#Weltflüchtlingstag: Diese 7 Start-ups helfen dabei, Geflüchtete zu integrieren



Massenunterkünfte, Gewalt, Vandalismus. Die Begriffe, die man rund um die Flüchtlingsdebatte hört, sind oft negativ geprägt. Positiv beitragen wollen viele Start-ups und soziale Projekte, die verschiedene Themenbereiche rund um die Integration von Geflüchteten mit guten Ideen angehen. Anlässlich des heutigen Weltflüchtlingstags stellen wir einige Geschäftsideen vor.

Bessere Bedingungen bei der Ankunft

baut sogenannte „Domos“, ein Raumsystem, das für ca. sechs Personen eine Unterkunft bieten kann und flexibel anpassbar ist. So kann beispielsweise in Sporthallen und ähnlichen Orten, an denen Notunterkünfte eingerichtet sind, mehr Privatsphäre entstehen. Zwar nichts auf Dauer – aber etwas für die Menschenwürde.

ist ein Booklet mit hilfreichen Wörtern und Phrasen, die Geflüchteten vor allem direkt nach der Einreise den Alltag erleichtern sollen. Auch ein Phrasebook für medizinische oder juristische Fälle wird hier zur Verfügung gestellt. Gegründet wurde die Open-Source-Vokabelhilfe von freiwilligen Flüchtlingshelfern in Berlin. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Video.

Integration in den Arbeitsmarkt

JobKraftwerk will die Beschäftigungsfähigkeit von Geflüchteten erhöhen, in einem Interview sagte uns Gründer Tom:

Konkret bedeutet dies, dass Flüchtlinge ihre Kompetenzen, Erfahrungen und Qualifikationen auf JobKraftwerk in ihrer Muttersprache erfassen können und dann einen standardisierten Lebenslauf in Deutsch erhalten. Darüber hinaus bieten wir auch Tests von arbeitsmarktrelevanten Stärken an, um eine objektive Standortbestimmung der Bewerber zu ermöglichen. Außerdem erhalten sie auch Tipps und Trainings zum Bewerbungsprozess in Deutschland. Unternehmen haben dann die Möglichkeit, passende Profile von potenziellen Bewerbern in ihrer Region zu finden und direkt zum Bewerbungsgespräch einzuladen.

Geflüchtete JobKraftwerk
JobKraftwerk verbindet Unternehmer mit Arbeitssuchenden Geflüchteten (Quelle: JobKraftwerk)

Insbesondere der große Fachkräftemangel im Bereich der IT ist in Deutschland bekannt. sammelte zu Beginn gespendete Laptops, um diese mit Hilfe von Freiwilligenorganisationen zu verteilen und Lernmaterial zur Verfügung zu stellen, das Geflüchteten das Programmieren Schritt für Schritt anhand von Anleitungen beibringt. Dabei wurden sie von Informatikstudenten und anderen Experten begleitet. Im Februar 2016 wurde daraus die , in der dank Unterstützung namhafter Partner wie Cisco, Daimler oder SAP Kurse im Programmieren, User Interface Design oder Business Intelligence für Geflüchtete angeboten werden.

hat sich die Entwicklung nachhaltiger und innovativer Konzepte zur effektiven Unterstützung ehrenamtlicher Strukturen zum Ziel gemacht. Dabei will das Start-up durch ein Job-Coach-Konzept zu 1.000 Job-Coaches ausbilden, um langfristig 20.000 Geflüchtete in Arbeit zu vermitteln.

ist die erste Ausbildungs- und Arbeitsplatzbörse in Deutschland, die sich speziell an Geflüchtete richtet und ermöglicht ihnen so, auf positiv eingestellte Arbeitgeber zu treffen. Wir haben durchgeklickt: Über 2.700 Unternehmen von sky über die Deutsche Telekom bis hin zu SAP suchen hier aktuell qualifiziertes Personal in verschiedenen Branchen.

Für Mobilität und Freundschaften

WelcomeRide
WelcomeRide verbindet Geflüchtete und Menschen, die in Deutschland leben (Foto: Sascia Wegner)

will Autofahrer und Geflüchtete online vernetzen: Autofahrer sollen schon bald auf WelcomeRide Fahrten anbieten und Menschen, die neu in Deutschland sind, mit in die Stadt, zu Events oder beispielsweise zum Fußballtraining nehmen können. An dem sozialen Projekt arbeiten im Moment vier Münchner Start-ups: , das Softwareunternehmen , die PR-Agentur und das . Im Laufe des Jahres werden wir mehr erfahren. Carina Goldschmid von Startup Communication:

Als Gründer hat man in Deutschland fast unbegrenzte Möglichkeiten. Mit WelcomeRide möchten wir ein Stück zurückgeben und den Menschen helfen, die eben nicht so viele Möglichkeiten haben!

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