Mit Musik Geld verdienen: mit diesen Geschäftsideen kann es klappen



Ob in der Einkaufszeile, im Auto oder beim Joggen – Musik ist scheinbar immer dabei. Dahinter steckt nicht zuletzt eine Menge Kapital. Auf über 1,6 Billionen Euro beliefen sich die Umsätze der deutschen Musikindustrie 2017. Aber nicht nur Musiker und Plattenlabels können mit Musik Geld verdienen. Wir stellen euch vier Geschäftsideen vor, die zeigen, wie das aussehen kann.

Alle großen Musiker, Bands und Labels haben klein angefangen. Der Weg zum Erfolg führt unweigerlich über Bekanntheit. Und die erlangt man am besten durch möglichst viel Präsenz. Aber aufstrebende Musiker werden für ihre Gigs oft nicht gerade fürstlich entlohnt, dazu kommen Kosten für Equipment, gegebenenfalls ein Studio, Fahrtkosten und vieles mehr. Häufig gilt es daher, im Voraus abzuschätzen, ob sich ein Auftritt lohnt.

Die ersten zwei Geschäftsideen, die wir euch vorstellen, drehen sich genau um dieses Problem: Die Lösung soll sein, Musiker, Veranstalter und Fans näher zusammenbringen. Andere Geschäftsmodelle setzen auf Musik als Geldanlage oder die Experimentierfreude von Musikbegeisterten.

Musik
Um mit Musik Geld zu verdienen, braucht man nicht immer selbst auf der Bühne zu stehen.

Stagelink – holt eure Stars in eure Stadt

Das Berliner Start-up zielt darauf ab, zu erkennen, wo und in welchem Umfang eine Musikveranstaltung auf Interesse stößt. Intelligente Algorithmen sollen dabei helfen, die bestehende Nachfrage zu analysieren und Verkaufszahlen für beispielsweise Konzerte zu prognostizieren. Zugleich wird ausgewertet, ob die ergriffenen Marketingmaßnamen erfolgreich sind. So kann die Reichweite gegebenenfalls durch Anpassung der Aktivitäten erhöht werden.

Musikern und Veranstaltern bietet diese Crowdsourcing-Plattform die Möglichkeit, Risiken zu minimieren, besser planen zu können und somit unnötige Kosten zu vermeiden.

Fans profitieren davon, dass sie Wunschorte für ihre Lieblingskünstler angeben können – und diese so unter Umständen in ihre Stadt kommen. Tickets können direkt über Stagelink gekauft werden. Das Ergebnis: eine Win-Win-Win-Situation für Künstler, Veranstalter und Fans. Und nicht zuletzt auch für das Stagelink-Team, das mittlerweile auch international aktiv ist.

Hello Stage – die Plattform für klassische Musik

Der Entrepreneur und frühere CEO und künstlerische Leiter des Wiener Konzerthauses, Bernhard Kerres, schuf 2013 mit eine Online-Community für klassische Musik. Die Plattform verbindet tausende Musikbegeisterte und Musiker – und wird nicht zuletzt deshalb vielfach als das LinkedIn der Klassik-Musikszene bezeichnet.

Neben Neuigkeiten aus der Szene und anderen nützlichen Informationen bietet Hello Stage die Möglichkeit, sich selbst zu präsentieren und so im Idealfall die Aufmerksamkeit künftiger Arbeitgeber und Veranstalter zu erlangen.

Auch in der klassischen Musik sind feste Arbeitsplätze oft Mangelware und sind deshalb regelrecht umkämpft. Dementsprechend ist es für alle, die hier ihren Lebensunterhalt verdienen wollen, umso wichtiger, sich selbst gut darstellen zu können und über Trends sowie gegebenenfalls offene Stellen schnell Bescheid zu wissen.

Vezt – am Lieblingssong mitverdienen

Dank könnt auch ihr von zu Hause aus an der Musik anderer mitverdienen. Und das Beste: dafür braucht ihr keinen Funken musikalischen Talents. Wie das geht? Vezt-User können prozentuale Anteile an den Royaltys bestimmter Songs erwerben und somit am Erfolg ihrer Lieblingskünstler teilhaben. Royaltys sind Einnahmen, die beispielsweise durch die Vergabe von Nutzungsrechten entstehen. Vereinfacht gesagt verdient so zum Beispiel Wham! jedes Mal mit, wenn ‚Last Christmas‘ im Radio gespielt wird. Und einen Teil dieser Einnahmen könnt ihr euch jetzt im Zuge eines sogenannten ISOs (Initial Song Offering) sichern. Bislang können die Anteile allerdings nur über die hauseigene Kryptowährung VZT erstanden werden.

Musik
Über sogenannte ISOs können Anteile an Songs erstanden werden. (Quelle: Vezt)

Auch wenn das Konzept zunächst relativ kompliziert erscheint, die dahinterstehende Idee birgt viel Potenzial: Während Fans ihre Stars direkt unterstützen können und somit näher an sie heranrücken, haben Musiker die Möglichkeit, unabhängiger von großen Musiklabels zu werden. Profitieren können davon – zumindest in der Theorie – alle Beteiligten.

Music Maker JAM – so wird das Smartphone zum Studio

Zum Abschluss möchten wir euch noch eine App vorstellen: .

Mit dieser kostenlosen App lassen sich Loops aus diversen Musikgenres miteinander zu einem eigenen Song kombinieren. Dieser kann anschließend mit dem Rest der Community geteilt werden. Neben den gratis Starterpaketen besteht die Möglichkeit über In-App-Käufe weitere Loops zu erwerben und somit noch mehr Möglichkeiten zu haben, einen individuellen Song zu basteln. Außerdem können Nutzer eigene Akzente setzen, indem sie beispielsweise Vocals selbst aufnehmen. Die Endergebnisse reichen von ‚absolut Hammer!‘ bis ‚okay, wow…‘. Aber Spaß macht die App allemal. Und das Team von JAM, rund um CEO Rory Kenny, geht auch nicht hungrig ins Bett.

Die App ist in Deutschland zwar nicht unbedingt bekannt… dafür geht JAM in den USA ganz schön durch die Decke.