Ein DeLorean, 52 Start-ups, 10 Pitches: Warum Karlsruhe „f***ing cool“ ist



Karlsruhe is a f***ing cool city! Mit diesen Worten eröffnete Ulrich Dietz die CODE_n Award Show, für dessen mit 30.000 Euro dotierten Award sich 385 innovative Start-ups aus insgesamt 40 Ländern beworben hatten. Wir verraten, wer das Rennen gemacht hat, warum ein DeLorean von „Zurück in die Zukunft“ der heimliche Star war und was es mit der Marshmallow Challenge auf sich hatte…

CODE_n wird zum Klassiker der Start-up-Szene: bereits zum fünften Mal suchten die Organisatoren nicht weniger als die innovativsten Start-ups der Welt. 385 Bewerbungen gingen ein – davon wurden 52 junge Unternehmen mit teils disruptiven Geschäftsmodellen zum new.New Festival nach Karlsruhe eingeladen.

Die Start-ups pitchten in einer absolut passenden Location: das Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe bot die perfekte Start-up-Atmosphäre. Für jeden der 4 Clusters Applied Fintech, Connected Mobility, Healthtech und Photonics gab es eine eigene Bühne.

Das waren die Top 10 Start-ups

Am zweiten Tag der Veranstaltung fanden die Pitches der Top 10 Start-ups statt. Eingeleitet wurde der zweite „1Day2Innovate“ mit einer Keynote zum Thema Connected Mobility. Heimlicher Star der Keynote war jedoch kein Start-up, sondern der DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“: eine perfekte Überleitung zu den 10 Start-ups der Zukunft, die vor einer achtköpfigen Fachjury und einer überfüllten Main-Stage innerhalb von 2 Minuten möglichst überzeugend ihr Geschäftsmodell präsentieren durften.

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Back to the Future bei CODE_n

Folgende Start-ups haben es unter die Top 10 geschafft:

  • Biowatch
    Die Vene jedes Menschen ist unterschiedlich. Diese Tatsache nutzt das Schweizer Start-up für die biometrische Identifikation. Das kleine Gerät, das z.B. an der Uhr befestigt werden kann, wird momentan durch eine Großbank getestet.
  • Bodle Technologies
    Die Hintergrundbeleuchtung von Displays benötigt viel Energie. Bodle Technologies möchte den Energieverbrauch drastisch senken, indem das Licht manipuliert werden soll (was auch immer das technisch bedeuten mag…)
  • Geospin
    Big Data: Das Start-up hilft Kunden, trotz einer Unmenge an Daten den Wald vor lauter Bäume nicht aus dem Blick zu verlieren. Anhand des Modells können Vorhersagen getroffen werden.
  • HealMet
    Mit dem M1 von HealMet hat man quasi seinen privaten Arzt zu Hause. Das Gerät misst täglich innerhalb kürzester Zeit verschiedene Vitalfunktionen und kann so frühzeitig auf mögliche gesundheitliche Risiken bzw. Krankheiten hinweisen.
  • ixop
    Industrie 4.0: Dank ioxp können Prozesse in der Industrie durch Augmented Reality erlernt und optimiert werden. Das Start-up gehörte auch zu unseren Top 50 Start-ups, die wir im Januar auszeichneten.
  • Kantox
    Das einzige Fintech unter den 10: Das Start-up liefert für mittelständische Unternehmen eine innovative Lösung, um Fremdwährungsrisiken effizient zu managen. Kantox gehörte zu den wenigen, die den Brexit richtig einstuften.
  • NovioSense
    Das Start-up aus den Niederlanden möchte die Ermittlung des Glukosespiegels im Blut revolutionieren – der Blutzucker soll über die Träne des Menschen ermittelt werden. Die vierte Finanzierungsrunde in Millionenhöhe steht an!
  • Otego
    IoT: Geräte, die man für das Internet of Things benötigt, brauchen Energie. Energie, die in Zukunft u.A. durch sogenannte Thermoelectric Generators (TEGs) erzeugt werden soll. Die TEGs sind etwa so groß wie ein Würfelzucker und werden von Otego hergestellt bzw. gedruckt.
  • Urbanalps
    Durch den 3-D Druck können Schlüssel ganz einfach fotografiert und nachgedruckt werden. Dieses Problem macht sich Urbanalps zu Nutzen. Das Start-up stellt mechanische „Stealth“ Schlüssel her, die nicht fotografiert und entsprechend auch nicht nachgemacht werden können.
  • Xarion
    Das österreichische Photonics Start-up hat einen Sensor entwickelt, der akustische Signale durch Lasertechnologie erfassen kann.

F***ing coole Award Show

Nach den Start-up Pitches zog sich die Jury zurück und hatte den ganzen Nachmittag Zeit, um sich auf einen Gewinner zu einigen, was vermutlich nicht ganz einfach war… Um 18.30 Uhr ging es dann mit der Award Show los, die mit cooler Indie-Rock Musik von RAZZ eingeleitet und von Ulrich Dietz mit dem Statement

Karlsruhe is a fucking cool city

eröffnet wurde. Twitter lief nach der Aussage des mittlerweile 58-jährigen CEOs von GFT Technologies direkt heiß.

Nach der Feststellung von Dietz folgte die Prämierung der Gewinner der 4 Clusters. Wenig überraschend überzeugte Kantox in der Kategorie Applied Fintech die Jury. evopark erhielt den Preis in der Kategorie connected mobility – mit der cleveren Parkkarte setzte sich das Start-up aus Köln gegen die zahlreichen Konkurrenten in dieser Kategorie durch.

Im Bereich Healthtech ging der Preis an SpinDiag. Das Start-up hat ein Gerät entwickelt, dass die Analyse von Antibiotikum-resistenten Bakterien enorm verkürzt. In der letzten Kategorie Photonics erhielt Roboception den Preis. Die Produkte des Start-ups ermöglichen es Robotern, mittels Sensorik und Datenverarbeitung die Umgebung in Echtzeit visuell zu erfassen.

…and the winner is…

Wer aber machte das Rennen um den mit 30.000 Euro dotierten CODE_n Award? Nach einer erneuten Session von RAZZ stieg die Nervosität – der Gewinner wurde endlich bekannt gegeben.

Xarion Laser Acoustics hatte die Fachjury für sich gewonnen. Das Start-up überzeugte zum einen mit einer äußerst innovativen Technik. Zum anderen wurde aber auch der erfolgreiche Markteintritt belohnt. Die Wahl ist unserer Meinung nach sehr gut nachvollziehbar – das Start-up liefert mit seinen optischen Sensoren eine revolutionäre Technik, um Schallwellen zu messen. Hinzu kommt, dass das Start-up über ein fertiges Produkt verfügt, und bereits namhafte Kunden gewinnen konnte. Wir gratulieren dem gesamten Xarion Team zu der Auszeichnung und sind gespannt, wo die Sensoren in Zukunft überall zum Einsatz kommen.

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Das Team von Xarion freut sich über den Sieg und 30.000 Euro.

Uns sonst so: unsere 5 Key Take-Aways

Aus den unzähligen Start-up Pitches, den Keynotes und Einzelgesprächen möchten wir euch zum Abschluss noch unsere Key Take-Aways mitgeben:

  1. Eye-Catcher einsetzen
    Egal wie alt das Publikum auch sein mag – ein Klassiker wie der DeLorean zieht immer Aufmerksamkeit auf sich.
  2. Storytelling für den 2 Minuten Pitch nutzen
    Eine ganz klare Erkenntnis bzw. Empfehlung für Start-ups, die in 2 Minuten ihr Geschäftsmodell erklären müssen: nutzt Storytelling!
  3. Marshmellow-Challenge machen
    Die Marshmellow-Challenge wurde in zwei Keynotes erwähnt. Bei der Challenge geht es darum, einen möglichst hohen Turm aus Spaghettis innerhalb von 18 Minuten zu bauen. Interessanterweise haben Kinder bei der Challenge einen deutlich höheren Turm gebaut als  Masterstudenten. Warum? Ganz einfach: die Kinder haben direkt losgelegt und ausprobiert. Die Masterstudenten haben hingegen die meiste Zeit damit verbracht, sich auf einen Plan zu einigen. Quintessenz: Als Start-up solltet ihr irgendwann einfach loslegen und ausprobieren!
  4. Keine Angst vor Fehlern!
    Gerade innovative Start-ups dürfen keine Angst vor Fehlern haben. Einige der anwesenden Start-ups ermutigen ihre Mitarbeiter sogar dazu, Fehler zu machen. Wichtig ist allerdings, dass man den gleichen Fehler nicht zweimal macht…
  5. Karlsruhe was f***ing cool
    CODE_n war ein absolut überzeugendes Start-up Event. Quasi ein „Must“ für alle innovativen, technologieorientierten Start-ups und Unternehmen. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Und weil man die Stimmung nachträglich nicht in Worte fassen kann: Zum Abschluss ein paar Einblicke „live und in Farbe“!

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