Das gehört in den Anhang eures Businessplans



Der Businessplan per se bildet die Grundlage für jede Geschäftsidee und ist quasi das Aushängeschild für Gründer. Doch nicht zu vernachlässigen ist auch der Anhang des Businessplans, in den weiterführende Informationen gehören, die die Analysen und Aussagen des Businessplans unterstreichen. Man kann den Anhang des Businessplans mit einem köstlichen Dessert vergleichen, das ein Menü perfekt abrundet.

Nur wichtige Inhalte in den Anhang des Businessplans

Um euch am Schluss noch einmal von der besten Seite zu zeigen, solltet ihr euch im Anhang des Businessplans wirklich nur auf das Wesentliche beschränken. Zusätzliche Details, für die im Hauptteil der Platz fehlt, gehören nicht in den Anhang.

Anhang des Businessplans
Im Anhang eures Businessplans habt ihr nochmals die Chance, euch positiv hervorzuheben. (Foto: piktochart)

Nutzt die Chance und fokussiert euch auf die Vorteile eurer Gründungsidee anhand von Aussagen von unabhängigen Dritten wie Empfehlungsschreiben oder positiver Presse. Auch eine Marktanalyse zur Branche, dem Produkt oder eurer Dienstleistung hat an dieser Stelle ihre Berechtigung. Ebenso können ein ausführlicher Lebenslauf der Gründungsmitglieder oder des Managements sowie die Kopie einer Absichtserklärung von Kunden und Kooperationspartnern den Businessplan unterstützen. Sofern schon Jahresabschlüsse vorhanden sind, sollten diese unbedingt im Anhang zu finden sein.

No-Go Patentschriften und Umfang des Anhangs

Unbedingt vermeiden solltet ihr eure vollständigen Patentschriften. Es reicht hier völlig aus, im passenden Kontext auf die wichtigsten Punkte einzugehen. Ein potenzieller Venture Capitalist wird im Anschluss ohnehin nach diesen Dokumenten fragen, die ihr dann natürlich parat haben solltet. Eine konkrete Vorgabe zum Umfang des Anhangs gibt es nicht.

Als Faustregel gilt jedoch: Der Anhang darf nicht länger als der Businessplan sein.

Achtet bei der Auswahl eurer Dokumente darauf, inwiefern sie zu eurem Start-up passen und eure Gründungsidee positiv unterstützen.

Um den Überblick zu behalten, haben wir euch eine Checkliste zusammengestellt:

  • Lebensläufe der Gründungsmitglieder (maximal zwei Seiten)
  • Marktstudien
  • Pressebericht zum Markt, zum Produkt oder zur Dienstleistung
  • Jahresabschlüsse, aktuelle Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) für das letzte Quartal
  • Exemplarisch Deckungsbeitragsrechnungen pro Produkt oder Markt, Kostenrechnung über fixe und variable Kosten
  • Werbebroschüren und Produktfotos
  • Technische Zeichnungen, Datenerhebungen, etwa zu klinischen Studien
  • Gutachten, etwa zum freedom-to-operate bezüglich des eigenen Patents
  • Verträge, Absichtserklärungen von Kooperationspartnern

Diese Checkliste dient euch zur Orientierung, nicht als verpflichtende Abarbeitung. Gegebenenfalls stehen nicht alle Dokumententypen zur Verfügung oder sind im Speziellen für eure Geschäftsidee von entscheidender Bedeutung. Letztendlich kommt es darauf an, die Dokumente in den Anhang des Businessplans mitaufzunehmen, die weitere wichtige Informationen für den Investor oder den Leser beinhalten.

Hintergrund zum Gastbeitrag

Der bundesweit größte branchenspezifische Businessplan-Wettbewerb „Science4Life Venture Cup“ bietet Gründern aus den Bereichen Life Sciences, Chemie und Energie beste Voraussetzungen für den professionellen Start ihres Unternehmens. Die Gründerinitiative Science4Life unterstützt die Teilnehmer auf ihrem Weg von der Idee über das Geschäftskonzept bis hin zum Businessplan.

Dabei profitieren die Gründerteams vom umfangreichen Science4Life-Netzwerk, dem Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten, ehemaligen Gründern und Industrieexperten sowie umfassendem Feedback und Beratung durch Branchenexperten. Die Teilnahme ist kostenlos. Zu gewinnen gibt es individuelle Coachings und Preisgelder in Höhe von insgesamt 82.000 Euro. Weitere Informationen findet Ihr unter .

  • Save the Date: Der Einsendeschluss für die nächste Phase ist der 18. Januar 2019.