CEBIT-Aus nach über drei Jahrzehnten: Was bedeutet das für Gründer?



Die einstmals größte Computermesse der Welt CEBIT wirft nach über 30 Jahren das Handtuch. Die Veranstaltung, die zu ihren besten Zeiten mehr als 800.000 Besucher anlockte, findet schon im kommenden Jahr nicht mehr statt. Im Zuge der CEBIT wurden auch Start-up Awards vergeben. Was also bedeutet das Aus der Veranstaltung für techniknahe Start-ups?

Seit mehreren Jahren sieht sich die CEBIT mit rückläufigen Besucherzahlen und Flächenbuchungen konfrontiert. Dem wollte der Ausrichter mit einem neuen Dreierkonzept, einer Kombination aus Messe, Konferenz und Festival, entgegenwirken. Allerdings brachte auch diese Maßnahme keinen frischen Wind in die Segel. Die CEBIT büßte auch 2018 wieder massiv an Besuchern ein, es kamen nur , also rund 80.000 weniger als im Vorjahr.

CEBIT-Aus: Was bedeutet das für Gründer?

Auf der CEBIT wurden nicht nur Innovationen und Projekte aus aller Welt vorgestellt, in diesem Jahr wurden auch die vier besten 2018 (vom BMWi) ausgezeichnet. Eine gute Gelegenheit also, sich vor einem Fachpublikum zu präsentieren und mediale Aufmerksamkeit zu erhalten. Des Weiteren wurden in Hannover die (vom BMBF und der DMAG) verliehen, 2018 ging der erste Preis an Airpark aus Braunschweig.

CEBIT
Seit Jahren hatte die CEBIT mit schwindenden Besucherzahlen zu kämpfen. (Foto: Deutsche Messe AG)

Da die Auszeichnungen zwar auf der Veranstaltung, jedoch von unabhängigen beziehungsweise übergeordneten Instanzen vergeben wurden, darf davon ausgegangen werden, dass das CEBIT-Aus nicht generell mit einer Absage derartiger Awards gleichzusetzen ist. Auch die Themen der Veranstaltung selbst werden nicht vollständig aufgegeben. Industrienahe Digitalthemen sollen im Zuge der Hannover Messe weitergeführt werden, für andere Themen würden gegebenenfalls inhaltlich spezifisch ausgerichtete Fachveranstaltungen eingeführt, die sich „gezielt an Entscheider ausgewählter Branchen richten“, ließ Unternehmenssprecher Onuora Ogbukagu verlauten.

Inhaltlich haben Gründer also zunächst keine direkten Konsequenzen zu befürchten. Zwar wird es künftig keine so breit gefächerte Veranstaltung als Ersatz geben, dafür jedoch voraussichtlich nischenspezifischere Ersatztermine. Dies dürfte für die Präsentation einer Geschäftsidee und dem Austausch mit relevanten Fachvertretern der jeweiligen Branche sogar zugute kommen. In Bezug auf die Awards herrscht momentan jedoch noch Unklarheit. Auf Anfrage wurde uns jedoch mitgeteilt, dass zumindest der Innovation Award auch 2019 „in einem geeigneten Rahmen“ verliehen wird.

  • Weiterführende Informationen zu Gründerwettbewerben findet ihr auch hier. Außerdem könnt ihr euch auf unserem Eventkalender nach Veranstaltungsalternativen zur CEBIT umgucken. Nützliche Hinweise und Tipps findet ihr auch auf unserem Portal Recitfga-bsl.info.