So setzt du dein Produkt gekonnt in Szene: 10 Tipps + eBook vom Profi



Besucher eurer Website oder eures Online-Shops entscheiden häufig in wenigen Sekunden, ob sie bleiben oder wegklicken. Ein Faktor bei dieser Entscheidung ist die Qualität der verwendeten Bilder. Setzt euer Angebot gekonnt in Szene und ihr verbessert die Chance, dass aus dem Besucher ein Kunde wird. Wie es in der Produktfotografie gelingen kann, leblose Objekte dynamisch und individuell zu inszenieren, erläutert euch heute ein langjähriger Werbe- und Industriefotograf.

Neben der „Schritt-für-Schritt“-Anleitung zur Erstellung von professionellen Produktbildern haben wir 10 Tipps aus dem eBook von Eberhard Schuy zusammengefasst, mit denen euch zukünftig erfolgreiche Bilder gelingen werden. Und am Ende des Beitrages könnt ihr euch das umfangreiche eBook zu dem Thema kostenfrei herunterladen.

Schritt für Schritt zum ansprechenden Produktbild

Die optimale Bildaufteilung

Selten soll ein Objekt mehrmals auf einem Bild dargestellt werden. Allerdings gibt es Situationen, die dies dennoch erforderlich machen, zum Beispiel, um unterschiedliche Größen oder auch Farben zu betonen. Ebenso kann die Veränderung der Position auf wichtige Details hinweisen.

Grundsätzlich gilt: je ruhiger und aufgeräumter ein Produktbild und dessen Gestaltung ist, umso besser ist das Bild für den Betrachter wahrnehmbar.

Ruhige Bilder funktionieren in der Sachfotografie besser!  Ihr solltet abwägen, ob ihr auf Mengen hinweisen möchtet oder eher die Wertigkeit eines Produkts hervorheben wollt.

Reduzierte Bilder können die Wertigkeit steigern. Dies erlebt man häufig bei der Schmuckfotografie: Man würde nie fünf gleiche Ringe nebeneinander fotografieren, denn das deklariert ein eigentlich individuelles Objekt zur Massenware. Anders ist das bei Produkten, die im Set verkauft werden: Eine Einzeldarstellung kann hier eher irritieren. Ein kleines, aufgelockertes Arrangement ist da hilfreicher – eine strikte Anordnung erscheint schnell gewöhnlich und öde.

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Ob ein Produkt nur einmal oder mehrmals auf einem Bild dargestellt wird, hängt stark vom Zweck des Produktes ab.

Die optimale Blickrichtung

Wir sind es gewohnt, Bilder von links nach rechts zu betrachten. Für die Fotografie bedeutet das, dass Bilder, die in Leserichtung betrachtet werden können, meist als angenehmer empfunden werden und deutlich besser erfasst werden können. Bei der Fotografie von Menschen kennen wir bestimmte Blickrichtungen: Befindet sich eine Person rechts im Bild und sieht nach links, so schaut sie dem Betrachter entgegen, die Blicke „begegnen“ sich. Befindet sich die Person links und schaut nach rechts aus dem Bild, folgt sie dem Blick des Betrachters.

Eine solche „Blickrichtung“ lässt sich auch auf die Produktfotografie anwenden. Ein simples Gebäckstück kann so mehr oder weniger den Betrachter ansprechen oder eben auch neutral wirken, wie das nachfolgende Beispiel zeigt.

Der auf folgendem Foto dargestellte Plunder wirkt, als würde er den Betrachter anschauen. Er kommt unserem Blick entgegen.

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Der dargestellte Plunder kommt dem Betrachter scheinbar entgegen.

Der andere Plunder dagegen wirkt, als würde er unserem Blick ausweichen. Dies kann aus marketingtechnischer Sicht negative Folgen haben und sollte vermieden werden. Die erste Variante ist deshalb vorzuziehen.

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Der dargestellte Plunder weicht dem Blick des Betrachters scheinbar aus.

Bei genauerer Motivbetrachtung wird die Wichtigkeit nochmal deutlich: Richtet euren Blick auf das fotografierte Produkt. Auf der Suche nach der optimalen Perspektive müsst ihr euch nun vorstellen, ihr würdet rechts im Bild stehen, um den von links kommenden Betrachter das Objekt zu präsentieren. Die Position, die das Produkt nun einnimmt, wird in den meisten Fällen die optimale Variante sein.

Grundsätzlich gilt aber: Alle Regeln bei der Produktfotografie sind relativ und dienen nur der Orientierung. Gelingt dir ein Foto, das zwar den Regeln widerspricht, dir und dem Zielpublikum aber sehr gut gefällt, solltest du das Bild genauso belassen.

10 Tipps für erfolgreiche Bilder

  1. Die passende Grundausstattung: Gute Produktfotografie fängt bei der technischen Ausstattung an. Je nachdem, wie groß und detailliert die Bilder werden sollen, eignen sich unterschiedliche Kameras und Auflösungen. Für Ausdrucke bis DIN A4 lassen sich fast alle gängigen Systemkameras verwenden. Ebenso wichtig ist die Verwendung eines Stativs, das dafür sorgt, dass sich die Perspektive nicht verändert und verwackelten Bildern vorbeugt.
  2. Nützliche Hilfsmittel: Die meisten Hilfsmittel für gute Produktfotos finden sich in fast jedem Haushalt: Ein neutraler, am besten weißer Untergrund wie bspw. ein Karton oder eine Kunststoffplatte; Haftpaste, mit der sich Dinge ohne lästige Rückstände fixieren lassen und kleine Pinsel zum Reinigen der Motive.
  3. Objektive für zusätzliche Effekte: Objektive eignen sich für zusätzliche Bildeffekte. Wer besonders kreativ sein will, kann damit verschiedene Perspektiven einnehmen und mit Verzerrungen und Unschärfen arbeiten. Dabei sollte aber auf eine gewisse Zurückhaltung geachtet werden, denn das Produkt als solches muss jederzeit klar erkennbar sein.
  4. Das richtige Licht: Aufwendiges Lichtequipment ist für eine ideale Ausleuchtung nicht zwingend notwendig. Tageslicht kann bereits für eine gleichmäßige Beleuchtung sorgen, wobei direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden sollte. Ein Spiegel oder ein helles Blatt Papier können als zusätzliche Aufheller dienen, um dunkle Bereiche auszuleuchten.
  5. Der goldene Schnitt: Wenn ein Objekt auch aus unterschiedlichen Perspektiven nicht die gewünschte Wirkung erzielt, lohnt die Anwendung des goldenen Schnitts. Dieses seit der Antike bekannte Konstruktionsverfahren hilft bei der harmonischen Positionierung der Objekte. Hierfür werden ein Lineal oder Maßband sowie ein Taschenrechner benötigt, um die ideale Position zu errechnen.
  6. Der richtige Hintergrund: Neben Licht und Position ist auch die Wahl des Hintergrunds entscheidend. Für die meisten Sachaufnahmen eignet sich ein einheitlicher, weißer Hintergrund. Bei Produktaufnahmen kann mit verschiedenen Ausleuchtungen und Hintergründen ein Raumgefühl geschaffen werden. Auch hier gilt: Der Hintergrund soll das Produkt betonen, nicht davon ablenken.
  7. Das Medium im Hinterkopf behalten: Beim Inszenieren der Produkte sollte immer an die jeweilige Veröffentlichungsplattform gedacht werden. Soll das Produkt beispielsweise in einem Online-Shop präsentiert werden, kann es sinnvoll sein, einzelne Elemente zu animieren, um der Ware einen dynamischen Charakter zu verleihen.
  8. Die Nachbearbeitung: Grundsätzlich empfiehlt es sich, alle Bilder am Computer zu kontrollieren. Durch starke Vergrößerungen lassen sich hier Bildfehler entdecken, sowie kleine Änderungen an Helligkeit und Kontrast vornehmen. Um die zeitintensive Nachbearbeitung möglichst gering zu halten, können etwaige Fehlerquellen schon während des Fotografierens beseitigt werden. Hierzu zählt beispielsweise eine umfassende Reinigung des Produkts, des Untergrunds sowie des Hintergrunds.
  9. Fotografieren ohne Kamera: Nicht immer ist eine Kamera vonnöten, um professionelle Produktfotografien zu erstellen. Computer-Generated-Imagery- (CGI) Programme, ermöglichen es, Gegenstände in unterschiedlichsten Farben, Lichtverhältnissen und vor verschiedensten Hintergründen zu inszenieren. Trotz der scheinbar unendlichen Möglichkeiten, die diese Technik bietet, gilt es auf unnötige Spielereien zu verzichten und den Fokus jederzeit auf das Produkt zu legen.
  10. Einheitliche Darstellung: Bei Bildern für Online-Shops kann es häufig dazu kommen, dass diese je nach Hardware und Bildschirmeinstellungen des potenziellen Kunden verschieden aussehen können. Um die Abweichungen möglichst gering zu halten, sollte das Bild in ausreichender Schärfe und im von allen Browsern unterstützen sRGB-Format hochgeladen werden.

Weitere umfangreiche Tipps und Anleitungen für die professionelle Inszenierung verschiedenster Produkte gibt Eberhard Schuy in seinem kostenlosen E-Book „.”

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