Luxusurlaub dank Vielfliegerprämien – auch ohne viel zu fliegen



Die Sommerferien haben in manchen Bundesländern schon begonnen – in anderen stehen sie vor der Tür. Höchste Zeit also, die Urlaubsplanung endlich abzuschließen. Aber muss es denn wirklich im Billigflieger nach Mallorca gehen, wenn man Geld sparen will? Im Interview mit Jan Wanderer stellen wir euch reisetopia und das Team hinter dem Reiseportal vor. Außerdem erfahrt ihr in dieser Gründerstory, wie auch ihr einen günstigen Luxusurlaub erleben könnt.

Recitfga-bsl.info: Hallo Jan, ihr werbt damit, dass dank euch auch der Otto Normalverbraucher schnell lernen kann, wie man bequeme Flüge und Plätze in Luxushotels günstig ergattert – wie funktioniert das?

Jan von reisetopia: So ungefähr kann man das zusammenfassen! Das beste Beispiel dafür, dass dies eigentlich jeder kann, sind wir. Schon als Studenten konnten wir auf recht angenehme Art und Weise die Welt entdecken.

Der springende Punkt ist dabei nur, dass man sich etwas mit der Thematik auseinandersetzen sollte, damit man die wirklich einzigartigen Reiseerlebnisse genießen kann. Das liegt daran, dass es sich bei den einzelnen Vielflieger- oder Hotelbonusprogrammen um sehr komplexe Konstrukte handelt.

Das ist kein großes Problem, da wir auf reisetopia versuchen, alle Dinge kompakt und verständlich zu erklären, es dauert nur eben eine gewisse Zeit, bis sich das ganze so richtig lohnt.

Im Gegensatz zum klassischen Schnäppchenportal hat man dann vielleicht nicht direkt die Pauschalreise zum unglaublichen Preis gebucht, findet sich aber einige Wochen oder Monate später in der First Class oder in einer privaten Villa mit Blick auf den Ozean wieder!

Recitfga-bsl.info: …wodurch hebt sich reisetopia dabei von anderen Reiseportalen ab?

Jan von reisetopia: Die Frage schließt eigentlich ganz gut an die vorherige an. Prinzipiell sind es zwei Dinge, die uns von anderen Portalen unterscheiden: Zum einen sind wir eben kein klassisches Deal-Portal, welches ausschließlich günstige Reisen anbietet, sondern wir verfolgen einen eher langfristigen Ansatz.

Wir möchten unsere Leser gewissermaßen informieren und „unterrichten“, wie das Reisen mit Meilen und Punkten verbessert werden kann.

Dabei versuchen wir, unsere Themen im Detail zu behandeln und wirklich in die Tiefe zu gehen.

Der zweite Punkt, der uns ganz klar von anderen unterscheidet: Alles, was wir beschreiben und vorstellen, machen wir auch selbst. Wir testen jedes Jahr zahlreiche Airlines, dutzende Hotels und Lounges und wenden die von uns gezeigten Tricks auch für unsere eigenen Reisen an. So schaffen wir es, dem Leser auch wirklich praktisch zu zeigen, wie das „bessere Reisen nach dem reisetopia Prinzip“ – wie wir es gerne nennen – funktioniert. Denn, wenn wir das können, dann kann das jeder andere auch.

Recitfga-bsl.info: Woher die Leidenschaft für das Thema kommt, können wir uns denken – aber wie und wann kam es zu dem Entschluss, tatsächlich daraus ein Unternehmen zu machen?

Jan von reisetopia: Die richtige Entscheidung, jetzt als Start-up Unternehmer zu starten, gab es eigentlich nicht direkt. Wir alle sind schon seit Jahren echte „Reise-Nerds“, sodass früher oder später auch Fragen von Bekannten und Freunden nicht ausblieben, die wissen wollten, wie das ganze eigentlich funktioniert. So entschlossen wir uns, unsere Tipps einfach als Blog zu veröffentlichen.

Wir haben dann relativ schnell gemerkt, dass das Ganze gut funktioniert und haben die Entscheidung getroffen, daraus ein “echtes” unternehmerisches Projekt zu machen. Dabei kam sicher auch nicht ungelegen, dass wir uns alle als unternehmerisch orientiert beschreiben würden. Als wir bemerkten, dass reisetopia mehr als ein Hobby-Blog sein kann, stand die Entscheidung bei uns allen relativ schnell fest, das ganze so weit wie möglich zu bringen.

Recitfga-bsl.info: Bist du schon früher in deiner Laufbahn in Kontakt mit Start-ups gekommen?

Jan von reisetopia: Direkt in Kontakt gekommen würde ich nicht sagen. Wie schon erwähnt bin ich, genau wie meine Mitgründer, schon immer an dem Thema interessiert gewesen und bin auch regelmäßiger Leser auf diversen Gründerportalen. Trotzdem waren wir selbst bisher noch nicht an einem Start-up beteiligt oder haben in einem gearbeitet, was sicherlich auch unserem Alter geschuldet ist. Somit würde ich mich und meine Mitgründer nicht als typische Start-upper bezeichnen, eine Tendenz zu diesem Bereich ist aber sicherlich bei uns allen vorhanden.

Recitfga-bsl.info: Stelle unseren Lesern doch kurz deine Co-Founder und eure Backgrounds vor.

Jan von reisetopia: Los ging das Projekt reisetopia eigentlich mit Moritz und Severin. Moritz ist 24 Jahre alt, hat gerade erst sein Master-Studium beendet und parallel bereits Erfahrungen in Online-Redaktionen sammeln können, sodass er auch den Bereich Content leitet. Severin ist der Jüngste von uns, war aber bereits als 14-Jähriger mit günstigen Flugtickets innerhalb Europas und weltweit unterwegs. Nachdem ein vorheriges Projekt in einem ähnlichen Bereich nicht erfolgreich fortgeführt werden konnte, entschlossen sich die beiden, reisetopia zu starten.

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Testen ihre Reiseangebote am liebsten selbst: das Team von reisetopia beim Meeting auf Bali. (Foto: reisetopia)

Wenige Monate danach stießen Moritz S. und ich dazu. Wir beide haben zusammen Abitur gemacht und haben schon seitdem ein Interesse zu unternehmerischen Themen und natürlich zum Reisen geteilt. Über diverse Facebook-Gruppen und Foren kamen wir in Kontakt mit Severin. Moritz S. und ich entschieden relativ schnell, dem Projekt unsere Kraft zu widmen. Nur wenige Monate später gründeten wir dann die Firma, was mittlerweile schon über ein Jahr her ist. Moritz S. als Wirtschaftsinformatik-Student und selbstständiger Programmierer hat sich auf den technischen Teil konzentriert, während ich mich als BWL- und E-Business Student vorwiegend auf Themen wie SEO und ebenfalls Content konzentriere.

Unser neustes Team-Mitglied ist Leo, der als Fluglotse auch über seinen Beruf hinaus eine große Passion im Reisen gefunden hat. Er ist seit mittlerweile knapp einem halben Jahr dabei und ist ebenfalls vorwiegend im Bereich Content aktiv.

Recitfga-bsl.info: Selbst zu gründen ist oft nicht so leicht, wie gedacht. Gab es für euch unvorhergesehene Probleme? Wie seid ihr damit umgegangen?

Jan von reisetopia: Das kann man wohl sagen, wobei wir glücklicherweise bisher nicht mit existenziellen Problemen zu kämpfen hatten. Das liegt zum Großteil auch daran, dass wir eine gute Mischung aus allen Bereichen an Bord haben. Severin studiert Steuern & Prüfungswesen und kann sich daher um diesen Bereich kümmern, der ja vor allem bei jungen Unternehmen oftmals zu Problemen führt. Moritz bringt ein solides Grundwissen im Bereich Recht mit, sodass wir hier insgesamt gut ausgestattet sind. Darüber hinaus haben wir das Glück bislang komplett ohne externe Finanzierung auszukommen, sodass das einzige, was gefährdet wurde, unsere investierte Zeit war.

Trotzdem soll das natürlich bei Weitem nicht bedeuten, dass wir nicht auch unsere Probleme hatten. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Problem aus dem Affiliate Marketing, was sicherlich die meisten kennen werden, die in diesem Bereich aktiv sind. Provisionen werden meist mit einer erheblichen Verzögerung ausgezahlt, die gut und gerne auch drei Monate oder länger sein kann. Damit hatten wir zu Anfang nicht gerechnet, sodass es zwischendurch auch manchmal knapp geworden ist.

Recitfga-bsl.info: An welcher Stelle verdient ihr bei reisetopia genau Geld?

Jan von reisetopia: Ein interessantes Thema, das auch von unseren Lesern immer wieder gerne aufgegriffen wird! Wir sind immer bemüht möglichst transparent zu sein, sodass dieses Thema für uns auch keineswegs unbequem ist, wir haben dem sogar einen eigenen Artikel gewidmet. Der größte Teil unseres Umsatzes stammt aus den bereits erwähnten Affiliate Provisionen, die wir immer dann erhalten, wenn einer unserer Nutzer eine Transaktion über einen unserer Links durchführt. Darüber hinaus haben wir an einigen Stellen auch Werbebanner eingebaut, die wir aber möglichst wenig einsetzen möchten, um das Nutzererlebnis nicht zu stören.

Was wir im Gegensatz zu anderen Bloggern oder auch Influencern überhaupt nicht machen und auch kategorisch ausschließen, ist die Bezahlung für Reiseleistungen, also kostenfreie Hotelaufenthalte, Flüge oder ähnliches. Da wir einen großen Wert auf objektive Bewertungen legen, kommt dies für uns nicht in Frage.

Wir zahlen alle unsere Reisen selbst und informieren auch keine Airline oder kein Hotel vorab. Welchen Wert hat ein Review denn auch, wenn im Teaser steht, dass für dieses vom Anbieter bezahlt wurde?

Recitfga-bsl.info: Wie nehmen die Anbieter von z.B. Kreditkarten auf, dass sie „Mittel zum Zweck“ sind? Schließlich werden hier Verträge geschlossen und wieder gekündigt – wissentlich, dass sie nie genutzt werden, oder?

Jan von reisetopia: Bevor ich genau auf die Frage eingehe, möchte ich zuerst klarstellen, dass diese Aussage so nicht korrekt ist. Eigentlich ist sogar das exakte Gegenteil der Fall, denn wir möchten unsere Nutzer keinesfalls dazu motivieren, Produkte vor allem im Finanzbereich, nur wegen eines einmaligen Bonus abzuschließen und anschließend wieder zu kündigen. Nicht nur ist das auch aus Bonitätssicht keine sonderlich gute Idee, sondern ergibt auch aus Nutzersicht wenig Sinn. Die meisten Produkte, vor allem im Kreditkarten-Bereich, die wir empfehlen, lohnen sich auch langfristig und nicht nur wegen eines Neukundenbonus. Das stellen wir auch genau so dar und empfehlen den Nutzern also im Großteil der Fälle die Produkte langfristig zu behalten, um die Vorteile auch über einen längeren Zeitraum nutzen zu können.

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Dank Bonusprogrammen luxuriös Reisen – das Team von reisetopia macht’s vor. (Foto: reisetopia)

Recitfga-bsl.info: Gab es schon Unternehmen, die wegen reisetopia ihre Richtlinien angepasst haben?

Jan von reisetopia: Das ist eine interessante Frage, über die ich tatsächlich länger nachgedacht habe. Dazu muss ich etwas ausholen und eine Sache klarstellen: Wir möchten in keinem Fall dazu anregen, dass unsere Nutzer bestimmte von Bonusprogrammen oder anderen Partnern aufgelegte Regeln brechen – das tun wir auch selbst nicht. Wir zeigen lediglich, dass diese Programme sehr lohnenswert sein können, wenn man sie richtig nutzt, und dass im Reisebereich ein enormes Potenzial steckt, wenn man einige Dinge etwas anders macht. Somit hat es bislang auch noch keinen Fall gegeben, in dem Regeln geändert wurden, weil wir diese zu sehr ausgereizt haben.

Es gibt natürlich immer wieder Angebote und Promotions, die einfach zu gut sind, um wahr zu sein, sodass es auch hin und wieder dazu kommt, dass Angebote wieder zurückgezogen werden.

Das liegt dann aber nicht daran, dass wir dazu animiert haben, Regeln zu brechen, sondern dass sich ein Unternehmen mit der Promo etwas übernommen hat. Im positiven Sinne gibt es aber durchaus Beispiele, wo wir für unsere Nutzer gewissermaßen etwas „herausholen“ konnten, was sicherlich auch als Anpassung gelten kann. Etwa haben wir in Zusammenarbeit mit einem großen Kreditkarteninstitut für unsere Nutzer einen Bonus verhandelt, der deutlich über dem normalerweise erhältlichen Bonus liegt. So profitieren unsere Nutzer doppelt und erhalten mit der Kreditkarte, die wir nebenbei erwähnt auch alle haben, einen noch besseren Deal!

Recitfga-bsl.info: Und zum Abschluss: Wohin geht deine nächste Reise – und was kostet sie?

Jan von reisetopia: Einen besseren Zeitpunkt hättet ihr für diese Frage wohl kaum wählen können, denn während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in Frankfurt und warte auf meinen Abflug in Richtung Bali, wo wir mit dem gesamten Team eine Woche unser monatliches Meeting abhalten. Gebucht habe ich mein Ticket natürlich mit Meilen und habe so nur einen Betrag von knapp 300 Euro für das Flugticket bezahlt. In der First Class geht es dabei im Airbus A380 zuerst nach Seoul und dann weiter nach Bangkok, wo wir einige Tage verbringen, bevor es nach Bali geht.

Durch die Nutzung einer speziellen Promo haben wir das Conrad Bali Resort, welches zur Hotelkette Hilton gehört, für eine Zimmerrate von knapp 90 Euro gebucht, inklusive einem Upgrade auf eine 110 Quadratmeter große Suite, Zugang zum exklusiven Suiten-Pool, kostenloses Frühstück und weitere Vorteile. Die gesamten Kosten der Reise dürften pro Person wohl bei knapp 1.000 Euro liegen, wobei die Meilen natürlich auch nicht ganz umsonst waren. Der Gegenwert, den man dafür im Normalfall bezahlen müsste, dürfte aber deutlich jenseits von 10.000 Euro liegen.

Keyfacts über reisetopia

  • Gegründet im Jahr: 2017, Start der Webseite 2016
  • Firmensitz in: Mainburg
  • Unser aktuelles Team besteht aus: Moritz L., Moritz S., Jan, Severin und Leo
  • Die erste Finanzierung erfolgte durch / über: bislang keine externe Finanzierung
  • Besonders wichtig im Arbeitsalltag sind für uns folgende Tools: WordPress, Slack, Google Analytics, Sistrix, Affiliate Power
  • Kontakt

  • Jan Wanderer
  • reisetopia UG (haftungsbeschränkt)
    Spessartweg 5
    84048 Mainburg
  • +49 176 32398783
  • [email protected]
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