Sechs coole Konzepte für Pop-up-Stores und wieso sie sich für Gründer lohnen



Pop-up-Stores könnt ihr schon seit ein paar Jahren immer häufiger auch in Deutschland entdecken. Kein Wunder, denn sie eignen sich ideal als Marketinginstrument bei gleichzeitig geringem Risiko. Das magische Mittel dabei: Exklusivität. Wir erklären, was einen Pop-up-Store erfolgreich macht und welche Start-ups und Unternehmen das Konzept nutzen oder in letzter Zeit genutzt haben.

Pop-up-Shop, Pop-up-Bar, Pop-up-Fitness: Der Ausgestaltung eines Pop-up-Stores sind keine Grenzen gesetzt. Schon seit 2015 der erste Pop-up-Store in Europa entdeckt wurde (1997 bereits in Amerika), ist der Hype rund um das etwas andere Marketinginstrument auch schnell nach Deutschland gekommen.

Kein Wunder, denn für Gründer bietet ein Pop-up-Store die Möglichkeit, ein Konzept unter realen Bedingungen zu testen – ohne sich beispielsweise direkt an einen mehrjährigen Mietvertrag zu binden, wie sonst bei der Nutzung von Gewerbeflächen. Außerdem bringt ein Pop-up-Store meist auch eine kurzfristige Umsatzsteigerung: Durch die zeitliche Einschränkung von Pop-up-Stores wird zum einen Neugier geweckt, zum anderen aber auch der Druck erhöht, das Produkt jetzt zu kaufen bzw. die Leistung jetzt einmalig in Anspruch zu nehmen. Durch den meist zusätzlich hergestellten Eventcharakter von Pop-up-Stores werden Produkte prominent inszeniert, was schon oft zu einem regelrechten Kaufdrang geführt hat – ideal also auch, um ein neues Produkt vorzustellen oder zu testen.

  • Erfahrt mehr über die Vorteile von Pop-up-Shops, wie ihr in 13 Schritten selbst einen Pop-up-Store eröffnen könnt bzw. welche Fehler ihr dabei vermeiden solltet.

Beispiele für kreative Pop-up-Stores

Einmal quer durch Deutschland stellen wir im Folgenden sechs Beispiele für Pop-up-Stores vor.

#1 Pop-up-Restaurant: Nicht nur für Existenzgründer

Mit am häufigsten vertreten sind Pop-up-Stores in Form von Restaurants. Getestet werden hier oft neue Gerichte, Konzepte oder Produkte. So gelten auch die mittlerweile in fast allen größeren Städten vertretenen Street Food Festivals als Pop-up. Dort können gleich mehrere Unternehmen – meist mit Food Trucks – ihre Neuheiten vorstellen. Und sogar große Unternehmen wie ALDI SÜD probieren sich nun mit diesem Konzept. So gibt es in Köln seit April ein Pop-up-Bistro von ALDI SÜD, das für drei Monate geöffnet hat. Statt Menükarten gibt es, passend zum Einfach-Prinzip des Discounters, täglich ein Menü, bestehend aus Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch, zum Einheitspreis von 7,99 Euro. Nach der dreimonatigen Testphase sind bereits weitere Pop-up-Restaurants für ganz Deutschland angekündigt worden.

Pop-up-Stores sind in aller Munde – nicht nur für Start-ups © ALDI SÜD

#2 Pop-up-Bar: Exklusive Räumlichkeiten für neue Konzepte

Ähnlich beliebt sind auch Pop-up-Bars bzw. Cafés und Clubs. Oftmals werden hierfür leer stehende Locations übergangsweise so genutzt, dass allein die Neugier neue Besucher anlocken kann. So hat sich erst neulich in Karlsruhe eine Pop-up-Bar mit vier Terminen angekündigt. Die Initiatoren nutzen einen alten Wasserturm, um dort Getränke auszugeben: Der Gewinn wird an eine Kinderkrebsklinik gespendet.

In Mainz hat die Weinbar Laurenz schon mehrfach mit einer Pop-up-Bar großen Erfolg gefeiert. Leere Kisten als Bar stapeln, Kühlschränke, Musik und fertig ist die Pop-up-Bar… die kurz vorher noch ein leer stehender Copy-Shop war.

In Hamburg ist jüngst für Juli eine Pop-up-Weinbar angekündigt worden. Die Bar des Fachverbands für Bordeaux-Weine wird für drei Tage exklusiv in einem Hausboot in der HafenCity eröffnet und mit verschiedenen Programmpunkten verbunden sein, beispielsweise einem Poetry Slam oder einer Lesung eines Foodbloggers. Aufgabe des Verbands ist es, die Welt der Bordeaux-Weine, Winzer, Chateaux und die Landschaft der Weinregion Bordeaux bekannt zu machen – wieso also nicht mit einem Pop-up-Store?

#3 Pop-up-Shop für Kleidung: Passend zur Saison

Passend zur anstehenden Badesaison eröffnete das Modelabel Phylyda im Juni in Berlin für zwei Tage einen Pop-up-Store. Im Fokus standen die Phylyda-Bikinis, die damit werben, Frauen zu stehen – egal, welche Figur sie haben. Aber auch passende Strandkleider und Accessoires wurden dort zum Verkauf gestellt. Zuvor wurde das Konzept bereits in anderen Städten getestet.

Auch Rebelle, ein Hamburger Start-up für Vintage Designer Mode, nutzte einen Pop-up-Store für die Vorstellung des neuen Sortiments. Hierbei stand neben den Klamotten auch eine exklusive Veranstaltung im Fokus: Für die Eröffnungsparty wurden einige Promis akquiriert – vom HSV-Fußballer bis zum Model.

#4 Pop-up-Shop für Produkte: Vom Reiseequipment bis zum Sex-Toy

Natürlich bietet sich ein Pop-up-Shop auch für klassische Produkte an. So hat beispielsweise HEIMPLANET, ein Shop für Reiseequipment und Outdoor-Gadgets, in diesem Jahr bereits in Nürnberg einen Pop-up-Store genutzt, um seine Produkte den Kunden live zu präsentieren und gleichzeitig neue Partnerschaften bekannt zu geben.

Dass die Branche kein Ausschlusskriterium für einen Pop-up-Store ist, zeigte der Online-Sexshop Amorelie, der mit einem Pop-up-Store in Berlin-Mitte einen Einblick in sein Sortiment gab. Für die Expansion nach Frankreich wiederholte Amorelie dieses Konzept und eröffnete einen Pop-up-Shop in Paris.

In beiden Fällen wird deutlich, dass nicht nur das Produkt, sondern auch ein konkreter Anlass wie beispielsweise eine neue Kooperation oder sogar Expansion ein Grund für einen Pop-up-Store sein kann.

#5 Pop-up-Store Crowdfunding: Ein Shop für viele Ideen

Zwischen Kiosk und Antiquitäten: Ein Pop-up-Store in München (Foto: Startupstore n‘ Stories)

In München wurde 2016 der erste Crowdfunding Pop-up-Store in Deutschland eröffnet. Verschiedene Unternehmen der Kultur-und Kreativwirtschaft, die sich alle über Crowdfunding erfolgreich finanziert hatten, stellten sich hier vor. Und zwar mit Erfolg – Runde 2 ist schon im Juni 2017 geplant. Auf der Webseite von Startupstore n‘ Stories heißt es:

[Mit unserem Shop] soll eine alternative Form des Einzelhandels aufgezeigt werden, leer stehende Verkaufsräume werden sinnvoll genutzt und dem Endverbraucher wird Crowdfunding näher gebracht.

Im Pop-up-Store ausstellen dürfen Start-ups aus München und Umgebung, die ein Produkt im Bereich Kultur-und Kreativwirtschaft anbieten. Dazu zählen neben beispielsweise Musik, Design oder Film auch Software bzw. Spiele.

#6 Pop-up-Fitness: PR für eine ganze Sportart

Auch im Bereich Sport werden Pop-up-Konzepte – nicht nur – für Marketingzwecke genutzt (Foto: nadinegerhardt.com)

Ob Rooftop oder Kunstgalerie: Pop-up-Fitness kennt keine Grenzen. In vielen deutschen Großstädten hat sich das Konzept schon durchgesetzt. Besonders beliebt bei Yoga – aber auch in Form von Bootcamps oder anderen Fitness-Arten, tauchen flashmobartig große Gruppen an Sportlern an unerwarteten Orten auf und widmen sich gemeinsam ihrer Sportart. So wird nicht nur auf den eigenen Kurs aufmerksam gemacht, sondern zugleich auch durch die wechselnden und außergewöhnlichen Locations zusätzlich Spannung und somit auch ein Anreiz für eine dauerhafte Mitgliedschaft geschaffen.

Mehr Marketing & PR für euer Unternehmen

Neben klassischer Werbung überwiegen heutzutage insbesondere bei kleineren Unternehmen Onlinemarketing-Maßnahmen. Schon mit wenig Budget könnt ihr mit Pressearbeit oder anderen Maßnahmen der PR durchstarten. Wir empfehlen außerdem auch eine eigene Social Media-Strategie – habt ihr beispielsweise schon einen eigenen Instagram Business-Account?

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