Mit Top-Leuten zum Top-Arbeitgeber: Gründerin gibt Tipps in Sachen Personal



Im Jahr 2016 zu dritt gestartet, heute 40 Mitarbeiter, von denen LEMONCAT-Gründerin Doreen Huber sagen kann: „Ich habe nur Top-Leute für mein Team gefunden.“ Erst neulich wurde das Berliner Catering-Unternehmen als TOP Arbeitgeber Mittelstand 2018 gekürt. Zeit für uns, nachzufragen, was einen TOP Arbeitgeber ausmacht, wie man am umkämpften Standort Berlin gute Mitarbeiter findet und worauf es noch in Sachen Personal ankommt.

Recitfga-bsl.info: Doreen, ihr wurdet als „TOP Arbeitgeber Mittelstand 2018″ gewählt. Was genau zeichnet euch als TOP Arbeitgeber aus?

Doreen Huber von LEMONCAT: Wenn ich es in zwei Worten beschreiben müsste, würde ich sagen: Gemeinschaft und Transparenz. Auf beide Punkte lege ich viel Wert und setze sie konsequent mit meinem Team um. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir die Woche gemeinsamen starten und auch beenden. Montagsmorgen geht es los mit unserem „Laser Brunch“. Den Namen haben wir von „Laserfokus“ abgeleitet. Wir versuchen nicht an zu vielen Dingen gleichzeitig zu arbeiten, sondern uns auf die wichtigsten Sachen zu fokussieren. Hier essen wir gemeinsam Brunch oder Mittagessen und jedes Team spricht kurz über seine Top-Prioritäten. Die Woche beenden wir dann auch gemeinsam – mit unserem „DRUMBERS Meeting“. Das steht für „Drinks and Numbers“. Hier teilen wir die wichtigsten Zahlen der Firma mit dem ganzen Team. Wir reden über unsere wichtigsten Event-Formate, Kunden-Feedbacks und die Produktweiterentwicklungen.

Diese Transparenz ist mir unheimlich wichtig. Sie führt dazu, dass sich jeder Mitarbeiter integriert fühlt.

Er versteht die Prozesse besser und hat daher mehr Motivation, sie selbst mitgestalten zu wollen. Hinzu kommen natürlich umfangreiche Weiterbildungsangebote, kostenlose Getränke, Obst und ein schönes Büro im Herzen Berlins. Ich freue mich sehr, dass wir die Auszeichnung erhalten haben. Wir sind auf dem richtigen Weg, um in den nächsten 10 Jahren an der Spitze dieser Rankings zu stehen.

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Doreen Huber hat es mit LEMONCAT zum „TOP Arbeitgeber Mittelstand 2018“ geschafft (Bild: LEMONCAT)

Recitfga-bsl.info: Gib uns doch kurz einen Einblick: Wie viele Mitarbeiter zählt ihr heute und wie hat sich die Anzahl seit eurer Gründung 2016 entwickelt?

Doreen Huber von LEMONCAT: Gestartet bin ich mit einem 3-köpfigen Team. Mittlerweile sind wir 40 Mitarbeiter. Das Team besteht aus den unterschiedlichsten Experten in ihren Fachbereichen – aber vor allem aus einer Gemeinschaft, in der Diversity großgeschrieben wird.

Recitfga-bsl.info: Wie schwer ist es aktuell, geeignetes Personal in Berlin zu finden? Spürt ihr eher die Vorteile durch die Attraktivität der Stadt oder die Nachteile durch die hohe Start-up-Konkurrenz?

Doreen Huber von LEMONCAT: Sicherlich hat es Vorteile, an so einem attraktiven Standort wie Berlin zu sitzen. Als junges, noch relativ unbekanntes Unternehmen müssen wir aber um gute Talente kämpfen und uns gegen große Unternehmen durchsetzen. Da hilft der Standort nur bedingt. Durch die hohe Start-up-Konkurrenz empfinde ich aber keine Nachteile. Natürlich tobt in der Start-up-Szene ein Kampf um tolle Talente.

Etliche Start-ups besetzen aber jede Stelle mit Praktikanten – üblich, aber völlig verrückt! Das ist für mich keine Option – ich möchte nur noch mit Profis arbeiten.

Somit greife ich auf ganz andere Bewerberpools zu. Wie man Leute in ein junges Start-up holt, wenn man noch nicht so viel zu bieten hat, ist seit Jahren ein irre wichtiges Thema für mich. Da spielt zum Beispiel unsere eben skizzierte und auch wirklich gelebte Unternehmenskultur eine große Rolle. Und ich bin stolz, sagen zu können: Ich habe nur Top-Leute für mein Team gefunden.

Geeignetes Personal liegt sicherlich nicht auf der Straße, man braucht Durchhaltevermögen und klare Vorstellungen, was und wen man sucht. Wenn man genügend Zeit investiert und gegenseitig klare Erwartungen formuliert, findet man genau die, die hinter der Unternehmensidee stehen und sich dafür einsetzen.

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„Ich habe nur Top-Leute für mein Team gefunden.“ – Doreen Huber (Bild: LEMONCAT)

Recitfga-bsl.info: Wo sucht ihr neue Mitarbeiter?

Doreen Huber von LEMONCAT: Wir benutzen alle uns zur Verfügung stehenden Plattformen. Auch Social Media und ein Empfehlungsprogramm für unsere Mitarbeiter funktionieren für uns sehr gut.

Recitfga-bsl.info: Das Bewerbungsgespräch: Wie findet ihr heraus, ob es wirklich passt?

Doreen Huber von LEMONCAT: Ich bin sehr wählerisch. Für mich steht ,Diversity‘ an erster Stelle. Ich will Teams, die einen guten Mix bieten. Ich glaube daran, dass Menschen, die unterschiedlich sind, sich gegenseitig befruchten. Wir suchen nicht nur Banker oder BWLer. Wir suchen gerade auch nach denen, die eher etwas Ungewöhnliches studiert haben. Nur so schaffen wir es, verschiedenste Blickwinkel und Problemlösungsansätze im Team zu vereinen. Ich will kein Schema-F aus dem BWL-Grundkurs. Ich will innovative Ideen und smarte Lösungen für die Herausforderungen, die ein Start-up mit sich bringt. Wir haben insbesondere auch viele tolle Leute aus dem Event-Bereich. Event-Manager, Concierges und auch ausgebildete Butler.

Dann gehe ich immer nach zwei Kriterien vor: Jeder Mitarbeiter wird von den Teams beim Job-Interview fachlich beurteilt – diese Kompetenz steht ganz oben. Zudem muss es menschlich passen. Viele Firmen vernachlässigen diesen Punkt oder setzen ihn zumindest nicht konsequent genug um. Bei uns ist das keine leere Worthülse. Einem Bewerbungsgespräch folgt daher immer noch ein „Culture Check“ – hier schauen wir, ob ein Bewerber wirklich zu uns passt und auch an unser Geschäftsmodell glaubt.

Ich frage mich in diesen Gesprächen mit Bewerbern: „Würde ich mit diesem Kandidaten gern Zeit verbringen wollen? Würde ich mit dieser Person in den Urlaub fahren?“

Wenn ich die Frage mit ,Ja‘ beantworten kann, dann passt es menschlich. Wenn ich mir das nicht vorstellen kann, wie sollten wir dann gut zusammenarbeiten und jeden Tag Zeit in gemeinsamen Meetings verbringen? Und ganz wichtig: Bewerber müssen eine Leidenschaft fürs Essen mitbringen – sonst passt es nicht. Oder der Kandidat braucht wirklich schlagkräftige Argumente, um mich davon zu überzeugen, dass er dennoch versteht, was unsere Kunden umtreibt.

Recitfga-bsl.info: „Warum sind Gullydeckel rund?“ oder „Wie schwer ist Manhattan?“: Durch Google & Co. sind sogenannte Brainteaser in Bewerbungsgesprächen groß geworden. Wie steht LEMONCAT dazu?

Doreen Huber von LEMONCAT: Jedes Department muss die besten Leute für ihren Bereich finden. Die Anforderungen für einen Designer sind ganz andere als für einen Event-Manager. Das ist nicht standardisiert bei uns aber für einige Positionen machen wir viele Tests, bis wir sicher sind, dass wir die beste Person dieses Fachs haben.

Recitfga-bsl.info: Wie motiviert und haltet ihr gute Mitarbeiter?

Doreen Huber von LEMONCAT: Bei uns ist jeder mit voller Energie und Leidenschaft bei der Sache – weil wir an das Geschäftsmodell glauben und LEMONCAT vorantreiben wollen. Das motiviert natürlich gegenseitig. Dazu kommen Mitarbeiter-Events, bei denen wir zum Beispiel die besten Berliner Caterer testen oder gesetzte Meilensteine gemeinsam feiern. Das stärkt die Gemeinschaft und schafft eine freundschaftliche Basis, die wiederum eine gute Zusammenarbeit fördert.

Zudem ist mir das Thema Weiterbildung enorm wichtig. Ich möchte meinen Mitarbeitern ermöglichen, sich persönlich und fachlich jederzeit weiterentwickeln zu können. In meinen Augen motiviert es ungemein, wenn ich als Mitarbeiter merke, dass meinem Chef daran gelegen ist, dass ich mich entfalten und Chancen nutzen kann.

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Gemeinschaft wird bei LEMONCAT groß geschrieben: Hier beim Teamlunch. (Bild: LEMONCAT)

Recitfga-bsl.info: …und wann sollte man sich von Mitarbeitern verabschieden?

Doreen Huber von LEMONCAT: Wenn ich morgens ins Büro komme und denke „Oh je, jetzt ein Meeting mit dem?“ – dann wäre es höchste Zeit sich zu verabschieden. Das passiert aber Gott sei Dank höchst selten. Ich weiß, wohin ich mit LEMONCAT will und dafür suche ich mir Mitarbeiter, die meine Ziele verstehen und den Weg dahin mitgestalten können.

Von Anfang an werden auf beiden Seiten klare Erwartungen formuliert – und das hat sich bei LEMONCAT bisher ausgezahlt. Es nützt nichts, einen Job zu ,verkaufen‘, um dann festzustellen, dass beide Seiten nicht richtig zusammenpassen. Lieber sprechen wir offen, schauen, wer zu unserer Unternehmenskultur passt und stellen dann im Vorfeld fest, dass der eine oder andere Bewerber eher nicht geeignet ist.

Recitfga-bsl.info: Zum Abschluss: Deine drei Tipps für Gründer in Sachen Personal?

Doreen Huber von LEMONCAT:

  1. Finde diejenigen, die an deine Unternehmensidee glauben und die gleichen Ziele haben. Eine Firma steht und fällt mit einem guten Team.
  2. Habe Mut, Erwartungen an Bewerber und Mitarbeiter zu kommunizieren und fordere im Austausch diese ebenfalls ein. Transparenz sorgt auf beiden Seiten für klare Verhältnisse.
  3. Hol‘ dir Profis ins Team! Der Aufbau eines erfolgreichen Start-ups kann nicht allein von Praktikanten gestemmt werden. Experten in den einzelnen Fachbereichen führen zu deutlich mehr Drive – und dies zahlt sich für dein Unternehmen in jedem Fall aus.

Recitfga-bsl.info: Doreen, vielen Dank für die spannenden Einblicke!

Über LEMONCAT und die Auszeichnung als TOP Arbeitgeber

Das ist das einzige Catering-Portal in Deutschland, das ausschließlich Geschäftskunden bedient. Bei LEMONCAT finden Unternehmen deutschlandweit über 450 Caterer in mehr als 280 Städten. Bei Großveranstaltungen helfen professionelle Event-Manager, individuelle Catering-Anfragen über die Plattform zu erfüllen.

Das Ranking TOP Arbeitgeber Mittelstand 2018 Focus Business stützt sich auf rund 13.000 Datensätze mit mehr als 324.000 Arbeitgeber-Urteilen des Bewertungsportals kununu.com. Berücksichtigt wurden dabei Unternehmen mit mindestens elf und höchstens 500 Mitarbeitern. Weitere Voraussetzungen, um in die finale Auswahl zu kommen, waren ein Sitz in der DACH-Region, ein kununu-Score von mindestens 4,12 von fünf Punkten und mindestens zehn kununu-Bewertungen. Das Ranking erschien in der Zeitschrift Focus Business.

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Wer gutes Personal finden, führen und fördern möchte, der findet auf Recitfga-bsl.info ausführliche Informationen. Dort erfahrt ihr auch mehr über die Themen Personalplanung oder Mitarbeitermotivation und erfahrt, wie das perfekte Stellenprofil aussehen kann.

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