Was Investoren wirklich wollen: In 4 Schritten zum perfekten Pitch Deck



Pitch Deck: Wieso, weshalb, warum? In diesem Gastbeitrag beschreibt euch Robin Yoshida, der Gründer des Start-ups UnicornPitch, wieso ihr unbedingt ein professionelles Pitch Deck benötigt und wie dieses am besten aussehen sollte. Vier Schritte sind dabei entscheidend – und so viel vorab: #4 wird zu oft vernachlässigt.

Früher oder später setzen sich die meisten Gründer(-teams) mit einem ganz besonderen Thema auseinander – der Finanzierung ihrer Idee bzw. ihres Start-ups. Um für den ersten Investorenkontakt alle wichtigen Informationen strukturiert und anschaulich aufzubereiten, empfiehlt es sich, ein professionelles Pitch Deck griffbereit zu haben. Wie so oft gilt auch hier: der erste Eindruck zählt.

Warum ein tolles Pitch Deck über Leben und Tod eurer Idee entscheidet und wieso es in der Realität oft schwierig ist, ein wirklich gutes Deck zu erstellen – genau für diese Fragen geben wir unsere Antworten und verraten euch ein paar Tricks und Tipps, die euch auf dem Weg zum perfekten Pitch unterstützen.

UnicornPitch
Robin Yoshida ist der Gründer von UnicornPitch (Bildquelle: UnicornPitch).

Das Pitch Deck – eure Eintrittskarte zum Investorengespräch

Um zu verstehen wieso ein Start-up ein herausragendes Pitch Deck braucht, gilt es zwei Dinge zu bedenken.

  • Erstens – wer sieht euer Pitch Deck?
  • Und zweitens – was möchtet ihr damit bezwecken?

Euer Pitch Deck wird von potenziellen Investoren gesehen. Diese beurteilen innerhalb von wenigen Minuten, ob euer Start-up interessant ist – oder nicht. Ihr könnt euer Pitch Deck daher als Visitenkarte eurer Idee sehen – es ist das wichtigste Tool, um potenzielle Investoren von euch und eurer Vision zu überzeugen. Schlussendlich entscheidet es also darüber, ob ihr Kapital für die Umsetzung oder die nächste Finanzierungsrunde bekommt und bestimmt somit über Leben und Tod eurer Idee.

Die Realität – zu viel, zu spät

In der Realität findet die Erstellung eines Pitch Decks leider oft auf den letzten Drücker statt. Das Ergebnis sind Pitch Decks, die sowohl inhaltlich als auch in Bezug auf das Design wenig hermachen und ungeschriebene „Grundregeln“ missachten. Häufige Fehler sind überladene Slides, gefüttert mit zu vielen und oft den falschen Informationen. Wichtige Kapitel und KPIs fehlen, Marktabschätzungen und Finanzpläne sind nicht fundiert und die Zahlen passen nicht zusammen. Auch wird gern vergessen, dass eine Struktur und Storyline dem Deck einen roten Faden geben soll und eine Geschichte erzählen soll – die Geschichte eures Start-ups. Es ist zeitaufwendig, euer Pitch Deck auf die wichtigen Kernaussagen zu reduzieren und das sollte nicht die Aufgabe der Investoren sein. Wenn nicht alle wichtigen Informationen auf den ersten Blick sauber dargestellt sind, landet euer Deck schnell da, wo es niemandem hilft – im Papierkorb.

Schlechte Pitch Decks zeichnen sich also vor allem durch die folgenden Punkte aus:

  • Keine Struktur und fehlende Storyline
  • Zu viele Informationen auf den einzelnen Folien
  • Fehlen von wichtigen Kennzahlen (KPIs)
  • Unsauberes und schlechtes Design

Das perfekte Pitch Deck – was wirklich zählt

Damit euer Pitch Deck nicht im Papierkorb landet, verraten wir euch nachfolgend ein paar Tipps und Tricks für die Erstellung eurer Decks. Eines vorweg solltet ihr immer beachten: Nehmt euch genug Zeit für die Konzeption, die Inhalte und ein professionelles Design. Investorengespräche ergeben sich oft kurzfristig – wenn ihr dann keine entsprechende Unterlage habt, wird es schnell stressig. Kümmert euch also rechtzeitig darum und habt es ready-to-go, falls euch potenzielle Geldgeber danach fragen. Damit euer Pitch erfolgreich wird, haben wir euch nachfolgend vier einfache Schritte aufgezählt, die ihn auf ein neues Level heben.

Schritt 1: Aufbau und Inhalt

Im ersten Schritt solltet ihr euch die Frage stellen, wie der Aufbau und der Inhalt eures Decks aussehen soll. Eine gute Storyline, die alle wichtigen Komponenten enthält ist, das Grundgerüst eurer Präsentation. Im Gegensatz zur Erzählmaus – die man aus der Schule kennt – sollte euer Pitch wie eine Rakete starten und den Leser oder Zuhörer sofort fesseln. Ist das Interesse einmal verloren, ist es schwierig, die Aufmerksamkeit wieder zu bekommen.

UnicornPitch Pitch Deck
Diese Punkte sollten in keinem Pitch Deck fehlen (Bildquelle: UnicornPitch)

Schritt 2: Content is King!

Schritt Nummer 2: „Content is King!“ Eure Inhalte sollten vor allem ehrlich, authentisch und validiert sein. Wenn Informationen unvollständig oder nicht klar formuliert sind, führt das zu vielen Fragen und zu einem wenig seriösen Erscheinungsbild. Inhalte hingegen, die in sich stimmig sind und fundiert kommuniziert werden, schaffen Vertrauen beim Leser – eines der Hauptziele eures Pitchs. Use Cases, Kundenreferenzen und Testimonials unterstützen diese Wirkung. Bereitet euch auch darauf vor, eure Zahlen und Annahmen im Investorengespräch zu erklären.

Schritt 3: KISS & MOM

Der dritte Schritt ist so einfach und doch kompliziert wie der erste KISS (Keep It Simple Stupid). KISS bedeutet nichts anderes als zu versuchen, euren Pitch so kurz, einfach und unkompliziert wie möglich zu gestalten. Eure Aussagen sollten auf den Punkt gebracht sein, euer Pitch Deck nicht zu viele Slides enthalten. Euer Publikum muss euer Produkt oder euren Service problemlos verstehen. Das könnt ihr am einfachsten schaffen, indem ihr euer Produkt bzw. einen Prototyp zeigt – erinnert euch an die Keynotes von Steve Jobs? Ersetzt geschriebene Sätze durch anschauliche Bilder, verwendet Icons oder Videos. Zeigt anhand von Beispielen, was euch und euer Start-up so besonders macht.

Eine weitere Möglichkeit sicherzustellen, dass euer Pitch nicht zu kompliziert ist: der MOM-Test. Pitcht eure Idee eurer Mutter – oder für die ganz Mutigen – eurer Großmutter. Hört sich lustig an, aber wenn hier nur Fragezeichen erscheinen oder die Antwort „das verstehe ich nicht“ oder „hä“ ist, ist euer Pitch zu kompliziert.

Schritt 4: das Design

Der letzte und häufig der vergessene der vier Schritte: das Design. Gleichmäßige Seitenränder, ausgerichtete Texte und Bilder, die den Inhalt unterstützen, sind nicht besonders, sondern eine Grundvoraussetzung für jedes erfolgreiche Deck. Im Idealfall gebt ihr eure Gestaltungswünsche zum Designer, auch wenn das anfänglich Kosten erzeugt, ist es schlussendlich der Schlüssel zur längerfristigen finanziellen Stabilität.

Tipp: Gerade in Investorengesprächen ist es hilfreich, euren Pitch mit einem 30 Sekunden Elevator Pitch zu beginnen, um eurem Gegenüber die Chance zu geben die Idee von Anfang zu verstehen, bevor ihr tiefer eintaucht.

Folgende Fragen sollten hier kurz und bündig beantwortet werden:

  • Welches Problem löse ich?
  • Wie löse ich dieses Problem?
  • Warum löse ich dieses Problem?

Zusammenfassend geht es immer um den Kontext: Achtet immer darauf, in welchem Kontext der Pitch stattfindet – ein Deck, das per E-Mail geschickt wird, muss anders gestaltet werden als ein Deck, das einen 5 Minuten Live-Pitch vor großem Publikum unterstützt.

Wenn ihr die vier genannten Schritte beachtet, seid ihr bereits auf dem besten Weg, ein hervorragendes Pitch Deck zu erstellen.

In diesem Sinne – Happy Pitching!

  • Kontakt

  • Robin Yoshida
  • Designy GmbH / UnicornPitch
    Fürstenstr. 15
    80333 München
  • +49 89 4141 75 888
  • [email protected]
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