35.000 Euro und wovon GründerChampions noch (viel mehr) profitieren



Fragt man Start-ups nach den Gründen für ihre Teilnahme an Gründerwettbewerben, ist die erste Antwort häufig das Preisgeld. Schaut man aber genauer hin, ist der monetäre Aspekt nur ein Faktor im Gesamtpaket von Coachings, Know-how, medialer Aufmerksamkeit und wertvollen Kontakten. Wir haben vier GründerChampions der letzten Jahre gefragt, was ihnen die Teilnahme am KfW-Award gebracht hat und warum ihr euch bewerben 2017 solltet.

Schon seit 1998 zeichnet die KfW Bankengruppe Unternehmen aus, die nachhaltig und sozial agieren und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich sind. Ermittelt werden 16 Landessieger, die im Oktober beim Finale im Rahmen der deGUT in Berlin um den Gesamtsieg und den Publikumspreis konkurrieren. Zudem wird dort ein Sonderpreis der Jury vergeben. Bewerben kann sich jedes in Deutschland ansässige Start-up unabhängig von der Branche, das 2012 oder später gegründet wurde. Die und ist noch bis zum 1. August 2017 möglich.

So sehen Sieger aus: Das waren die KfW GründerChampions 2016 (Bildquelle: KfW-Bildarchiv / Thorsten Futh)

Sicherlich lockt die Bewerber das ausgeschriebene Preisgeld von insgesamt 35.000 Euro. Was aber neben diesem Preisgeld die Teilnahme am KfW-Award GründerChampions so attraktiv macht, weshalb ihr mit eurem Start-up unbedingt dabei sein solltet und auf was man beim Pitch vorbereitet sein sollte, darüber haben wir mit vier Preisträgern vergangener Jahre gesprochen.

  • gastronovi – Landessieger Bremen 2016: Software-Komplettlösung für die Gastronomie
  • herr holgeon. lesen und leben – Landessieger Rheinland-Pfalz 2016: Innovative Buchhandlung nach dem Wohnraumkonzept gestaltet
  • – Landessieger Hessen 2016: Intelligente Hotelheizungen
  • Harzdrenalin – Landessieger Sachsen-Anhalt 2014: Erlebnis-Angebote, wie Wallrunning an der Staumauer, Segway-Touren oder Doppelseilrutschen im Harz

Der eigentliche Gewinn ist nicht das Preisgeld

Viel wichtiger als das Preisgeld war für Elisabeth Windfelder von „herr holgeon. lesen & leben“ die vielfältige Berichterstattung, die die Auszeichnung als KfW GründerChampion gebracht hat.

Über uns wurde in der Zeitung und im Fernsehen sowie auf vielen Blogs oder Social Media-Kanälen berichtet. Das lässt sich fast gar nicht mit Geld aufwiegen und hat viele Neukunden auf uns aufmerksam gemacht bzw. das ein oder andere Projekt angestoßen.

Die hohe mediale Aufmerksamkeit, die man in den regionalen und überregionalen Medien erreicht, war auch für Karl Jonderko, Marketingleiter bei gastronovi, eines der wichtigsten Argumente, um bei den GründerChampions dabei zu sein.

Das Medienecho hat uns nachhaltig viele Möglichkeiten eröffnet, mit Redaktionen zusammenzuarbeiten und unseren Presseverteiler zu erweitern. Zudem ist auch die überregionale Start-up-Szene stärker auf uns aufmerksam geworden. Insgesamt kann man sagen, dass es unsere Bekanntheit auf jeden Fall deutschlandweit gesteigert hat und ein wichtiger USP in unserer Unternehmenspräsentation vor potenziellen Kunden ist.

Und auch die Gründer von Betterspace und Harzdrenalin haben sehr von der großen Aufmerksamkeit sowie den vielen Presseberichten über ihr Start-up im Rahmen der KfW GründerChampions und dem damit verbunden erhöhten Bekanntheitsgrad profitiert. Und Gerhard Weiß von Betterspace ergänzt noch:

Für uns als Gründer und natürlich das Team war die Auszeichnung eine tolle Bestätigung und wichtige Anerkennung für unsere tägliche Arbeit und unsere Vision die Hotellerie zu digitalisieren.

Unbedingt bewerben – auch aus diesen Gründen

Andreas Jonderko, Gründer und Geschäftsführer von gastronovi, sieht bereits in der Bewerbungsphase viele positive Lernaspekte:

Schon während der Formulierung der Bewerbung können Gründer viel über sich und ihre Gründungsidee lernen und eventuelle Verbesserungsmöglichkeiten aufdecken.

Und aufgrund des großen positiven Medienechos als GründerChampion konnte gastronovi viele Neukunden gewinnen, das geschäftliche Netzwerk erweitern und neue Kontakte aufbauen.

Abgesehen davon, dass sich der Preis prima im Büro macht und auch noch toll aussieht, gibt die mit dem Preis verbundene Marketing- und Pressekampagne den teilnehmenden Unternehmen einen echten Schub, sagt Maik Berke von Harzdrenalin. Außerdem ist die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, um sich mit vielen ähnlich erfolgreichen Unternehmern auszutauschen.

Der Austausch mit anderen Gründern, der gerade zu Beginn eines Start-ups sehr wertvoll ist, ist auch für Gerhard Weiß von Betterspace ein wichtiger Grund für die Teilnahme. Außerdem erwartet Gründer eine qualifizierte Jury, die wirklich konstruktives Feedback zur Idee und dem Geschäftsmodell gibt.

Und Elisabeth Windfelder von „herr holgeon. lesen & leben“ ergänzt die guten Gründe für eine Teilnahme an den KfW GründerChampions noch um die spannende Preisverleihung vor Ort in Berlin und die hohe Aufmerksamkeit, die man bundesweit in der Gründungsphase erzielt.

Die damit verbundene Presse hat uns sehr geholfen und auch die Preisverleihung vor Ort war spannend und interessant, gerade am Anfang, wenn man häufig gedanklich sehr mit seinem neuen Arbeitsalltag beschäftigt ist, hilft der Austausch innerhalb der Gründer sehr. Das macht Mut und bringt neuen Schwung!

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Elisabeth Windfelder freut sich über die Auszeichnung als KfW GründerChampion 2016 ( Foto: KfW / Thorsten Futh)

Pitch perfect – so geht’s

Tritt man bei einem Pitch an, hat man in der Regel nur wenige Minuten Zeit, Investoren von sich und seiner Geschäftsidee zu überzeugen. Umso wichtiger ist es, in diesen wenigen Minuten einen wirklich guten Eindruck zu hinterlassen. Aus diesem Grund haben wir unsere vier Gründer auch gefragt, auf was man beim Pitch vor der hochkarätig besetzten Jury aus Politik und Wirtschaft beim Finale des KfW-Awards GründerChampions auf der deGUT in Berlin besonders achten sollte.

Genau auf diese nur sehr begrenzt verfügbare Zeit sollten Gründer bei der Präsentation achten, rät Gerhard Weiß. Außerdem sollte man auf die gezielten weiteren Fragen nach dem Pitch vorbereitet sein und deshalb bereits im Vorfeld den Pitch unbedingt proben.

Die Antworten beim Pitch bereits im Vorfeld gut vorzubereiten, rät auch Christian Jaentsch, Mitgründer und Entwicklungsleiter bei gastronovi.

Beachtet auch, dass ihr nicht vor potenziellen Kunden sprecht, die in eurer Branche zu Hause sind, sondern vor einem Fachpublikum. Ihr müsst sie nicht als Kunden überzeugen, sondern von eurer Idee und Umsetzung als Geschäftsmodell.

Die eigenen Visitenkarten zur Veranstaltung nicht zu vergessen, empfiehlt Elisabeth Windfelder. Wer es schafft, beim Finale zu pitchen, der sollte sein Konzept und sein Geschäftsmodell in kurzen Sätzen anschaulich und lebendig vorstellen:

Natürlich gab es von den Moderatoren noch ein paar Fragen unvorbereitet, aber das war nicht weiter schlimm.

Den Tag in Berlin auch zu genießen, rät abschießend noch Maik Berke von Harzdrenalin: „Gründer sollten sich auf einen langen, aber erlebnisreichen Tag mit vielen tollen Unternehmen und eine festliche Veranstaltung, die die Preisübergabe gebührend einrahmt, freuen.“

Jetzt GründerChampion 2017 werden

Für den KfW-Award GründerChampions kann sich jedes in Deutschland ansässige Start-up unabhängig von der Branche, das 2012 oder später gegründet wurde, bewerben. Die . Für die Sieger stehen Preisgelder von insgesamt 35.000 Euro bereit. Das Factsheet zum Wettbewerb könnt ihr euch.

Weitere Informationen zum KfW-Award GründerChampions findet ihr auf der . Wir wünschen viel Erfolg bei diesem oder einem der anderen 190 Gründerwettbewerbe, die 2017 anstehen.

KfW-Award GründerChampions und Recitfga-bsl.info

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