Insolvenz vermeiden dank Liquiditätsplanung und unseren 4 Tipps



Leider kommt es immer noch viel zu häufig vor: Trotz erfolgreichem Start und guten Umsätzen müssen junge Unternehmen aufgrund von Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anmelden. Mal ist der Auslöser ein großer Auftrag, der vom Kunden viel zu spät bezahlt wird. Oder es sind in den starken Monaten ganz einfach zu geringe Rücklagen für die schwachen Monate gebildet worden. Dabei hätte man die drohende Gefahr meist frühzeitig erkennen und vermeiden können.

20.000 Unternehmensinsolvenzen pro Jahr sind zu viel!

Kann ein Unternehmen seine Rechnungen nicht mehr begleichen beziehungsweise seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen, ist es zahlungsunfähig und muss gemäß Insolvenzordnung den Insolvenzantrag stellen. Im Jahr 2017 passierte genau das bei 20.000 Unternehmen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Tragisch ist dabei häufig, dass die Insolvenz nicht wegen unzureichender Wirtschaftlichkeit angemeldet werden muss – sondern aufgrund fehlender Liquidität.

Damit euch der schwierige Gang zum Insolvenzgericht erspart bleibt, zeigen wir euch, wie ihr euer Unternehmen auf Kurs haltet. Und was ihr machen könnt, wenn es trotzdem mal eng wird mit der Geld.

Liquiditätsplanung als Grundlage

Nur wer seine Zukunft plant, kann mögliche finanzielle Probleme wie zum Beispiel einen Liquiditätsengpass frühzeitig identifizieren und entsprechend reagieren. Das Herzstück der Planung bildet dabei der Finanzplan, den ihr im Idealfall einmal pro Jahr erstellt und der euch neben der Rentabilität anhand der Liquiditätsrechnung auch aufzeigt, wann es mit eurer Liquidität gegebenenfalls eng werden könnte. Um eine möglichst realistische Finanzplanung zu erstellen, solltet ihr auf folgende Punkte achten:

  • Saisonalität berücksichtigen
    Viele Geschäftsmodelle unterliegen einer gewissen Saisonalität, die in der Liquiditätsplanung berücksichtigt sein sollte. Wenn ihr zum Beispiel feststellt, dass aufgrund des „Sommerlochs“ kurzfristig Kapital benötigt wird, könnt ihr frühzeitig auf einen möglichen Finanzierungspartner zugehen. Einen kurzfristigen Kredit könnt ihr dann nach dem starken Weihnachtsgeschäft wieder zurückzahlen.
  • Rechnungsdatum ≠ Zahlungseingang
    Zwischen Auftragsbestätigung, Rechnungsstellung und Zahlungseingang können je nach Unternehmen mehrere Wochen oder zum Teil auch Monate liegen. Insbesondere kleinere Agenturen haben häufig das Problem, dass sie für ein Projekt mehrere Monate arbeiten, um die Rechnung dann erst nach Abschluss stellen zu können. Nicht selten wird die Rechnung dann vom Kunden auch nicht direkt, sondern erst ein bis zwei Monate später bezahlt. Diese zeitlichen Unterschiede zwischen Arbeitsaufwand und Zahlungseingang wirkt sich zwischenzeitlich negativ auf die Liquidität aus und sollte in der Planung auf jeden Fall berücksichtigt werden.
  • An Steuerzahlungen denken
    Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Soli: Steuerzahlungen werden vor allem von jungen Unternehmen meist komplett vergessen. Oft fehlen auch einfach die Erfahrungswerte. Das kann schnell zu bösen Überraschungen führen. Deshalb raten wir euch, direkt von Anfang an steuerliche Faktoren in eure Liquiditätsplanung einzubeziehen. Euer Steuerberater hilft euch hierbei gerne weiter.

Habt ihr eure Finanzplanung erstellt, steht das Fundament für eine erfolgreiche Unternehmensführung. Doch was, wenn es dann trotzdem mal eng mit der Liquidität wird?

Liquiditätsplanung
Liquidität ist nicht alles, aber ohne Liquidität ist alles nichts: Dank dem Finanzplan habt ihr eure Liquidität stets im Blick und könnt frühzeitig reagieren. (Foto: Recitfga-bsl.info)

4 Tipps für ein besseres Liquiditätsmanagement

Neben dem Finanzplan – dessen Planzahlen ihr im Idealfall regelmäßig mit den Ist-Zahlen abgleicht – gibt es weitere Maßnahmen, wie ihr eurer Cash-Management optimieren könnt. Insbesondere nachfolgende Punkte sind vor allem für Start-ups und Gründer relevant:

  • Rechnung sofort stellen
    So banal sich das anhört: Die Rechnung solltet ihr so schnell wie möglich schreiben und an den Kunden schicken. Bei größeren Projekten vereinbart ihr – sofern möglich – Meilensteinzahlungen, um euer Risiko zu senken und die Liquidität zu schonen.
  • Zahlungsziele überprüfen
    Versucht bei den Lieferanten möglichst lange Zahlungsziele zu vereinbaren. Bei euren Kunden hingegen wäre es gut, wenn diese so schnell wie möglich die Rechnungen begleichen. Zu Beginn könnt ihr euch deshalb überlegen Skonto zu gewähren, um so einen zusätzlichen Anreiz für das zeitnahe Bezahlen der Rechnung zu schaffen. Beharren eure Kunden trotzdem auf lange Zahlungsziele, dann solltet ihr euch über das Thema Factoring informieren.
  • Professionelles Mahnwesen einführen
    Wenn Kunden zu spät zahlen, kann das schnell ernste finanzielle Konsequenzen für ein Unternehmen haben. Umso wichtiger ist es, dass ihr von Anfang an ein professionelles Mahnwesen einführt. Die meisten Online-Buchhaltungssysteme nehmen euch dabei den Großteil der Arbeit ab und helfen euch, säumige Kunden freundlich und rechtzeitig an ihre Rechnung zu erinnern.
  • Finanzierungsmöglichkeiten prüfen
    Wenn ihr zwingend Kapital benötigt, ist es meist schon zu spät. Daher informiert euch frühzeitig über mögliche Finanzierungsquellen und beantragt diese lieber zu früh als zu spät. In der Regel wird für die Prüfung einer Finanzierungsanfrage ein aktueller Finanzplan inklusive der monatlichen Liquiditätsplanung und der jährlichen Rentabilitätsrechnung sowie die Betriebswirtschaftlichen Auswertungen der Vormonate benötigt.

Habt ihr die jährliche Finanzplanung erstellt und unsere vier Tipps berücksichtigt beziehungsweise die Prozesse entsprechend eingeführt, seid ihr optimal für die Zukunft gerüstet. Bleibt noch eine Frage: Wie erstellt man eigentlich einen Finanzplan?

Einen Liquiditätsplan erstellen? Spielend einfach!

Die Erstellung des Finanzplans inklusive des Liquiditätsplans war bis vor Kurzem eine ziemlich komplexe und zeitaufwändige Aufgabe. In der Regel musste eine Excel Vorlage herhalten, die dann mühselig individualisiert wurde und meist sehr fehleranfällig war.

Die bietet jetzt eine Alternative. Völlig digital könnt ihr mit dem Tool spielend einfach einen bankfähigen Finanzplan erstellen. Der Unternehmerheld nimmt euch dabei alle Berechnungen ab und erstellt euch so ganz automatisch die monatliche Liquiditätsplanung sowie die Rentabilitätsrechnung. Mehr über den .

Mit dem Unternehmerheld erstellt ihr schnell und einfach einen Finanzplan. Die monatliche Liquiditätsplanung und die Rentabilitätsrechnung erstellt der Unternehmerheld ganz automatisch. (Foto: Recitfga-bsl.info)

Auf welche Aspekte die Bank besonders in eurem Finanzplan achtet, erfahrt ihr hier. Außerdem geben euch diese Seiten weitere Informationen zu den Themen Finanzplanung, Liquiditätsmanagement sowie Ursachen und Maßnahmen bei Liquiditätsengpässen.

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