Ade Gründercoaching, hallo Förderung unternehmerischen Know-hows



Das Programm wurde zum 31.12.2015 geschlossen, so heißt es auf der Webseite der KfW zum Gründercoaching Deutschland. Im Jahresverlauf 2015 erfolgte bereits die Ankündigung, dass die geförderten Beratungsprogramme ab 2016 unter dem Dach des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gebündelt und neu aufgesetzt werden sollen. Die Details wurden mit Spannung erwartet und sind nun bekannt. Wir erklären, wer welche Zuschüsse aus dem Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows” für die Beratung durch einen Coach in Zukunft erhalten kann.

Der Name des neuen Programms zur Beratungsförderung von Unternehmen klingt etwas sperrig: „Förderung unternehmerischen Know-hows”. Dahinter verbirgt sich ein Förderschema für Gründer, etablierte Unternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten, das frühere Programme, wie das Gründercoaching Deutschland oder die Turn Around Beratungen, bündeln möchte. Doch wie genau sieht die Förderung unternehmerischen Know-hows aus?

Foerderung unternehmerischen Know-hows Titel
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Was und wer wird gefördert?

Folgende Unternehmen mit Sitz in Deutschland können Zuschüsse für die Beratung durch einen Unternehmensberater bzw. Gründercoach erhalten:

  • Junge Unternehmen: dazu zählen Unternehmen, die noch nicht länger als zwei Jahre am Markt sind.
  • Etablierte Unternehmen bzw. Bestandsunternehmen: hierunter fallen Unternehmen ab dem dritten Jahr der Geschäftstätigkeit. Als Obergrenze gilt die EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Mittlere Unternehmen dürfen max. 250 Mitarbeiter haben und höchstens 50 Mio. Euro Jahresumsatz oder 43 Mio. Euro Bilanzsumme aufweisen.
  • Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, unabhängig vom Unternehmensalter. Allerdings darf noch keine Insolvenz angemeldet worden sein.

Auch Freiberufler fallen unter die Richtlinien des Programms und können von der Förderung unternehmerischen Know-hows profitieren. Es sei denn, sie sind selbst in der Unternehmensberatung tätig oder wollen in diesem Bereich gründen. Auch Wirtschafts- oder Buchprüfer sowie Steuerberater sind ausgeschlossen, ebenso wie Rechtsanwälte, Notare oder Insolvenzverwalter.

Gemeinnützige Unternehmen, wie eine gGmbH, können keine Leistung zur Förderung unternehmerischen Know-hows aus diesem Programm beantragen.

Die Zuschüsse für die Beratungen werden nur bereits gegründeten Unternehmen gewährt. Für Gründer in der Vorgründungsphase sind weiterhin Förderprogramme der Bundesländer maßgeblich. Für die Bestimmung des Unternehmensalters wird die Gewerbeanmeldung bzw. der Handelsregistereintrag herangezogen. Bei Freiberuflern ist es der Zeitpunkt der Anmeldung beim Finanzamt.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe der Förderung des Programms zur Förderung unternehmerischen Know-hows richtet sich nach der Unternehmensphase und dem Firmensitz:

  • Junge Unternehmen: hier ist ein Beratungshonorar bis 4.000 Euro förderfähig. Gründer aus den neuen Bundesländern (außer Berlin und Region Leipzig) erhalten einen Zuschuss von 80 %, tragen also nur 20 % der Beratungskosten selbst. Wer aus der Region Lüneburg stammt, kann auf einen Zuschuss von 60 % bauen. Für alle übrigen Gründer liegt die Förderhöhe bei 50 % des Honorars.

Beispiel: Bei einer Beratungsleistung von 3.000 Euro beträgt der Eigenanteil, den ein Gründer aus Bayern zahlen muss, 1.500 Euro. Ein Gründer aus Mecklenburg-Vorpommern muss einen Eigenanteil von 600 Euro leisten.

  • Bestandsunternehmen: für diese Gruppe ist eine Beratungsleistung von maximal 3.000 Euro bezuschussbar, ebenfalls aufgeteilt in 80 %, 60 % und 50 % je nach Standort des Unternehmens.
  • Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten: diese Unternehmen erhalten eine Beratungsförderung in Höhe von 90 %, unabhängig vom Sitz. Das maximal förderfähige Honorar des Beraters darf bei 3.000 Euro liegen. Somit erhalten die Unternehmen einen Zuschuss von 2.700 Euro.

Was kann Gegenstand der Beratung sein?

Unter der Vorgabe Förderung unternehmerischen Know-hows können alle wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung Gegenstand der Beratung. Zudem gibt es noch eine Reihe von gesonderten Beratungsleistungen, die förderfähig sind.

Nicht gefördert werden Beratungen, die sich schwerpunktmäßig um Rechts- oder Versicherungsfragen drehen. Auch Tätigkeiten der Steuerberatung werden nicht mit einem Zuschuss gefördert.

Infografik: Foerderung unternehmerischen Know-hows

Wer darf beraten und wie wird die Förderung beantragt?

Unternehmen können nicht jeden Berater engagieren und auf einen Zuschuss hoffen. Damit die Beratung durch das Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows” gefördert wird, muss der Berater beim BAFA registriert und gelistet sein. Allerdings ist diese Liste nicht öffentlich einseh- oder gar recherchierbar. Insofern sollten Gründer stets zunächst mit dem Berater klären, ob dieser beim BAFA gelistet ist und somit die Beratung bezuschusst werden kann.

Wenn Sie als Gründer oder Unternehmer nun eine geförderte Beratung über das Programm Förderung unternehmerischen Know-hows in Anspruch nehmen wollen, können Sie dies online auf der Plattform des BAFA beantragen. Der Antrag wird von einer sogenannten Leitstelle geprüft. Als Leitstelle fungieren beispielsweise der DIHK oder der Zentralverband des Deutschen Handwerks.

Gründer, also Unternehmen, die noch nicht zwei Jahre am Markt sind, sowie Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten müssen zudem für die Antragstellung ein kostenfreies Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner führen.

Wer als regionaler Ansprechpartner fungiert, kann wiederum über die Leitstellen erfragt werden. Ist der Antrag eingegangen, wird dieser geprüft. Als Antragsteller werden Sie anschließend über das Ergebnis informiert. Danach unterschreiben Sie den Beratungsvertrag und können mit der Beratung beginnen.

Es ist wichtig, diese zeitliche Abfolge unbedingt einzuhalten, da eine rückwirkende Förderung nicht möglich ist.

Daraufhin sind allerdings noch weitere Formalitäten zu erfüllen. So muss innerhalb von sechs Monaten nach Erhalt des Schreibens der Leitstelle auch ein sogenannter Verwendungsnachweis über die Antragsplattform des BAFA eingereicht werden.

Der Verwendungsnachweis und die weiteren Unterlagen, wie der Beratungsbericht des Beraters, werden durch die Leitstelle geprüft und an das BAFA zur finalen Entscheidung auf Bewilligung und Auszahlung des Zuschusses weitergeleitet.

Fazit zum Programm Förderung unternehmerischen Know-hows

Es ist sicherlich nicht unsinnig Beratungsprogramme zu bündeln und stringenter auszurichten. Allerdings hätte man dann auch gleich alle bestehenden Vorgründungsprogramme vereinheitlichen können. Dass das Programm nun beim BAFA und nicht bei der KfW aufgehängt ist, erscheint für uns nicht als die beste Lösung. Schließlich dürfte die KfW in der Gründerlandschaft über eine deutlich höhere Bekanntheit verfügen als das BAFA.

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