auf satte 100 Millionen Euro. Außerdem steht eine Expansion in ausländische Märkte bevor und Benner möchte neben Schuhen auch weitere Bekleidungsstücke ins Angebot aufnehmen. Idealerweise soll langfristig jede Form der Bekleidung bedient werden.

  • Mehr Informationen zu Schuhe24 findet ihr in dieser KfW-Story.

Cybersecurity: Hackerangriffen etwas entgegen setzen

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Cybersecurity wird mit der fortschreitenden Digitalisierung zu einer immer größeren Herausforderung. (Foto: Karsten Lemm/ KfW)

Die fortschreitende Digitalisierung, egal ob in der Bäckerei, im Schuhgeschäft oder anderswo, hat auch seine Schattenseiten – namentlich Cyberkriminalität. Nicht erst seit Ende letzten Jahres, seit dem zahlreiche sensible Daten von Personen des öffentlichen Lebens unter dem Pseudonym 0brit veröffentlicht wurden, wird Cyberkriminalität als ernstzunehmendes Problem wahrgenommen.

  • Welche Ausmaße das Problem tatsächlich hat und wie Start-ups dagegen vorgehen, erfahrt ihr auch in dieser KfW-Story.

Nach Angaben von Bitkom kosten Cyberangriffe die deutsche Wirtschaft jährlich 55 Milliarden Euro. Deshalb suchen Wirtschaft und Politik dringend nach Lösungen auf diesem Gebiet – und schauen dabei auch auf diese vielversprechenden Start-ups, die von der KfW gefördert werden.

  1. VMRay: Die Software des Start-ups untersucht eingehende Dateien und leitet Verdachtsobjekte auf ein Sandbox-System um. In der Sandbox kann die verdächtige Datei dann auf Herz und Nieren überprüft und getestet werden. Tatsächlichen Schaden kann sie auf diese Weise nicht anrichten.
  2. RIPS Technologies: Dieses Start-up versteht sich als eine Art “spezialisierter Übersetzer”. Die Software des Unternehmens analysiert den Code von Websites und prüft diesen auf eventuelle Schwachstellen und Angriffspunkte. So verhindert das Unternehmen beispielsweise den Klau von Kreditkarteninformationen oder die Manipulation von Kundendaten.
  3. Rhebo: Rhebo konzentriert sich in erster Linie auf vernetzte Industrieanlagen. Mithilfe einer eigenen Software prüft das Start-up Kommunikationsdaten innerhalb eines solchen Netzwerks und guckt dabei auf etwaige Unregelmäßigkeiten, die es dann dem jeweiligen Betreiber meldet.