5 Geschäftsideen der Top 50 Start-ups 2016 im Portrait



Im zweiten Teil unserer Serie stellen wir euch wieder fünf spannende Start-ups vor, die im Jahr 2016 bei Gründerwettbewerben die Juroren besonders häufig von ihren Geschäftsmodellen überzeugen konnten und es so in unsere Liste der Top 50 Start-ups 2016 geschafft haben. Von Knochenbrühe bis 3D-Technologie: Vielfalt ist wie immer garantiert.

#1 Bone Brox: Knochenbrühe nach Omas Rezept

Die Gründer der , Konrad Kasper Knops und Jin-Woo Bae, verfolgen eine klare Mission: Sie wollen mit ihrer Knochenbrühe den Inbegriff des Slow Food in deutsche Küchen bringen.

Mit ihrem ganzheitlichen Produktkonzept setzen die Berliner auf Nachhaltigkeit, Regionalität und soziale Verantwortung, indem sie einen Teil der jährlich anfallenden Tonnen an Bio-Knochen zu einem Superfood-Elixir verarbeiten.

Die Brühe von Bone Brox ist kein gewöhnlicher Fonds, da für die Herstellung die Knochen von Bio-Weiderindern aus Oberbayern im Slow Food- Verfahren 18 Stunden lang schonend ausgekocht werden. Das Ergebnis ist eine wohlschmeckende Brühe ohne Geschmacks-, Zusatz- und Konservierungsstoffe, dafür aber mit dem starken Nährstoff Kollagen.

Seit September 2016 ist die Bone Brox-Brühe im Online-Shop des Start-ups erhältlich und das Produkt wird seit kurzem in den Filialen der Bio Company in Berlin, Hamburg und Dresden vertrieben. Außerdem läuft derzeit ein Test in Form eines Pop-Up-Stores in Berlin, in dem es die Brühe Brox To-Go zu kaufen gibt. In USA ist die Knochenbrühe zum Mitnehmen schon längst eine Alternative zum Kaffee geworden. Bone Brox bietet seine Knochenbrühe in einem biologisch abbaubaren Becher an, entweder pur oder mit Zusätzen wie geriebenem Ingwer oder Kräutern. Dieses Verkaufskonzept soll in 2017 auf weitere deutsche und österreichische Städte kommen.

Mit diesem außergewöhnlichen Produkt waren die Gründer von Bone Brox im vergangenen Jahr bei einigen Gründerwettbewerben erfolgreich. So gewannen sie 2016 neben dem Next Organic Startup Award auch den Gastro Gründerpreis.

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Statt Kaffee: Bone Brox möchte seine Kunden mit der Knochenbrühe To-Go überzeugen (Bildquelle: Bone Brox).

#2 Wohin in Berlin, München oder Köln? – ASK HELMUT

In großen Städten einen Überblick über Kulturveranstaltungen und Ausgehangebote zu behalten, ist zuweilen gar nicht so einfach. Genau dieses Problem will das Gründerteam um Beat Halberschmidt aus Berlin mit seiner Veranstaltungsplattform lösen.

Veranstalter haben durch ASK HELMUT die Möglichkeit, über die App oder die Website unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen und auch für Touristen passgenaue Angebote zur Freizeitgestaltung anzubieten. Momentan kooperiert ASK HELMUT mit über 300 Galerien, Theatern und weiteren Veranstaltern.

Derzeit ist das Angebot auf die vier Städte Berlin, Leipzig, Köln und München begrenzt. Nach Auswahl des Orts werden Kulturveranstaltungen wie Konzerte, Ausstellungen, Filme, Tanz und Theater in verschiedenen Kategorien übersichtlich dargestellt. Nutzer haben zudem die Möglichkeit, gezielt nach Veranstaltungsorten zu suchen und selbst interessante Events aus der Hoch-, Off- und Clubkultur zu melden. Je häufiger die App verwendet wird, desto personalisierter wird der Veranstaltungsguide mit automatischen Eventvorschlägen.

Der ungewöhnliche Name „ASK HELMUT“ geht übrigens auf den von Armin Müller-Stahl im Film „Night on Earth“ verkörperten Taxifahrer Helmut Grokenberger zurück. Der sympathische Taxifahrer weiß zwar nicht, wie er seinen Fahrgast ans Ziel bringen soll, ist dabei aber äußerst unterhaltsam.

In 2016 konnte ASK HELMUT den erstmals ausgelobten Berliner Start-up Preis für digitale Tourismuslösungen gewinnen.

#3 JENETRIC: Innovative Fingerabdruckscanner

In Jena, dem Hotspot für optische Technologien in Deutschland, gründeten Dirk Morgeneier und Roberto Wolfer in 2014 die .

Mit Hilfe eines Netzwerks spezialisierter lokaler und internationaler Partner entwickelt das Start-up hochmoderne, innovative biometrische Sensorsysteme zur Fingerabdruckerfassung.

Und jetzt Achtung – es wird kurz technisch: Die zwei bisher verfügbaren Produkte basieren auf der sogenannten optischen TFT-Technologie. Der Zehnfingerscanner Livetouch quattro verfügt über eine integrierte Nutzerführung, während das sehr kompakte Einbaumodul Livetouch quattro Compact für die Integration in tragbare Erfassungskits geeignet ist. Höchste Priorität hat bei JENETRIC die Benutzerfreundlichkeit der Produkte – durch die Integration des Bildsensors in ein Display wird die Fingerabdruckerfassung für den Nutzer so einfach wie Kopieren. In den kommenden Monaten plant JENETRIC die Erweiterung ihrer Produktpalette um den ersten mobilen Fingerabdruckscanner Livetouch quattro Mobile.

Neben Erfolgen wie dem Gewinn des Awards KfW GründerChampions für das Bundesland Thüringen und dem ersten Platz in der Kategorie Informationstechnik beim IQ Innovationspreis Mitteldeutschland konnte JENETRIC 2016 in einer dritten Finanzierungsrunde weitere Gelder von ihren Investoren einwerben. Zu diesen zählen neben der Ventrada Corporate Finance GmbH und zwei Business Angels auch der High-Tech Gründerfonds (HTGF).

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Der Livetouch Fingerabdruckscanner von JENETRIC (Bildquelle: JENETRIC).

#4 Social Bee: Integration im Fokus

Die Gründer des ersten Integrations- und Personaldienstleisters Deutschlands , Zarah Bruhn und Maximilian Felsner, haben Großes vor:

Die Münchner wollen ihr Social Start-up als die Vermittlungsstelle zwischen Geflüchteten und der deutschen Wirtschaft etablieren.

Dabei bieten sie mehr an als reine Zeitarbeit. Durch ihr Konzept einer sozialen Arbeitnehmerüberlassung möchten sie die nachhaltige Integration von geflüchteten Arbeitnehmern in Unternehmen fördern. Das Angebot, das bereits namhafte Partner wie Caritas und bekannte Kunden wie Aldi Süd überzeugte, umfasst zunächst ein mehrstufiges Auswahlverfahren sowie die gezielte Vorbereitung der Arbeitnehmer auf den Einsatz beim Kunden. Social Bee übernimmt die Einstellung des Arbeitssuchenden und bietet außerdem ein begleitendes Integrationsprogramm, in dem die Flüchtlinge etwa durch Sprachkurse, pädagogische Betreuung und Qualifizierungsmaßnahmen gefördert werden. Das langfristige Ziel ist, dass der Kunde den eingearbeiteten und qualifizierten Mitarbeiter in ein Arbeitsverhältnis übernimmt.

Die Gründer von Social Bee profitieren von einem großen Netzwerk an Helfern, sozialen Einrichtungen und öffentlichen Trägern, durch die sie schnell und unkompliziert eine Auswahl an sprachlich und fachlich geeigneten Geflüchteten finden können. Die Unternehmenskunden wollen sie dadurch überzeugen, dass sich Social Bee als zwischengeschalteter Arbeitgeber um sämtliche behördliche Fragestellungen sowie die komplette Organisation und Verwaltung kümmert und so jedes Unternehmen soziale Verantwortung übernehmen und seinen Teil zur wirtschaftlichen Integration beitragen kann. 

Dass Social Bee mit ihrem Geschäftsmodell genau den Nerv der Zeit trifft, wurde im vergangenen Jahr mit zahlreichen Preisen bestätigt. So erhielten die Gewinner des Yooweedoo Ideenwettbewerbs auch beim Wettbewerb Generation D in der Kategorie „Soziale Gesellschaft“ eine Auszeichnung.

#5 Toposens: Neuartige 3D-Ultraschallsensoren

Mit ihrem 3D-Ultraschallsensor ermöglichen die Münchner Gründer der ihren Kunden das, was sonst nur Fledermäuse schaffen: die Umgebung dreidimensional und in Echtzeit zu scannen.

Ähnlich wie beim Echolot der Fledermaus sendet der 3D-Sensor von Toposens ein Ultraschallsignal aus, dessen Laufzeiten zu Objekten und Menschen dann mit dem Ergebnis einer millimetergenauen Lokalisierung dreidimensional ausgewertet werden. Anwendungsmöglichkeiten der Technologie sind etwa die Erkennung von Menschen und Gesten. Das erste Produkt, das Toposens Evaluation Kit, kam im Dezember 2016 auf den Markt und bietet mit dem Toposens 3D-Ultraschallsensor V 1.0 die Möglichkeit, bis zu einem Abstand von sechs Metern Hände, Menschen und Objekten präzise zu erkennen.

Die innovative Technologie von Toposens basiert auf einem einzigartigen neu entwickelten Algorithmus, der die Umwandlung von Laufzeit-Informationen in dreidimensionale Daten ermöglicht und so zahlreiche Vorteile gegenüber den gängigen optischen Systemen hat. Aufgrund der fortschreitenden Automatisierung in Industrie und Fertigung gibt es für die neuartigen Sensoren von Toposens zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, z.B. in autonomen Logistiksystemen, der Überwachung von Gefahrenbereichen, in der Gestensteuerung oder der Analyse von Mitarbeitern und Maschinen.

Das Münchner Start-up konnte sich neben einer EXIST-Förderung im vergangenen Jahr auf Gründerwettbewerben einige Preise sichern, so auch den 3. Platz beim Münchner Businessplanwettbewerb und den Start-up World Award.

Im diesem Video stellen die Gründer von Toposens ihre Geschäftsidee genauer vor.

Die besten Geschäftsideen aus Gründerwettbewerben 2016

Aus 163 Wettbewerben im Jahr 2016, bei denen rund 20.000 Bewerbungen eingegangen sind und 756 Start-ups ausgezeichnet wurden, haben wir unsere Top 50 Start-ups identifiziert. Ihr wollt den Titel Top 50 Start-up 2017? Auf geht’s: Diese 190 Gründerwettbewerbe stehen im Jahr 2017 an.

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