Gründen ist weiter hip: Jeder zweite Studierende plant das eigene Start-up



Etwas Neues aufbauen, sein eigener Chef sein und darüber hinaus noch etwas in der Welt bewegen. Das sind die Hauptgründe, warum sich immer mehr Studierende dafür entscheiden, irgendwann nach dem Studium ein eigenes Unternehmen zu gründen. Interessant dabei: Geld verdienen kommt erst an vierter Stelle.  Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Puls-Check, der alle drei Monate Studierenden an deutschen Unis auf den Zahn fühlt. Wir präsentieren euch hier die spannendsten Erkenntnisse aus der aktuellen Umfrage.

Zum zweiten Mal hat die studentische Personalvermittlung Campusjäger in ihrem Puls-Check 1.000 Studierende befragt, was diese von einer Unternehmensgründung nach dem Studium halten. Und das Ergebnis ist deutlich Pro-Unternehmensgründung ausgefallen. Rund 57 Prozent können sich vorstellen, irgendwann nach dem Studium ein eigenes Unternehmen zu gründen. Dabei belegen die bereits angesprochenen Motive:

  • etwas in der Welt bewegen,
  • sein eigener Chef sein und
  • etwas Neues aufbauen

als Gründe für diesen Schritt die ersten drei Plätze.

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Die Mehrzahl der Studenten will gründen und hat hehre Ziele (Quelle: Campusjäger)

Männer gründen eher als Frauen und das Studienfach entscheidet

Bei der Gründungsbereitschaft nach dem Studium liegen männliche Absolventen klar vor ihren weiblichen Kommilitonen. Während 72 Prozent der männlichen Umfrageteilnehmer planen, nach dem Studium ihr eigenes Unternehmen zu gründen, sind es bei den Frauen knapp 38 Prozent. Das deckt sich auch mit den Ergebnissen des , der einen Anteil von Start-up-Gründerinnen von lediglich 13,9 % ermittelt hat.

Von den 72 Prozent gründungswilligen Männern haben sich bereits rund 61 Prozent intensiv mit dem Thema Existenzgründung auseinandergesetzt. Bei den Frauen klafft dieses Verhältnis weniger stark auseinander. Von den ermittelten 38 Prozent, die eine Selbstständigkeit nach dem Studium erwägen, haben sich 35 Prozent darüber bereits Gedanken gemacht.

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Die Gründungsbereitschaft überwiegt bei männlichen Studenten (Quelle: Campusjäger)

Während kein Unterschied beim Alter auszumachen ist, haben sowohl der angestrebte Abschluss wie auch die gewählte Studienrichtung einen großen Einfluss auf die spätere Motivation zu einer Unternehmensgründung.

Beim angestrebten Abschluss wollen 58 Prozent der Bachelor-Studenten und 56 Prozent der Masterabsolventen irgendwann gründen. Die gewählte Studienrichtung bestimmt zudem ganz klar, wer später eher gründen möchte oder lieber im Angestelltenverhältnis seinen Karriereweg geht. Dabei ist die größte Motivation zur Gründung mit jeweils ca. 62 Prozent bei Studenten aus den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie den sogenannten MINT-Studiengängen (Mathematik, Informatik, Naturwisschenschaften, Technik) zu finden. Weitaus weniger ausgeprägt ist die Gründungsbereitschaft mit 34 Prozent dagegen bei den Sozial- und Geisteswissenschaften.

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Studenten der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie der MINT-Studiengänge gründen besonders gern (Quelle: Campusjäger)
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Wann eine Gründung geplant ist

Auch wenn die Gründungsbereitschaft unter den Studierenden hoch ist, möchte nicht jeder direkt nach dem Ende seines Studiums in die Selbstständigkeit starten. Nur 6 Prozent wollen direkt nach dem Studium gründen. Der mit 32 Prozent größte Anteil möchte allerdings auch nicht zu lange warten, sondern in den ersten paar Jahren nach dem Studium starten. Mehr als 10 Jahre Erfahrungen sammeln, um dann die eigene Firma zu gründen, möchten 13,6 Prozent.

Aber auch während des Studium wollen bereits 13,5 Prozent gründen, rund 8 Prozent der Befragten haben das sogar bereits getan. Und von denjenigen, die bereits gegründet haben, sind 24,1 Prozent Frauen und 75,9 Prozent Männer.

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Die meisten befragten Studenten wollen bereits kurz nach dem Studium gründen (Quelle: Campusjäger)

Der Wunsch nach mehr Förderung

Sehr spannend ist die Frage, wie sich die Studenten auf eine Unternehmensgründung bzw. Selbstständigkeit in ihrem Studium vorbereitet sehen und wie sie die vorhandenen Fördermöglichkeiten einschätzen. Mit 62,2 Prozent der Gründungswilligen wünscht sich eine deutliche Mehrheit mehr Unterstützung durch ihre Hochschule. Besonders das Beratungsangebot sowie Vorlesungen zum Thema Gründen und Entrepreneurship sollte dabei deutlich erweitert werden.

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Besonders das Beratungs- und Vorlesungsangebot sollte nach Meinung der Befragten deutlich ausgeweitet werden (Quelle: Campusjäger)

Wer die detaillierten Ergebnisse noch einmal vollständig nachlesen möchte, kann dies im . Weitere spannende Informationen zur aktuellen Situation deutscher Start-ups liefert die Studie .

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