Die beliebtesten Gründerstorys der ersten Jahreshälfte 2016



Das Bergfest des Jahres ist vorbei und es ist Zeit, einen Blick auf die vergangenen sechs Monate zu werfen. Welche Gründer-Geschichten fandet ihr als Leser besonders spannend, welche Themen bewegten die Gründerwelt? Wir fassen die beliebtesten Gründerstorys der ersten Jahreshälfte zusammen. Mit dabei sind auch einige studentische Geschäftsideen.

Januar: Auf dem Boden schlafen für den Gründererfolg

Noch vor der ersten Vorlesungswoche gegründet, hat sich Campusjäger zum Ziel gemacht, den klassischen Prozess der Personalvermittlung zu automatisieren. Die Anfangszeit war hart für die Gründer, wie Martin Trenkle es formuliert:

In den ersten fünf Monaten haben wir oft auf dem Boden unseres Wohnzimmers geschlafen und unsere Schlafzimmer über Airbnb vermietet. Dies half uns die Anfangskosten für Werbung, Server und Software zu tragen. Da wir fast dauerhaft Gäste hatten, konnten wir uns gut finanzieren.

Mittlerweile vermittelt das Unternehmen qualifizierte, studentische Mitarbeiter an Start-ups und mittelständische Unternehmen. Bereits ein Jahr nach Markteintritt konnte die Marke von 100.000 Euro Umsatz durchbrochen werden. Wie sie das geschafft haben, verraten uns die Unternehmer in dieser Gründerstory.

Campusjaeger
Campusjäger fokussiert sich auf die Personalvermittlung von Studenten und Absolventen. (Quelle: Campusjäger)

Februar: Bierliebhaber kämpfen gegen Einheitsbräu

Der Trend hin zu mehr Individualität macht auch vor dem Biermarkt nicht halt: Statt Einheitsbräu wird sich mehr Vielfalt gewünscht. Zwei Designer, ehemalige Studenten der Kunsthochschule Kiel und Bierliebhaber, beschäftigen sich bereits lange mit hochwertigen Lebensmitteln und beschlossen deshalb, ihre Interessen in ein eigenes Unternehmen zu verwandeln. Der Beginn der Selbstständigkeit war dabei von viel Stress und wenig Zeit geprägt, die Gründer hatten schließlich eine Doppelbelastung zu bewältigen:

Die größte Hürde war ganz bestimmt, den Master-Abschluss und die Unternehmensgründung unter einen Hut zu bekommen. Diesen Stress möchten wir uns nie wieder antun.

Was Florian Scheske meint, wenn er von Kuckucksbrauern spricht, erfahrt ihr in dieser Gründerstory.

Lillebräu im Bierkanton.
Lillebräu im Bierkarton – eben kein Einheitsbräu. (Quelle: Lillebräu)

März: Tradition statt Digitalisierung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen. Eine davon ist die Nachfolge eines Unternehmens anzutreten. Auf diese Weise können über die Jahre aufgebautes Ansehen, eine Kundenbindung aufbauen, bestehende Infrastruktur übernommen und genutzt werden, um es in die Zukunft zu tragen. Statt des allseits herrschenden Digitalisierungswahns hat sich Armin Aramesh hingegen dafür entschieden, eine andere Strategie zu verfolgen. Bei einem Traditionsunternehmen alles digitalisieren zu wollen, ergebe nicht so viel Sinn, denn:

Wir werden aber nicht alles digitalisieren und das wäre meines Erachtens nach auch fatal für unsere Kundenbeziehungen. Gerade in unserer Branche erwarten Kunden einen persönlichen Service.

Wieso sich Umzugshelfer-Berlin.de für einen regionalen Ansatz zur Verankerung in der Region entschieden hat, statt der schnellen Expansion nach ganz Europa, könnt ihr in dieser Gründerstory nachlesen.

Vom Traditionsunternehmen zum Start-up: Armin Aramesh half beim Umzug.
Vom Traditionsunternehmen zum Start-up: Armin Aramesh über seine Gründerstory. (Quelle: Umzugshelfer-Berlin.de)

April: „Madame Morgane“ kämpft für einen Food Truck

Die klassische Imbissbude wird immer weiter von ihrem hippen Nachfolger namens Food Truck abgelöst. Statt heiß und fettig gibt es häufig veganes, laktose- oder glutenfreies Essen – gesunde Ernährung liegt im Trend. Das nutzt auch Existenzgründerin Morgane Turbé und wagt den Schritt in die Selbstständigkeit, trotz Hürden, da Deutsch nicht ihre Muttersprache ist:

Als Nicht-Muttersprachler ist das alles gar nicht so einfach – doch „ich habe meine Kletterausrüstung an und bin bereit, den Bürokratie-Berg zu besteigen“, sagt Morgane.

Wie sie es geschafft hat, trotz vieler Barrieren eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne auf Startnext durchzuführen und nun den Bürokratiehürden trotzt, erzählt sie uns in ihrem Gründertagebuch.

Bonjour, Bürokratie, Businessplan - die ersten Themen in Morganes Gründertagebuch.
Bonjour, Bürokratie, Businessplan – die ersten Themen in Morganes Gründertagebuch.

Mai: Jobs geschmissen – Business Angels überzeugt

Die Gründer von Betterspace waren ihrer Arbeit und Anstellungen in Großkonzernen überdrüssig und entschieden sich dazu, selbst zu gründen. Die jungen Unternehmer setzten sich intensiv mit der Hotelbranche auseinander und lösten ein altes Problem. Ihre neu entwickelte Technologie erlaubt die intelligente Heizkörpersteuerung und schaltet die Heizkörper in nicht bewohnten Hotelzimmern aus, die häufig von Hotelgästen und -personal vergessen werden. Das spart Kosten und senkt die CO2-Bilanz des Hotels. Doch damit nicht genug, die Gründer von Betterspace habe eine Vision als nachhaltige Partner der Hotelbranche:

Wir werden neben der Heizkörpersteuerung auch andere Funktionen aus dem Smart Home-Bereich in unser Produkt integrieren. Beispielsweise die automatisierte Licht- und Klimaanlagensteuerung.

Wie die Jungunternehmer einen Business Angel von ihrer Idee überzeugen konnten und welche Tipps sie haben, um einen Investor zu finden, erfahrt ihr im Interview!

Betterspace löst ein großes Problem für Hotels: unnötige Heizkosten für leerstehende Zimmer werden minimiert.
Betterspace löst ein großes Problem für Hotels: unnötige Heizkosten für leerstehende Zimmer werden minimiert. (Quelle: Betterspace)

Juni: Eine Studenten-App mit Millionen-Investment

Als studentisches Projekt im Rahmen der Uni, entwickelten Stefan Wegener und Tobias Steenweg eine App zur Organisation des Studiums. Ob die Erstellung des Stundenplans, die Ausleihe und Rückgabe von Bibliotheksbüchern – UniNow möchte Studenten die Möglichkeit geben, sich auf das Studieren zu konzentrieren. Mit dem EXIST-Gründerstipendium bekamen die Gründer ein sehr positives Feedback und die Motivation, ihren Traum der Selbstständigkeit zu verfolgen. Doch kurze Zeit später zum Launch kam der erste Rückschlag:

Etwas holpriger war hingegen der Start der App, da wir in der ersten Woche nur 15 Downloads hatten. Das war natürlich frustrierend, aber wir haben nicht aufgegeben und sind jetzt bei mittlerweile über 20.000 Downloads.

Die Gründer haben sich nicht geschlagen gegeben und ihre Idee weiter verfolgt. Zum Zeitpunkt des Interviews kooperierten bereits 50 Hochschulen, 100 sollen es noch werden. Dabei verdient die App weder mit den Studis noch mit den Unis Geld – was ihr Geheimnis ist und wie sie mit ihrer Idee trotzdem ein Millionen-Investment bekommen konnten, kann man in ihrer Gründerstory lesen.

Die App UniNow erleichtert den Alltag von Studenten – egal ob es um eine Notenübersicht, den Stundenplan oder ausgeliehene Bücher geht. (Quelle: UniNow)
Die App UniNow erleichtert den Alltag von Studenten – egal, ob es um eine Notenübersicht, den Stundenplan oder ausgeliehene Bücher geht. (Quelle: UniNow)

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