Hinter den Kulissen: Eine Tagestour mit der KfW durch Berlin



Die Vorzeichen standen nicht unbedingt günstig: Anfang Juni konstatierte die KfW in ihrem jährlichen KfW Gründungsmonitor zur Lage der Gründungsrepublik Deutschland einen deutlichen Rückgang der Gründungsaktivitäten. Die Zahl der Existenzgründer fiel 2015 auf ein neues Allzeittief. Einziger Lichtblick: Die Zahl der innovativen Gründer stieg um 6 % auf 95.000. Doch es hilft nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Und so gab es, wie wir meinen, von der Projektreise der KfW in Berlin viele positive Signale.

In Begleitung von Mitarbeitern der KfW sowie Frau Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW, sind wir heute vor gut einer Woche von früh bis sehr spät in die Gründerwelt Berlins eingetaucht und werfen einen Blick zurück.

Der richtige Ton macht’s: Start beim Gitarrenbauer

In einer lockeren Atmosphäre, allerdings mit straffem Programm, startete die Gründerreise im Berliner Prenzlauer Berg. Zur willkommenen Abwechslung stand dabei aber zunächst nicht das obligatorische Berliner Start-up im Mittelpunkt. Stattdessen machten wir bei halt, der als passionierter Gitarrenbauer sein Hobby mit viel Herzblut zum Beruf gemacht hat, wie er den Anwesenden mehr als deutlich machen konnte.

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Gitarrenbauer Martin Meckbach in seiner Werkstatt in Berlin-Prenzlauer Berg beim Arbeiten an einem Gitarrenhals (Quelle: KfW-Bildarchiv / Thorsten Futh)

Neben gut klingenden Instrumenten wurde bei diesem Gründer auch das gelungene Zusammenspiel zwischen Hausbank und KfW deutlich, wie man es sich häufiger wünscht. So hat Meckbach den ERP Gründerkredit der KfW in der Variante bis 100.000 Euro in Anspruch genommen.

Der Anschlusstermin als kleiner Kulturschock

Vom Prenzlauer Berg führte uns die Reise in die Torstraße nach Mitte. Hier trafen wir Door2Door, ein Start-up, das alle Klischees bedient: Coole Räumlichkeiten, internationales Team, begeisterte Gründer mit dem Anspruch, die Welt zu verbessern sowie ein Business Angel mit tiefen Taschen und viel Erfahrung.

Door2Door entwickelt , mit der die beiden Gründer Dr. Tom Kirschbaum und Maxim Nohroudi die Mobilität in Städten revolutionieren und unsere Transportoptionen für die Reise von A nach B so transparent und effizient wie möglich machen. Sie tun dies eigenen Angaben zufolge bereits in über 100 Städten weltweit. Für die KfW-Tour mussten wir die Ally-App jedoch nicht benutzen, da uns ein eigener Bus von A nach B gebracht hat.

Nach der Vorstellung der Gründer im Pitchformat, gab es zahlreiche Fragen aus dem Auditorium. Zudem berichtete Dr. Günther Lamperstorfer, ein Investor der ersten Stunden bei Door2Door, aus seinem interessanten Leben und von den Startschwierigkeiten sowie den Herausforderungen einer Gründung. Die KfW selbst ist bei Door2Door im Rahmen von Venture Capital engagiert.

Im Anschluss diskutierten wir die unterschiedlichen Facetten der beiden Termine beim Gitarrenbauer und dem Digitalisierungsteam. Auch bei diesem Austausch konnte man spüren, dass sich die KfW nicht nur auf die verschiedenen Ideen und Gründerpersönlichkeiten einlässt, sondern ein echtes Interesse daran hat, dass die Gründeraktivitäten in Deutschland Fahrt aufnehmen.

Nach einer Pause auf nach Charlottenburg

Nach einem hervorragenden Mittagessen fuhren wir alle gemeinsam nach Charlottenburg zum . Gründer aus dem Universitätsumfeld können sich im Herzen Charlottenburgs für schmales Geld niederlassen und über ein gut ausgebautes Netzwerk vor Ort verfügen.

Dort lernten wir , ein vielversprechendes Start-up aus der Medizinbranche, sowie einen der ersten Investoren dieses Start-ups, die VC Gesellschaft Peppermint. Im Fall von Humedics hat die KfW bei der zweiten Finanzierungsrunde mit Eigenkapital über ihren VC Fonds investiert und konnte mit diesem Commitment ein Zeichen für weitere Investmentgesellschaften und Runden setzen. Humedics hat ein atembasiertes Testsystem für die Messung der Leberfunktion bei Patienten entwickelt, das direkt am Krankenbett Ergebnisse liefert.

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Humedics-Geschäftsführer Erwin de Buijzer und technischer Leiter Axel Luchterhand (Quelle KfW-Bildarchiv / Thorsten Futh)

Und am Abend: frisches Venture Capital von der KfW

Beim Arbeits- und Gesprächsessen in einem Potsdamer Biergarten haben wir den Tag Revue passieren lassen. Darüber hinaus stellten sich die Geschäftsführer der neuen VC Gesellschaft Coparion, Christian Stein und David Zimmer, vor. Der hat ein Fondsvolumen von 225 Mio. Euro und speist sich zu 80 % aus EU-Mitteln und zu 20 % aus Mitteln der KfW. Coparion will Unternehmen in der Start-up- und jungen Wachstumsphase zur Seite stehen. Dabei sollen bis zu 10 Mio. Euro über mehrere Finanzierungsrunden hinweg möglich sein. Voraussetzung für ein Investment ist allerdings, dass ein Leadinvestor in gleicher Höhe investiert.

Geschäftsführer von Coparion
Geschäftsführer David Zimmer von Coparion im Büro (Quelle KfW-Bildarchiv / Thorsten Futh)

Fazit: Die KfW nimmt Gründerangelegenheiten ernst

Vom Handwerker bis zur Hightech-Geschäftsidee: Die KfW unterstützt auf breiter Ebene kompetent und gleichrangig die Gründerszene in Deutschland. Nicht nur Transparenz schaffte die KfW mit dieser Reise.  Mit der Auswahl der Projekte sowie mit dem spürbaren Engagement von Frau Dr. Hengster wurde eindrucksvoll gezeigt, dass die Bank die Gründerszene ernst nimmt.

Super Organisation übrigens – danke KfW! Beim nächsten Mal sind wir gerne wieder dabei.

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