It’s a match: das Tinder für Personalabteilungen heißt Tandemploy



Sharing is caring: Wieso also nicht auch den eigenen Job teilen? Das erkannte Tandemploy als funktionierendes Geschäftsmodell und trägt seit der Gründung 2013 maßgeblich zur Veränderung in der deutschen Joblandschaft bei. Die KfW zeichnete das Berliner Start-up nun als GründerChampion aus – über den Sieg und ihre neuen Pläne haben wir mit den Gründerinnen gesprochen.

Anna Kaiser und Jana Tepe waren Kolleginnen in einer Personalberatung, als sie auf die Idee kamen, sich gemeinsam auf eine Führungsposition zu bewerben. Wieso eigentlich auch nicht? Schließlich wird in der heutigen Gesellschaft alles Mögliche geteilt: Carsharing, Foodsharing, Wohnungssharing. Diese Modelle sind nicht neu.

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Anna (links) und Jana (rechts) sind die Gründerinnen von Tandemploy (Foto: Tandemploy)

Das Ziel stand also: Die Denkweise der HR-Leute und Personalstrukturen in das 21. Jahrhundert holen. Aber wie funktioniert das konkret? Zunächst riefen die Gründerinnen 2013 die Jobsharing-Plattform Tandemploy.com ins Leben. Menschen, die sich für einen geteilten Job interessieren, sollen dort ihren passenden Tandempartner finden. Unternehmen, die diesem Modell offen gegenüber stehen, können Ausschau nach motivierten Mitarbeitern halten.

Den zweiten Schritt machten die Gründerinnen nach dem großem Erfolg ihrer Jobsharing-Plattform dann in diesem Jahr mit einer neuen Onlinelösung. Auf flex:workz, einer „Software as a Service„-Lösung für Unternehmen, können Mitarbeiter intern Kollegen für Jobrotations oder Mentorings finden. flex:workz ist die weltweit erste HR-Software, die nicht von der Personalabteilung, sondern von den eigenen Mitarbeitern gesteuert werden kann. Eine große Zielgruppe sprechen die Gründerinnen damit auf jeden Fall an. So beziehen sie sich auf ihrer Webseite auf Studien, die folgende Zahlen belegen:

  • 96% der jungen Eltern wünschen sich mehr Flexibilität im Job.
  • 75% aller jungen Väter würden gerne zeitweise in Teilzeit arbeiten.
  • 46% der Mitarbeiter wünschen sich mehr Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg.
  • 80% würden ihre Arbeit gerne in stärkerer Eigenregie organisieren.
  • 87% aller Arbeitnehmer haben bereits innerlich gekündigt.

Auch die Jury der KfW GründerChampions erkannte das Geschäftsmodell mit Zukunft und hohem Innovationsgrad und kürte die Gründerinnen als GründerChampions für das Bundesland Berlin. Zusätzlich waren die Zuschauer der Preisverleihung von Tandemploy überzeugt: Das Start-up wurde vor Ort per SMS von den Gästen zum Publikumssieger gewählt. Insgesamt erhielten die Gründerinnen ein Preisgeld von 6.000 Euro. Anna sagte uns dazu:

Wir haben uns wahnsinnig gefreut, da ein Publikumssieg immer nochmal etwas ganz besonderes ist. Es wurden an dem Abend viele tolle Ideen vorgestellt – und als der Liebling aus den 16 Bundesländern gewählt zu werden, ist eine wunderbare Auszeichnung.

Und Jana fragten wir nach dem wichtigsten Learning in ihrer Zeit als Gründerin:

Das Wichtigste ist, sich selbst treu zu bleiben und auf seine Intuition zu hören. Manchmal kann es auch hilfreich sein, alle guten Ratschläge in den Wind zu schlagen und etwas einfach mal komplett anders zu machen!

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Hier freut sich Tandemploy über den Sieg als Publikumssieger (Foto: KfW / Thorsten Futh)

3 Tipps von den Berliner KfW GründerChampions 2016

Tools, Personen, Vertriebskanäle – auch diese Faktoren sind natürlich entscheidend für den Erfolg. Wir wollten daher von den GründerChampions wissen, was für sie im unternehmerischen Alltag wirklich wichtig ist.

Recitfga-bsl.info: Welche Tools sind für euch aus dem täglichen Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken?

Anna von Tandemploy: Unser geteilter Kalender, mit dem wir beide unser Jobsharing organisieren. Außerdem aber auch unser CRM-System, in dem wir alle Kontakte und wichtigen Infos hinterlegen – und auf das jede von uns jederzeit zugreifen kann.

Recitfga-bsl.info: Bitte vervollständigt kurz diesen Satz: „In meinem unternehmerischen Alltag sind die folgenden Personen für mich am wichtigsten…“

Jana von Tandemploy: Bei uns im Team zählt jede Person, da wir alle extrem viel Verantwortung tragen und sehr eigeninitiativ in unseren Bereichen agieren.

Anna von Tandemploy: Das Mosaik, welches wir uns aus tollen Menschen und Persönlichkeiten zusammengepuzzled haben, ist extrem wichtig…

Jana von Tandemploy: …und dabei arbeiten bei uns alle in flexiblen Arbeitsmodellen, z.B. im Jobsharing oder in Teilzeit.

Anna von Tandemploy: Das erfordert bestimmte Absprachen und Commitment – und verbindet!

Recitfga-bsl.info: Was ist für Tandemploy der wichtigste Marketing- und Vertriebskanal?

Jana von Tandemploy: Presse, Social Media, Vorträge & Events, Empfehlungen – DEN wichtigsten gibt es nicht, das ist ein buntes Zusammenspiel.

Video: Tandemploy im Porträt

In nachfolgendem Video der KfW stellen die Gründerinnen sich und ihr Geschäftskonzept noch einmal vor. Ein Erfolgsbeispiel von Idealo zeigt, dass Tandemploy damit auf dem richtigen Weg ist.

Bist auch du KfW GründerChampion?

Nachdem die Sieger 2016 gekürt sind, geht der Blick bereits auf das neue Jahr. Denn auch 2017 wird es wieder eine Wettbewerbsrunde geben, für die sich Gründer und Unternehmer bewerben können. Wer mehr über die KfW GründerChampions erfahren möchte, findet mehr Informationen auf der . Dort findet ihr auch viele weitere Bilder, Filme, Portraits und Hintergrundinformationen zu allen GründerChampions.

  • Der KfW-Award GründerChampions ist ein bundesweiter Gründerwettbewerb. Jedes Jahr werden Existenzgründer und Jungunternehmer gesucht, die einen Mehrwert mit ihrer Geschäftsidee schaffen und soziale Verantwortung übernehmen. Hier stehen innovative Geschäftsmodelle, originelle Produkte bzw. Dienstleistungen und natürlich die Schaffung von Arbeitsplätzen und nachhaltigem Unternehmertum im Fokus. Vergeben werden mit Preisgeldern dotierte Landespreise, ein Bundessieg, ein Publikumspreis sowie ein Sonderpreis. Darüber hinaus erhalten alle GründerChampions die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, Unterstützung durch die KfW, Zugang zum GründerChampions-Netzwerk und ein Titel, der die unternehmerischen Tätigkeiten als Qualitätsauszeichnung bundesweit kennzeichnet. Die Jury wird von Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Medien, Landesförderinstituten und Industrie- sowie Handelskammern besetzt.
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