Flowy Apps: die private Cloud aus dem Norden



Wer die Hoheit über seine Daten behalten möchte, konnte bislang keine Cloud-Dienste nutzen, ohne ungewiss über die Nutzung seiner Daten auf den Firmenservern zu sein. Mit der REDS Technologie der Gründer von Flowy Apps haben User die Möglichkeit, den Speicherort für ihre Dateien frei zu wählen und trennen damit Anwendung von den Daten in der Cloud.

Recitfga-bsl.info: Ihr möchtet mit eurem Start-up Flowy Apps Nutzern von Cloud-Diensten die Hoheit über ihre Daten zurückgeben. Wie kann man sich das in der Praxis vorstellen?

Annika Schulz von Flowy Apps: Durch unsere REDS Technologie, kurz für „Remotely Encrypted Distributiv Storage“, können wir die Daten in der Cloud von der eigentlichen Anwendung trennen. Der Nutzer kann dadurch den Speicherort seiner Daten frei wählen. Mit unserer neuen, auf REDS basierenden Speicherhardware REDS.box kann man sich – unabhängig vom technischen Know-how – seine eigene private Cloud für Zuhause oder das Büro einrichten.

Die Speicherhardware von Flowy Apps (Foto: Flowy Apps)
Die Speicherhardware von Flowy Apps (Foto: Flowy Apps)

Recitfga-bsl.info: Welche konkreten Vorteile ergeben sich dadurch für den Durchschnittsuser?

Annika Schulz von Flowy Apps: Der Nutzer ist wieder unabhängig vom Anbieter. Er gewinnt die Freiheit zurück, selbst zu entscheiden, wo seine Daten gespeichert werden und wer darauf Zugriff hat, ohne dabei auf die Vorteile der Cloud verzichten zu müssen.

Die Daten werden sicher an seinem Wunschort gespeichert. Man kann die Daten von überall abrufen und sie auch mit anderen Personen teilen. Die Bedienung und Einrichtung der REDS.box ist leicht verständlich, sodass sie auch für wenig technikaffine Personen geeignet ist.

Recitfga-bsl.info: Welche Applikationen kann ich im Zusammenhang mit eurer Technologie nutzen?

Annika Schulz von Flowy Apps:

  • Mit REDS.notes bieten wir aktuell schon eine erste REDS-App an.
  • Bei der Auslieferung der REDS.box wird es dann noch die Filesharing-App REDS.drive geben.
  • Im weiteren Verlauf des Jahres kommen REDS.s und REDS.calender hinzu.

Da REDS.io als Open Source Framework bereitgestellt wird, können aber auch andere Entwickler unabhängig von uns weitere REDS-Apps programmieren.

Recitfga-bsl.info: Ihr stellt eure Software Entwicklern kostenlos zur Verfügung. Wie wollt ihr Geld verdienen?

Annika Schulz von Flowy Apps: Das Framework REDS.io ist nur für andere Open Source- bzw. private Projekte kostenfrei nutzbar. Wenn auf Basis des Frameworks eine kommerzielle App entwickelt wird, dann fällt eine jährliche Lizenzgebühr an.

Recitfga-bsl.info: Kürzlich habt ihr euer neuestes Produkt, die Reds.box, eine Art Festplatte für die Cloud, auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter vorgestellt. Damit habt ihr euch vom reinen Software- zum Hardware-Start-up gewandelt. Welche Herausforderungen haben sich dadurch ergeben?

Annika Schulz von Flowy Apps: Wir mussten uns mit einem ganz neuen Themenbereich auseinandersetzen, der nicht mehr so abstrakt ist: die passenden Teile und Zulieferer finden, das Gehäusedesign entwickeln, Prototypen entwickeln, etc. Insbesondere für mich war das wirklich sehr spannend, weil man etwas Greifbares für andere entwickelt.

Recitfga-bsl.info: Wie ist euer generelles Fazit zur Crowdfunding-Kampagne?

Annika Schulz von Flowy Apps: Es ist auf jeden Fall eine aufregende, aber auch anstrengende Zeit. Es sind 30 Tage, die man immer am Ball bleiben muss und in denen man viel Feedback zum Produkt und zur Idee bekommt. Das hilft einem gerade als Start-up in der Anfangsphase sehr weiter.

Recitfga-bsl.info: Ihr habt Flowy Apps abseits der großen Start-up-Metropolen in Kiel gegründet. Wie nehmt ihr die dortige Gründungsförderung wahr? Wer hat euch unterstützt?

Annika Schulz von Flowy Apps: Natürlich ist in Kiel nicht so viel los wie in Berlin oder Hamburg, aber dafür haben wir ein sehr persönliches und familiäres Gründernetzwerk. Persönlicher Kontakt und die gegenseitige Unterstützung sind hier viel Wert. Zudem arbeiten wir in Kiel im Coworking Space Starterkitchen, der von der Initiative Open Campus organisiert wird. Sie stehen uns immer mit Rat und Tat zur Seite. Das schätzen wir sehr.

Recitfga-bsl.info: Die Idee zu Flowy Apps ist aus einer Bachelorthesis heraus entstanden. Was waren für euch rückblickend die entscheidenden Einflussfaktoren, die euch zur Gründung bewegten?

Annika Schulz von Flowy Apps: Letztendlich war es die Zusage für das EXIST-Gründerstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Dank dieser Zusage konnten wir das ganze Projekt weiterführen und sind da, wo wir heute stehen.

Die Idee für Flowy Apps der Gründer Annika Schulz und Torben Haase ist aus einer Bachelorthesis entstanden.
Die Idee für Flowy Apps der Gründer Annika Schulz und Torben Haase ist aus einer Bachelorthesis entstanden (Foto: Flowy Apps)

Recitfga-bsl.info: Wie geht es nun in den kommenden zwölf Monaten weiter? Welche nächsten Schritte stehen auf dem Plan?

Annika Schulz von Flowy Apps: Zunächst steht jetzt hoffentlich erst einmal die Produktion der ersten REDS.boxen an. Damit werden wir bis Mai voraussichtlich gut beschäftigt sein. Im Anschluss müssen wir uns dann um unseren eigenen Onlineshop und weitere Vertriebskanäle für die REDS.box kümmern. Nebenbei suchen wir aktuell nach einem weiteren Investor, der Flowy Apps finanziell, aber auch mit seinem Wissen unterstützen kann.

Recitfga-bsl.info: Vom Gründen gelernt: Welche Tipps könnt ihr angehenden Gründern für ihren Start in die Selbstständigkeit mit auf den Weg geben?

Annika Schulz von Flowy Apps:

  • Die Idee immer wieder hinterfragen.
  • Regelmäßig den Austausch mit anderen Unternehmen suchen.
  • Keine Angst vor Veränderungen haben.
  • Auch in schlechten Zeiten nicht den Mut verlieren, sondern immer an die Idee glauben.

Recitfga-bsl.info: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg auf eurem weiteren Weg.

  • Kontakt

  • Annika Schulz (CEO)
  • Fraunhoferstraße 13
    24118 Kiel
  • +49 160 1519991
  • [email protected]
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