Überflieger von über dem Teich: 4 amerikanische Start-up-Hits



Im Bereich der Innovationen will jeder die Nase vorn haben und als „Land der Ideen“ gelten. Bislang scheint jedoch eine Nation klar an der Spitze zu stehen: die USA. Wer nach neuen Trends Ausschau hält, richtet seinen Blick meist erst auf die amerikanische Start-up Szene. Wir stellen euch vier Geschäftsideen vor, die aktuelle Trends von Übersee wiederspiegeln.

Smash.gg: der Vormarsch des E-Sports

Allein in Deutschland spielen laut Statista rund 34 Millionen Menschen Computerspiele. Kein Wunder also, dass der sogenannte E-Sport (elektronischer Sport) immer mehr Zulauf findet. Was früher bestenfalls als vielfach belächelter „Nischensport“ galt, hat sich nicht nur hierzulande bereits fest etabliert. Computerspiele wie League of Legends schaffen es mit ihren Wettkämpfen mittlerweile, ganze Fußballstadien zu füllen. In den USA ist das Ausmaß noch wesentlich größer als in Europa. Das haben auch etablierte Sportvereine wie die NBA-Größen Golden State Warriors, Houston Rockets und Cleveland Cavaliers erkannt und in eigene Teams investiert, die künftig um Preisgelder von bis zu fünf Millionen US-Dollar spielen werden.

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Die E-Sport Szene wächst weltweit rasend schnell. Smash.gg hilft dabei. (Foto: riotgames)

Superstar wird man aber auch in der E-Sport Szene nicht über Nacht. Wer mitmischen will, muss erst auf sich aufmerksam machen. An diesem Punkt hakt ein Start-up aus San Francisco ein. hilft der E-Sport Community eigene Events und Turniere zu veranstalten, indem das Unternehmen den Löwenanteil der organisatorischen Herausforderungen, die beim Ausrichten eines solchen Events anstehen, übernimmt. Auch weiterführende Aufgaben wie beispielsweise der Verkauf von Tickets und Merchandise-Artikeln regelt auf Wunsch das Unternehmen. Mit dieser Geschäftsidee konnte Smash.gg insgesamt 14 Millionen US-Dollar in den Seed- und Series A Finanzierungsrunden sammeln.

Pymetrics: die Revolution des Arbeitsmarktes?

Das amerikanische Start-up hat es sich zum Ziel gemacht, den Einstellungsprozess in Unternehmen zu revolutionieren. Zu einer vollständigen Bewerbung gehören oft mehrseitige Motivationsschreiben, detaillierte Lebensläufe und professionelle Passfotos. Am Ende sagt all das aber relativ wenig darüber aus, ob eine Person tatsächlich in ein Unternehmen passt. Außerdem fließen bei solchen Einstellungsprozessen häufig, wenngleich unbewusst, Vorurteile gegenüber bestimmten Personengruppen in das Urteil mit ein. Das ist nicht nur ungerecht, sondern liegt aus wirtschaftlicher Sicht auch nicht im Interesse der Unternehmen. So zeigen etliche Studien, dass Diversität am Arbeitsplatz die Produktivität und Kreativität aller Beteiligten fördert. Das Interesse an einer praktikablen Lösung scheint groß.

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Ein vorurteilsfreier Einstellungsprozess hilft nicht nur Jobsuchenden, sondern auch Unternehmen.

Das amerikanische Start-up Pymetrics bietet für dieses Problem eine Lösung und konnte dafür satte acht Millionen US-Dollar in der letzten Series A Finanzierungsrunde verbuchen. Die Gründerinnen Frida Polli und Julie Yoo haben einen rein wissenschaftlichen Prozess entworfen, der es Arbeitgebern ermöglicht, mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) die am besten geeigneten Bewerber zu finden. Die Idee ist folgende: Sowohl Mitarbeiter eines Unternehmens, als auch Jobsuchende unterziehen sich einer Reihe speziell entwickelter Denkspiele. Dabei identifiziert die KI bestimmte Qualitäten in einer Person. So werden auf Basis von übereinstimmenden Merkmalen erfolgreicher Mitarbeiter Unternehmensprofile erstellt. Dieses Profil muss nun nur noch mit den ermittelten Qualitäten der Jobsuchenden abgeglichen werden, um das perfekte Match zu finden.

Modsy: die perfekte Einrichtung finden

Die richtigen Möbel zu finden kann manchmal ganz schön kompliziert sein. Was in der Theorie ganz gut zu passen scheint, kann in der Praxis dann ganz anders aussehen als gedacht. Gründerin Shanna Tellerman entwickelte aus diesem Problem ihre Geschäftsidee: einen digitalen Möbelkatalog. Nutzer schicken einfach Fotos des Raumes, den sie neu dekorieren wollen, mit dessen Maßen ein. Auf Grundlage dieser Fotos wird ein 3D-Modell des Raumes erstellt. Nun können die Nutzer aus einer Liste von Produkten kooperierender Möbelhändler diejenigen Produkte auswählen, die sie sich in ihrer Wohnung vorstellen könnten. Gegenstände können nach Belieben in diesem virtuellen Modell platziert werden. So lässt sich die perfekte Einrichtung für jeden Raum ganz individuell zusammenstellen. Und wer beim Dekorieren Hilfe braucht, dem stellt das amerikanische Start-up noch ein Team aus Innendesignern zur Seite.

Diese Geschäftsidee überzeugte auch Investoren. Auf 23 Millionen US-Dollar kam das Start-up allein in der letzten Finanzierungsrunde, insgesamt bereits knapp 34 Millionen.

DeepMap: Navigation für autonome Fahrzeuge

Autonomes Fahren wird oftmals als die bahnbrechende Technologie des 21. Jahrhunderts dargestellt. Fahren soll dadurch sicherer und effizienter werden, sowohl beim Schadstoffausstoß als auch in Sachen Zeitmanagement. Auch Deutschland soll nachziehen, wenn es nach der kürzlich verabschiedeten Hightech-Strategie 2025 geht. Doch bislang hat die Technologie noch zu kämpfen, wie unlängst an mehreren tragischen Unfällen im Zusammenhang mit automatisierten Testfahrten des Konzerns Tesla zu sehen war.

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Karten für automatisierte Fahrzeuge müssen völlig neue Anforderungen erfüllen.

Das amerikanische Start-up arbeitet daran, selbstfahrende Autos trotzdem zeitnah zur Realität werden zu lassen. Eine essenzielle Herausforderung des automatisierten Fahrens ist das Bedürfnis nach extrem präzisen Standortangaben – denn bereits minimale Abweichungen können zu schweren Fehlern führen. Für solch präzise Angaben ist es unerlässlich, über sehr genaue und aktuelle Karten zu verfügen. Diese wiederum müssen ständig auf dem neuesten Stand und auch abrufbar sein. Diesem Projekt haben sich die Gründer Mark Wheeler und James Wu verschrieben. Beide brachten Erfahrung von Projekten für unter anderem Google Earth, Google Maps und Apple Maps mit. DeepMap arbeitet daran, HD-Karten für automatisierte Fahrzeuge zu erzeugen. Dafür sollen jedoch nicht bestehende Karten verwendet, sondern eine von Grund auf neue Karte erstellt werden. Für dieses ambitionierte Unterfangen konnte das erst 2016 gegründete amerikanische Start-up DeepMap bereits gut 92 Millionen US-Dollar an Finanzierungsmitteln gewinnen.

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