OMR: Die 10 wichtigsten Online-Marketing Trends für 2017



26.872 Besucher wurden vergangene Woche bei den Online Marketing Rockstars gezählt. Wer nicht dabei sein konnte, kann sich die OMR18 am 22. + 23. März 2018 schon einmal vormerken. Die 10 wichtigsten Learnings des diesjährigen Top-Digitalevents haben wir für euch hier zusammengefasst.

Von der App, die die Besucher über Vortragszeiten und Specials auf dem Laufenden hält, über ein Cashless-Payment-System integriert ins Festival-Armband, das den Besuchern die Kleingeldsuche erspart bis hin zum Chatbot, über den man sich bequem per Handy den Kaffee am Stand von Facebook bestellen konnte – das ist ein Top-Digitalevent durch und durch.

Stände, Speaker und Special-Acts (von den Beginnern bis hin zu Oli P.) haben die Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder begeistert – oder sagen wir: Den Saal zum Toben gebracht. Was andererseits aber auch Futter für die Kritiker war: Party oder Konferenz – was denn jetzt? Wir finden, es war ein perfektes Verhältnis: Online Marketer haben eben Spaß an der Sache.

Im Folgenden präsentieren wir für alle, die in diesem Jahr nicht dabei sein konnten, unsere Learnings des Events. So viel vorab: Eines davon hat mit US-Präsident Trump zu tun.

#1 Less is more

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Philipp Klöckner von Trade Machines präsentierte bei den OMR17 zehn SEO Lessions.

Weniger ist mehr, in diesem Punkt waren sich die Speaker einig. Nicht jedes Unternehmen muss jeden Social Media-Kanal bespielen. Nicht jeder muss auf jedem Event vertreten sein. Auch für die Webseite gilt: Ausmisten! Was interessiert die Nutzer wirklich? Ihr solltet immer aus Sicht der Kunden denken und euch nicht die Vollständigkeit aller Informationen als Ziel setzen. Philipp Klöckner von einer Onlineplattform für gebrauchte Maschinen, brachte diesen Punkt ebenfalls an: „weniger“ wird auch Google gefallen, denn weniger Content – weniger Ladezeit der Seite. Womit wir auch schon bei Thema #2 wären.

#2 SEO, SEO, SEO

Das Thema SEO blieb natürlich nicht aus bei den Online Marketing Rockstars 2017. Das Wichtigste im Schnelldurchlauf:

  • Schnelligkeit zählt.
  • Mobile first. (Im Idealfall sollte nicht nur die Webseite, sondern das gesamte Geschäftsmodell online funktionieren.)
  • AMP statt HTML. Meint: Accelerated Mobile Pages, also Seiten, die die Ladezeiten von Homepages auf mobilen Seiten verbessern.
  • User Experience ist DER SEO-Faktor von morgen.

#3 Google is not everything

Und jetzt kommt das „aber“. Langfristig ist eine Abhängigkeit von Google zu schwierig für das eigene Geschäftsmodell. Ziel aller Unternehmen sollte es sein, nicht nur auf Google zu setzen, sondern früh anzufangen, die Personalisierung auszubauen und in das eigene Branding zu investieren… Oder wie es Fabian Spielberger, u.a. Gründer von , zusammenfasste:

Wer ein geiles Produkt hat, kann am Marketing sparen!

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Google ist alles – oder doch nicht?

#4 R.I.P. organische Reichweite

Facebook war trotz Snapchat-Boom immer noch das größte Thema in Sachen Social Media. Nicht mehr zu diskutieren – das stellten die Speaker klar – sei, dass die organische Reichweite tot ist. Wer nicht auf Facebook Ads setzen will, der sollte auf jeden Fall #5, #6, #7 und #8 näher anschauen.

#5 Influencer Marketing boomt

Bei der Messe waren es Stände wie die von Start-ups wie oder , die sich auf das Influencer Marketing spezialisiert haben, bei den Vorträgen begeisterte Influencer Casey Neistat das Publikum – und auch Andreas Türck, der 2016 die Influencer Marketing Agentur gründete, war bei den Online Marketing Rockstars zu sehen.

Quintessenz aus den vielen Vorträgen: Influencer Marketing ist zwar schwer skalierbar und den wirklich passenden Influencer zu finden, nicht leicht. Aber dafür zieht es insbesondere bei der Zielgruppe Millennials wahnsinnig gut. Und wieso? Personalisierung! Mehr dazu auch in Punkt #6.

#6 Create an event. Build a brand.

98% der Millennials würden ein Produkt kaufen, wenn sie das dazugehörige Event besucht haben – denn im Fokus stehen heutzutage mehr denn je die Qualität und der Lifestyle, der durch ein Produkt vermittelt wird. So fasste es Philippe von Borries, CEO von zusammen:

Life is about events!

Events zeigen Engagement und Erfahrungen stärken Marken. Wer durch ein aufregendes Event überzeugt, der inspiriert seine Kunden. Oder wie Ben Thompson, Gründer von , es sagte: Neben Earned und Owned Media gibt es auch Inspired Media.

#7 Aus Big Data wird Smart Data

Fassen wir das bisher Gesagte zusammen: SEO und Google – wer weiß, wie lange das noch gut geht. Personalisierung und Individualisierung, darauf sollte man setzen. Um das zu bewältigen, hilft es, seine Zielgruppe genauestens zu kennen. Daten zu sammeln, ist dabei nur das eine – der Clue ist, aus den Daten verwertbare Dinge zu ziehen, die man für sein Business nutzen kann. Smart Data ist das Stichwort, das aber insbesondere Gründer vor eine Herausforderung stellt. Wir werden in diesem Punkt in den nächsten Jahren sicher noch einiges lernen.

#8 Video is King

Dass Videocontent ein Trend 2017 ist, ist schon länger klar. Aus diesem Grund wollen wir hier nicht zu viele Worte verlieren, sondern ein Beispiel für einen viralen Hit zeigen. Er stammt von Casey Neistat, Influencer u.a. für Mercedes oder Nike. Statt für Nike ein Video zum Thema #makeitcount zu produzieren, nutzte er das ihm zur Verfügung gestellte Budget, um zehn Tage lang mit seinem Kumpel durch die Welt zu reisen. Frei nach dem Motto: Einfach mal was riskieren, immer nach vorn schauen, nicht immer dasselbe machen.

Für Lacher sorgte Casey Neistat übrigens auch durch Sätze wie „Germans love planning“ – aber das nur mal fern ab vom Thema Videocontent…                        

#9 Tipps von einem Influencer

Gary Vaynerchuk ist CEO und Gründer der Digitalagentur , Seriengründer, Weinexperte, Autor – oder um es kurz zu halten: Influencer mit fast 0,5 Mio. Abonnenten und 1,5 Mio. Followern auf Twitter. Und einer der beliebtesten Speaker bei der Online Marketing Rockstars Conference. Denn er sprach aus, was er denkt und motivierte dabei das Publikum auf eine harte, aber ehrliche Art und Weise. Vier Tipps auf einen Blick:

  • Weniger lesen, mehr tun: Es bringt nichts, wenn ihr beispielsweise über Snapchat ständig Artikel lest, probiert es einfach aus und habt keine Angst davor, Fehler zu machen.
  • Gründen ist hart: Wer Millionen verdienen will, aber wenig arbeiten, der hat falsche Vorstellungen vom Unternehmer sein.
  • Schluss mit dem Selbstmitleid: Zwar leben wir in Zeiten von Trump, Brexit & Co., dennoch haben wir die besten Voraussetzungen denn je, um etwas zu bewegen.
  • Habt keine Angst: Viele Leute haben am meisten Angst davor, was andere Leute denken – wer sich davon frei macht und auch mal verlieren kann, hat den ersten Schritt zum Erfolg schon getan.

#10 Trump ist ein Online Marketing Rockstar

„Donald Trump ist der beste Online Marketing Rockstar“, mit diesen Worten begann der bereits in #6 kurz erwähnte Ben Thompson seinen Auftritt. Und Donald Trump kam in mindestens elf weiteren Vorträgen vor – allein von denen ausgegangen, die wir uns in den zwei Tagen ansehen konnten. Alle Speaker waren sich einig: Gutes Online Marketing hat Trump bei seiner Wahl bewiesen. Getoppt wurden die zahlreichen Trump-Beispiele vom Auftritt von Alexander Nix, Chef von Cambrigde Analytica, der für den erfolgreichen Brexit und den Wahlsieg von US-Präsident Trump steht.

Cambrigde Analytica soll dank Big Data die Persönlichkeit jedes einzelnen Amerikaners vermessen und jedem Wähler genau die Botschaften von Trump ausgespielt haben, die auf sein Profil passte. Ob es stimmt, oder nicht:

Die Idee, alle Menschen mit derselben Botschaft anzusprechen, ist tot!

Auch ohne Trump und Brexit hat Nix mit dieser Aussage recht. In einigen Jahren werden User nicht mehr alle über die gleichen Kanäle mit gleichen Botschaften angesprochen. Womit wir wieder bei der Herausforderung von #7 wären.

Fazit: Just do it!

Alle Speaker hatten eines gemeinsam: einen enormen Tatendrang und die Fähigkeit, zu motivieren. „Just do it“ fasst die Online Marketing Rockstars 2017 gut zusammen und trifft auch den Kern für das Orga-Team, das einmal mehr einiges an Programm gestemmt hat. Gründer Philipp Westermeyer startete 2011 mit 300 Besuchern und 15 Speakern. Dieses Jahr waren es 125 Speaker und 26.872 Besucher. Hut ab also für einen Rundum-Erfolg – aber Philipp, wenn du im nächsten Jahr dann die 40.000 Besucher anpeilst, dann gerne eine zusätzliche Halle einplanen.

Da hinten sind noch zwei Zentimeter frei … Full house bei den !

— nextMedia.Hamburg (@NextMediaHH)

Schon im März stehen weitere Event-Highlights an. In unserem Kalender findet ihr weitere spannende Termine für Gründer.

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