Neben Mike Tyson und Peter Altmaier: 3 Take-aways von der NOAH 2018



Seit 2009 bringt die NOAH „European Champions und Challengers“ zusammen. Wir waren bei der diesjährigen Veranstaltung im Berliner Tempodrom dabei und haben gelernt, warum Mike Tyson ein Strategieexperte war, Peter Altmaier kein WhatsApp nutzt und welche 3 Faktoren einen richtigen „Challenger“ ausmachen!

#1: Dank Mike Tyson und Pivot zum Erfolg

Hätten wir „Bullshit Bingo“ gespielt, wäre das Wort „Pivot“ ganz weit oben auf der Liste gewesen. Denn viele der wirklich erfolgreichen und mittlerweile großen Start-ups haben ihr Geschäftsmodell komplett überarbeitet oder es zumindest noch viel stärker auf die Zielgruppe ausgerichtet.

So wie beispielsweise das Start-up von CEO und Gründer Oscar Höglund, der das Geschäftsmodell von Epidemic Sound radikal verändert hat. Zum Thema Pivot und zum Abschluss seiner Keynote legte er allen Start-ups ein Zitat von Mike Tyson ans Herz:

Everyone has a strategy until someone punches in your face!

Wir merken uns: Erfolgreiche Start-ups fokussieren sich auf die Bedürfnisse der Zielkunden, reagieren auf wichtige Trends und optimieren oder verändern wenn nötig ihr Geschäftsmodell.

#2: Size matters (in zweierlei Hinsicht)!

NOAH
„Size matters!“ – Peter Altmaier bei der NOAH 2018.

I am not the most important, but certainly the biggest minister… and believe me, that helps!

Mit diesem Intro hat es der sichtlich entspannte Bundesminister für Wirtschaft, Peter Altmaier, sehr schnell auf den Punkt gebracht: Size matters! Dieses Statement gab es übrigens auch von vielen Venture Capitalists, Inkubatoren und erfolgreichen Corporates, die jungen Start-ups raten, sich von Anfang an große Ziele zu stecken.

Andrew Young vom berühmten Permira Venture-Capital-Fund stellte jedoch auch fest, dass es leider nur ganz wenige Start-ups mit einer „bold vision“ gibt. Er ermutigte die „Challengers“ (genauso wie übrigens viele weitere VCs und CEOs), die Chancen der digitalisierten Welt voll auszunutzen.

Wir lernen: Nur wer in großen Dimensionen denkt, wird auch Großes erreichen können. Dazu gehört übrigens auch das #3 Take-away.

#3: Think global (den Faktor 10 berücksichtigen)

Was sich zunächst nach einem einfachen Werbeslogan anhört, ist wirklich ernst gemeint: Deutsche bzw. europäische Start-ups müssen endlich lernen, sich nicht nur auf den deutschen oder eventuell noch europäischen Markt zu konzentrieren. Ein echter Champion schaut über den Tellerrand hinaus und denkt von Anfang an (!) global.

Dazu gehört zum einen, dass interne Prozesse, das Set-Up und Mindset auf eine globale Präsenz ausgelegt sind. Zum anderen bedeutet das aber auch, dass man das Fundraising aggressiv und selbstbewusst angeht.

David Thevenon, Partner des SoftBank Vision Funds, bemängelt diesbezüglich, dass Start-ups aus Europa noch immer zu konservativ vorgehen und stellte fest:

A European startup raises $20 million when an American startup does a $200 million financing round.

Eine Ausnahme ist dabei sicherlich das Fintech N26, dessen Gründer und CEO Valentin Stalf, trotz der erst kürzlich bekannt gegebenen Finanzierungsrunde in Höhe von $160 Millionen, erklärte:

After the fundraise is before the fundraise! We will be back next year!

Wir halten also fest: Als Start-up muss man das Fundraising selbstbewusst angehen – und sollte als europäisches Start-up den Faktor 10 nicht vergessen. Investoren für eine Finanzierung in Höhe von 5 Millionen Euro zu gewinnen ist bei einem überzeugenden Business Case gemäß Experten genauso schwierig oder einfach wie sich ein Investment über 500.000 Euro zu sichern.

…und dann waren da noch diese 2 Aussagen…

Etwas schmunzeln mussten wir übrigens über die Aussage von John Suh, CEO des amerikanischen Legaltechs LegalZoom:

We are global, with a presence in all 50 US-states and in the UK!

Anscheinend haben dann doch auch noch nicht alle US-Start-ups den kompletten Umfang von „global“ so 100%ig verstanden. Das beruhigt uns zumindest ein bisschen…

Nicht überrascht hat uns hingegen Peter Altmaiers Aussage, dass er kein WhatsApp nutzt. Erstaunlich war jedoch seine Begründung: Nicht die DSGVO hindert unseren Bundeswirtschaftsminister, sondern die Tatsache, dass er auf seinem Diensthandy nicht für SMS bezahlen muss. Als Steuerzahler sagen wir da ganz einfach: DANKESCHÖN 😊

Fazit: NOAH – I am on board in 2019, too!

Auf der diesjährigen NOAH Conference war wieder einmal das Who is Who der europäischen Start-up-Szene vertreten. Neben vielen interessanten Keynotes bietet die Konferenz für digitale Geschäftsmodelle aber insbesondere auch einzigartige Networking-Möglichkeiten. Wir nehmen auf jeden Fall viele positive Learnings und interessante Kontakte mit (wir werden demnächst z.B. ein Interview mit dem Co-Founder von Lieferheld veröffentlichen) und freuen uns schon jetzt auf die NOAH 2019!

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