Sicher, schnell, interaktiv: wie IKT-Start-ups unseren Alltag pimpen



Der Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) hat sich in den letzten Jahren als globaler Innovationsmotor erwiesen. Auch bei den deutschen Gründerwettbewerben dominiert der Branchenfokus IKT. Beim Blick auf die Top 50 Start-ups führen jedoch Gründer aus einem anderen Bereich.

  • Zum Hintergrund: Wir haben 810 Geschäftsideen zusammengetragen, die 2015 von insgesamt 145 Gründerwettbewerben ausgezeichnet wurden. Daraus haben wir die Top 50 Start-ups ermittelt. Hierbei haben wir auch untersucht, aus welchen Branchen die besten Ideen stammen. Neben der IKT haben wir auch die Green Economy, Life Sciences und Fintech unter die Lupe genommen. Alle Ergebnisse kann man hier nachlesen.

Mit 221 Milliarden Euro Umsatz zählte die deutsche Informations- und Kommunikationstechnologie laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Jahr 2014 nach den USA, China, Japan und Großbritannien zu den fünf größten IKT-Märkten weltweit.

Über eine Million Beschäftigte in der IKT-Branche erzielten einen Anteil von knapp 5 % an der gewerblichen Wertschöpfung in Deutschland. Damit liegt der IKT-Sektor selbst vor der deutschen Traditionsbranche des Maschinenbaus.

Im Jahr 2014 wurden rund 6.700 Unternehmen im IKT-Umfeld gegründet, was einer im Branchenvergleich überdurchschnittlichen Gründungsrate von rund 7 % entspricht – bezogen auf den Unternehmensbestand. Das Voranschreiten der Digitalisierung und die damit verbundenen Innovationsaussichten machen die Gründung in der IKT-Branche attraktiv.

Gründerwettbewerbe für IKT-Start-ups

Unsere Analyse des Wettbewerbsjahres 2015 unterstreicht die besondere Rolle, die IKT bei den deutschen Gründerwettbewerben innehat:

18 % aller vergebenen Auszeichnungen, nämlich 170 von 944, waren ausschließlich Start-ups mit IKT-Bezug vorbehalten. Dies markiert den größten Branchenfokus innerhalb der Wettbewerbslandschaft.

Noch deutlicher wird dieser Umstand bei den für die IKT-Auszeichnungen ausgeschütteten Preisgeldern, die sich sogar auf 30 % der Gesamtsumme aller Preisgelder in Höhe von 2,9 Mio. Euro belaufen.

Als wohl wichtigster Wettbewerb im IKT-Umfeld hat sich der vom BMWi ausgerichtete Gründerwettbewerb IKT Innovativ etabliert, der bis 2015 zweimal jährlich vielversprechende IKT-Start-ups mit jeweils über 200.000 Euro prämierte. Seit 2016 wird der Wettbewerb unter dem Namen „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“ in neuer Form durchgeführt.

Ebenso mit IKT-Fokus wird der CeBIT Innovation Award im Gesamtwert von 100.000 Euro an Gründer verliehen, die innovative Konzepte für die benutzerfreundliche Anwendung von IT-Systemen entwickelt haben.

  • Als weiteres Beispiel für einen Gründerwettbewerb mit IKT-Fokus dient der CyberChampions Award, der neben seiner Branchenfokussierung auch einen regionalen Schwerpunkt auf das Gebiet rund um Karlsruhe legt.

Sieger-Start-ups mit IKT-Fokus

Die IKT-Branche ist ein weites Feld, was sich in den unterschiedlichen Geschäftskonzepten der prämierten Start-ups aus dem IKT-Bereich zeigt: von Desktopanwendungen über mobile Geschäftsmodelle bis hin zu Cloud-Lösungen.

Mit Auszeichnungen bei drei verschiedenen Gründerwettbewerben gehört das Start-up Conbox zu den erfolgreichsten Wettbewerbsteilnehmern im Jahr 2015. Das Unternehmen unterstützt TV-Sender und deren Contentlieferanten dabei, Fernsehen interessanter und aktiver zu gestalten, indem die von entwickelte Cloudplattform Werkzeuge für die Synchronisation von Inhalten zwischen Fernseher und Smartphones oder Tablets bereitstellt.

Conbox
Bookmarking von Sendeinhalten mit Conbox (Foto: Conbox)

Mit Auszeichnungen beim Gründerpreis der Berliner Sparkasse sowie dem CeBIT Innovation Award konnte das IKT-Start-up einen Platz in unserer Top 50-Liste erreichen. Die App ermöglicht den Versand von fast komplett automatisch verschlüsselten E-Mails und soll mit ihrer einfachen Handhabung auch Nicht-IT-Fachleuten eine sichere digitale Kommunikation ermöglichen.

Das Start-up Zertisa entwickelte ein Softwaretool für Hardwarehersteller von Endgeräten mit Android-Betriebssystem, mit dem Android-Updates einfacher und schneller auf das Endkunden-Endgerät aufgespielt werden können.

Dadurch können der häufig mehrere Monate andauernde Updateprozess deutlich verkürzt, Sicherheitslücken geschlossen und neue Features implementiert werden. Für diese Software wurde 2015 als IKT Gründung des Jahres ausgezeichnet und erhielt 50.000 Euro.

  • Ein weiteres spannendes Start-up aus der IKT ist ioxp, ein Unternehmen, dass das dicke Handbuch aus Papier zur Montage oder Wartung von Geräten gegen eine smarte Datenbrille ersetzen will. Sowohl für das GründerDaily (das ganze Interview) als auch für unseren PDF-Leitfaden (ioxp im Profil) zum Thema „Gründerwettbewerbe in Deutschland“ sprachen wir mit einem der Gründer über diese Idee.
Der Techniker sieht die Repaturschritte als Einblendungen in der Datenbrille.
Der Techniker sieht die Reparaturschritte als Einblendungen in der Datenbrille (Foto: ioxp)

IKT vs. Med- und Healthtech

Es gibt insgesamt neun Vertreter aus der IKT-Branche, die es in unser Ranking der Top 50 der erfolgreichsten Start-ups bei Gründerwettbewerben geschafft haben. Übertroffen werden sie dabei allerdings von Gründern aus der Medizin- und Gesundheitstechnologie (Med- und Healthtech), die mit 15 Start-ups in den Top 50 präsent sind. Diese Unternehmen setzen damit neue Trends in der deutschen Gründerlandschaft und sind dabei, der IKT-Branche den Rang in puncto Innovation abzulaufen. Allerdings ist gleichzeitig zu berücksichtigen, dass die Informations- und Kommunikationstechnik ebenfalls Wegbereiter für Innovationen in anderen Branchen ist, da klassische Branchengrenzen immer mehr verschwimmen.

Die Wettbewerbslandschaft unter der Lupe

Wir haben auch geprüft, wie häufig anderer Branchen bei Deutschlands Gründerwettbewerbe vertreten sind. Neben der IKT-Wirtschaft ist auch die Green Economy stark vertreten. Die Samen der Fintechs sind noch rar gesät. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, bekommen Sie alle Infos dazu in unserem ausführlichen PDF.

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