HTGF bekommt Konkurrenz: Neuer Fonds mit 225 Mio. Euro für Start-ups



Das in den USA von Wagniskapitalgebern in Start-ups und junge Wachstumsunternehmen investierte Venture Capital war bisher im Vergleich zu deutschen VC-Finanzierungen um ein Vielfaches höher. Der Innovationsstandort Deutschland leidet darunter. Nun soll ein neuer Fonds die Risikokapital-Finanzierung junger deutscher Unternehmen wieder anschieben. Auch für bereits am Markt etablierte innovative Unternehmen mit hohen Wachstumsambitionen soll es eine neue Lösung geben.

Kaum einen Tag nachdem Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, zur Eröffnung der diesjährigen CeBIT in Hannover die neue Digitale Strategie 2025 vorstellte, scheinen sich die ersten Pläne zum Gelingen der digitalen Transformation in Deutschland bereits in der Umsetzung zu befinden. So kündigte der Bundesminister gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden des Europäischen Investitionsfonds (EIF) Pier Luigi Gilibert und KfW-Vorstandsmitglied Dr. Ingrid Hengster am gestrigen Dienstag an, einen neuen VC-Fonds mit einem Volumen von 225 Mio. Euro ins Leben zu rufen. Der Fonds richtet sich an Start-ups und Unternehmen in der frühen Wachstumsphase.

Sigmar Gabriel auf der CeBIT
Auf der CeBIT verkündete Sigmar Gabriel erstmals die gute Nachricht: Es wird mehr Wagniskapital geben
(Bild: BMWi/Michael Reitz)

Neuer Fonds für Start-ups als Alternative zum HTGF

Der neue VC-Fonds unter dem Namen „coparion“ soll laut Gabriel die Rahmenbedingungen für Start-ups verbessern und den Standort Deutschland für Wagniskapital attraktiver machen:

Unsere Start-ups erhalten international viel Aufmerksamkeit, doch der deutsche Wagniskapitalmarkt ist im Verhältnis zu unserer Wirtschaftskraft immer noch zu klein.

coparion als Co­-Investmentfonds investiert dabei nicht eigenständig in Start-ups und junge Wachstumsunternehmen, sondern benötigt für ein Investment einen privaten Leadinvestor. Eine Finanzierung der beiden Wagniskapitalgeber soll jeweils zu gleichen wirtschaftlichen Bedingungen stattfinden. Je Start-up können Beteiligungen in Höhe von bis zu 10 Mio. Euro möglich sein. Kleine und mittelständische Technologieunternehmen jünger als 10 Jahre, die innovative Produkte oder Dienstleistungen entwickeln oder entsprechend in den Markt einführen, können ebenfalls von einer Co-Finanzierung durch coparion profitieren.

Mit einem Fondsvolumen von 225 Mio. Euro, das in großen Teilen aus dem ERP-Sondervermögen des BMWi kommt und über 10 Jahre investiert werden soll, tritt der Bund damit in Konkurrenz mit dem High-Tech-Gründerfonds, der seit 2005 als Frühphaseninvestor agiert und ein Fondsvolumen von 576 Mio. Euro vorweisen kann. Der HTGF zielt als öffentlich-privater Wagniskapitalgeber jedoch insbesondere auf Seedfinanzierungen ab und dürfte dem neuen Fonds coparion damit nur bedingt in die Quere kommen, der dem maximalen Investitionsvolumen von 10 Mio. Euro zur Folge offensichtlich einen Fokus auf Series A-Finanzierungen haben wird.

Weitere 500 Mio. Euro für Wachstumsunternehmen

Laut BMWi wird mit der ERP/EIF-Wachstumsfazilität neben coparion ein zweites Finanzierungsinstrument entstehen, das hochvolumigere Wagniskapital-Finanzierungen am Standort Deutschland fördern soll. Innovative Unternehmen, die national oder international stark expandieren wollen, sollen über ebenfalls co-finanzierte Investments in der Größenordnung von jeweils 20 Mio. Euro profitieren. Das Volumen der ERP/EIF-Wachstumsfazilität für die nächsten vier Jahre liegt bei 500 Mio. Euro.

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