Geschäftsideen aus Amerika: KidPass, Dressometry und ExoSOLS



Auf der Suche nach neuen Geschäftsideen können bewährte Geschäftsmodelle aus dem Ausland als Vorbild dienen. Wir stellen heute mit KidPass, Dressometry und ExoSOLS drei Geschäftsideen aus Amerika vor, die bspw. mit Datenanalyse das Einkaufen im Internet verbessern oder den 3D-Drucker für maßgeschneiderte orthopädische Einlagen einsetzen.

KidPass: Unlimitierter Spaß für die Kinder

Wären Sie heute noch bereit für Telefongespräche oder für das Surfen im Internet nach Verbrauch zu zahlen? Nicht nur am Computer und Handy auch bei Musik und Filmen nutzen immer mehr Verbraucher Flatratemodelle wie Spotify oder Netflix. Was bei digitalen Gütern also bereits gang und gäbe ist, soll in Zukunft auch bei Dienstleistungen in der „analogen” Welt, beispielsweise beim Konzertbesuch oder der Freizeitgestaltung für Kinder funktionieren.

Das New Yorker Start-up KidPass bietet Familien eine monatlich kündbare Mitgliedschaft an, mit der die Kinder Zugang zu zahlreichen Freizeitaktivitäten in der Umgebung erhalten. Thematisch wird bei KidPass auf Vielfalt Wert gelegt. Vom Kochkurs, über sportliche Aktivitäten und Museumsführungen bis hin zu Kulturveranstaltungen, die auf Kinder ausgerichtet sind, ist alles dabei, was den Nachwuchs fordert und fördert.

Eltern können auf einer Karte nach Freizeitaktivitäten für ihre Kinder suchen (Bild: kidspass.com)
Eltern können auf einer Karte nach Freizeitaktivitäten für ihre Kinder suchen (Bild: kidpass.com)

Dazu arbeitet mit zahlreichen Kurs- und Freizeitanbietern zusammen und beteiligt diese an den Einnahmen aus der monatlichen Mitgliedschaftsgebühr. So profitieren die Familien von einem umfangreichen Freizeitangebot, das flexibel genutzt werden kann und die beteiligten Organisationen von den kontinuierlichen Einnahmen.

Aktuell kann man KidPass nur in Manhattan und Umgebung nutzen, weitere Städte sollen aber in Zukunft folgen. Das Geschäftsmodell von Kidpass ist nicht ganz neu. Ähnliche Konzepte gibt es bereits im Fitnessbereich (wir berichteten) und für Konzerte (). Mal sehen, wann es das erste Flatratemodell für Restaurantbesuche gibt – und welche Bereiche schweben Ihnen vor?

Dressometry: Wie ein Mathematiker Frauen dabei hilft, das richtige Abendkleid zu finden

Wie lässt sich durch den Einsatz von Daten das Einkaufserlebnis im Internet verbessern? Modeshops im Internet sind in der Regel so aufgebaut, dass man sich durch lange Listen durchkämpfen muss, bis man etwas findet, das einem gefällt. Anders bei Dressometry. Online-Shopper, die eine genaue Vorstellung von dem haben, was sie suchen, können mit Dressometry viel Zeit beim Einkauf sparen.

Gründer Kurt Kimmerling hat als Mathematiker und Datenanalyst jahrelang in der Finanzbranche gearbeitet und mit Hilfe von komplexen Computermodellen den Aktienmarkt bewertet. Mit dieser Erfahrung im Hintergrund, programmierte er einen Algorithmus und ergründete, was Kleider ausmacht. Denn sein Ziel war es, dass dem Kunden, genau nur die Artikel gezeigt werden, die er auch sehen möchte. Mit Hilfe von Bilderkennungs- und Datenanalysealgorithmen durchforstete er tausende von Bildern und entwickelte ein Modell, das das Erscheinungsbild von Kleidern bewerten konnte und Artikel nach Stil und Aussehen einordnete.

Dressometry durchforstet Online-Shops nach Kleidungsstücken und zeigt Ergebnisse an, die den persönlichen Vorstellungen am Ähnlichsten sind
Dressometry durchforstet Online-Shops nach Kleidungsstücken und zeigt Ergebnisse an, die den persönlichen Vorstellungen am ähnlichsten sind (Bild: dressometry.com)

Wer bei nach einem Kleid sucht, startet mit einem Konfigurator und stellt sich virtuell sein perfektes Kleid zusammen. Das virtuelle Wunschkleid wird dann mit Artikeln aus dutzenden Online-Shops verglichen. Am Ende erhält der Nutzer eine Liste mit Einkaufsempfehlungen und einem direkten Link zum jeweiligen Shop. Dressometry erhält bei einem erfolgreichen Verkauf daraufhin eine Provision. Dressometry verändert durch seinen datengetriebenen Ansatz die Art, wie wir in Zukunft Kleidung kaufen könnten.

ExoSOLS: individuelle orthopädische Einlagen  per iPhone-App

Orthopädische Einlagen helfen bei Rückenschmerzen und Gelenkbeschwerden. Da kein Fuß dem anderen gleicht, sollten Einlagen stets individuell auf den Patienten angepasst werden. Bisherige Techniken benutzen meist einen Rohling, der von einem Schuhmacher von Hand angepasst wird. Dieser Prozess ist aufwendig, ungenau und teuer. Anders bei ExoSOLS. Das Start-up aus Amerika produziert günstige und passgenaue orthopädische Einlagen mit Hilfe von 3D-Druckern.

Statt Einlagen von der Stange gibt es bei exoSOLS maßgeschneiderte Einlagen aus dem 3D-Drucker (Bild: sols.com)
Statt Einlagen von der Stange gibt es bei exoSOLS maßgeschneiderte Einlagen aus dem 3D-Drucker (Bild: sols.com)

Zu Beginn erstellt die App von zur Diagnose ein Abbild des Fußes. Dazu nimmt man Fotos aus verschiedenen Perspektiven auf, die mit einer herkömmlichen Smartphonekamera aufgenommen werden können. Aus den Fotos wird mit Hilfe einer Technik, die sich Stereo Photogrammetry nennt. Sie ermöglicht eine millimetergenaue, dreidimensionale Rekonstruktion des Fußes am Computer. Wird eine Fehlstellung diagnostiziert, kann der Patient seine Daten an das Labor von ExoSOLS schicken und erhält innerhalb von wenigen Tagen eine individuelle orthopädische Einlage aus dem 3D-Drucker. Neben dem Vertriebsmodell über die App, arbeitet das Start-up auch mit Sanitätshäusern zusammen.

Die 3D-Drucktechnologie wurde viele Jahre gehyped. Mittlerweile entwächst sie aus den Kinderschuhen und könnte bald in vielen Bereichen die Herstellung von individuellen Produkten revolutionieren.

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