Gründerzahl in Deutschland bricht ein – aber digitale Gründungen boomen



Laut dem aktuellen KfW Gründungsmonitor sind im Jahr 2015 die Anzahl der Existenzgründungen deutlich zurückgegangen. Was dabei erstaunt: Jede fünfte Gründung soll bereits auf einem digitalen Geschäftsmodell beruhen. Nachfolgend fassen wir die wichtigsten Daten und Fakten aus dem KfW Gründungsmonitor 2016 zusammen.

Wie in den Vorjahren hat die KfW Förderbank auch in diesem Jahr in ihrem Gründungsmonitor die Entwicklung der aktuellen Gründerzahlen in Deutschland veröffentlicht. Neben den allgemeinen Entwicklungen werden in der Analyse insbesondere die Gründungsmotive und die Art der Existenzgründungen betrachtet – sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene. Mit einem Rückgang um 17 % zum Vorjahr ist die Zahl der Existenzgründer auf den tiefsten Stand seit der Jahrtausendwende gefallen.

KfW Gruendungsmonitor_2016
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gründerquote im Jahr 2015 deutlich gesunken (Quelle: KfW Gründungsmonitor, Grafik: Recitfga-bsl.info)

Zahl der Notgründungen geht überproportional stark zurück

Waren es 2014 noch 915.000 Menschen, die sich in diesem Jahr selbstständig gemacht hatten, zählte die KfW 2015 nur noch 763.000 mutige Existenzgründer. Der deutliche Rückgang wurde insbesondere durch die deutlich sinkende Zahl der Notgründer verursacht. Waren es 2014 noch 288.000 Existenzgründer, die aus der Not heraus den Schritt in die Selbstständigkeit wagten, belief sich die Anzahl der Notgründungen im Jahr 2015 nur noch auf 207.000. Dies entspricht einem Rückgang von 28 %. Mit einer Abnahme von 15 % zum Vorjahr auf 377.000 fiel der Rückgang der Chancengründer hingegen geringer aus (Vorjahr: 441.000).

Mit der niedrigeren Anzahl an Notgründungen sank auch gleichzeitig die Zahl der Vollerwerbsgründer spürbar von 393.000 auf 284.000 Personen (-28 %). Der Rückgang der Nebenerwerbsgründer fiel mit 8 % auf 479.000 weitaus geringer aus (Vorjahr: 522.000).

KfW Gründungsmonitor 2016
Aufgrund der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt sinkt die Zahl der Existenzgründer wieder (Quelle: KfW Gründungsmonitor 2016)

Konjunktur & Arbeitsmarkt verantwortlich für Abnahme

Ist die Erwerbslosenquote gering und der Arbeitsmarkt händeringend auf der Suche nach geeignetem Personal, bremst dies die Zahl der Existenzgründungen. Insbesondere Notgründungen fallen geringer aus. Der erneute Rückgang der Erwerbslosenquote um 0,4 Prozentpunkte (2014: -0,2 Prozentpunkte) ist demnach einer der Hauptgründe, warum in Deutschland wieder weniger gegründet wird.

Als weiterer Grund kann die leichte Abnahme des realen BIP-Wachstums auf 1,5 % gesehen werden (2014: 1,6 %). Brummt die Wirtschaft, wagen Gründer eher den Schritt in die Selbstständigkeit, da die Auftragsbücher leichter befüllt werden können.

KfW Gründungsmonitor 2016
Die Zahl der vor der Selbstständigkeit arbeitlos gewesenen Personen erreicht einen historischen Tiefpunkt (Quelle: KfW Gründungsmonitor 2016)

Jede fünfte Gründung basiert auf digitalem Geschäftsmodell

Erstmals in diesem Jahr fragte die KfW die an der Studie teilnehmenden Gründer, ob Kunden ihr Produkt nur unter Zuhilfenahme digitaler Technologien nutzen können. Die Antwort mag manche überraschen: Bereits 21 % aller Gründer bauen auf digitale Geschäftsmodelle (160.000). Darunter verstehen sich beispielsweise App-Anbieter, Betreiber von Webportalen, Onlinehändler, aber auch selbstständige Webdesigner, Softwareentwickler oder IT-Consultants.

Digitale Gründer sind dabei im Nebenerwerb (23 %) häufiger zu finden als im Vollerwerb (17 %). Dies mag vor allem mit den geringeren Markteintrittsbarrieren bei digitalen Geschäftsmodellen zu tun haben.

Weitere spannende Daten & Fakten auf einen Blick

Was hat sich im Gründerumfeld 2015 sonst noch so getan? Diese Ergebnisse veröffentlichte die KfW ebenfalls im aktuellen Gründungsmonitor:

  • Erstmals waren nur 10 % aller Gründer vor ihrer Gründung arbeitslos (2014: 13 %)
  • Berlin ist weiterhin die Nummer 1 der Existenzgründungen; Niedersachsen, Bayern und Thüringen machen im Bundesländervergleich einen großen Sprung nach oben, das Saarland und Rheinland-Pfalz stürzen ab
  • Frauen machen 43 % aller Existenzgründungen aus – 45 % im Nebenerwerb und 39 % im Vollerwerb
  • Insgesamt haben 32 % aller Gründer einen Hochschulabschluss – so viele wie noch nie zuvor
  • Im Branchenvergleich führen Dienstleistungen (70 %) deutlich vor dem produzierenden Gewerbe (15 %) und dem Handel (12 %)
  • 23 % aller Existenzgründer greifen bei der Finanzierung auf externe Kapitalgeber zurück, also beispielsweise auf Kreditinstitute, Privatinvestoren oder Familie und Freunde
  • Der durchschnittliche Kapitaleinsatz lag bei Gründern im Jahr 2015 bei 14.000 Euro. Im Vorjahr waren es gerade einmal 9.100 Euro.
  • Für 2016 ist von einem weiteren Rückgang bei der Gründungstätigkeit auszugehen

Du möchtest noch mehr über die Entwicklungen im Gründerumfeld erfahren? Hier geht es zum kostenfreien Download des aktuellen .

Auch wenn die Gründerzahlen sinken…

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