Das kleine Büro 1×1: mein Haus, mein Auto, mein Büro



Was die Rutsche im Büro von Google ist, ist eine Kletterwand bei Trivago. Hund und Kicker sind schon Standard und somit fast schon wieder out in einem hippen Start-up-Büro. Zumindest kann dieser Eindruck entstehen, wenn man sich durch Bildergalerien der gewachsenen Start-ups klickt. In der Realität sieht das aber in den meisten Fällen anders aus: Nicht zuletzt, weil vielen Gründern gerade am Anfang das Geld für ausgefallene Büros fehlt. Unser kleines Büro 1×1 erklärt, welche Punkte Gründer bei der Büroauswahl auf jeden Fall berücksichtigen sollten.

Wie empfange ich meine Gäste? Wo ist der beste Standort für mein Büro? Sollte ich Geld sparen und im Homeoffice arbeiten? Bin ich dafür überhaupt der Typ? Und was würde so ein Büro überhaupt kosten? Das sind nur fünf von vielen Fragen, die sich ein Existenzgründer stellt, wenn er überlegt, welcher der beste Arbeitsplatz für sein Geschäftsmodell ist. Wo fängt man also am besten an? Folgende acht Schritte können eine Starthilfe sein.

Acht Schritte bis zu Ihrem neuen Büro

Schritt #1. Wählen Sie den passenden Standort. Dabei sollten Sie sich fragen, ob Sie auf Laufkundschaft angewiesen sind, aber auch ob Zulieferer und/oder Mitarbeiter Sie gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. mit dem Auto erreichen können. Je nach Geschäftsmodell lohnt sich der Aufpreis für die Miete, den man in der Innenstadt zahlt. Für viele Start-ups reicht aber eine weniger gefragte Gegend absolut aus und es können Kosten gespart werden.

Rutsche im Züricher Büro von Google
Statt Aufzug und Treppe: Im Züricher Büro von Google wird gerutscht. (Foto: Google)

Schritt #2. Je nach Anzahl der Mitarbeiter benötigen Sie mehr oder weniger Platz in Ihrem Büro. Aber auch an zusätzliche Räumlichkeiten, wie einem Besprechungszimmer oder einem Aufenthaltsraum sollten Sie bei der Auswahl denken. Gegebenenfalls behalten Sie bereits während der Suche für das erste Büro im Hinterkopf, dass Sie im Idealfall wachsen. Überprüfen Sie also, ob im dem selben Gebäude oder in der Umgebung die Möglichkeit für eine Erweiterung besteht.

Schritt #3. In der Finanzplanung für Ihr Büro sollten Sie nicht nur die Mietkosten für das Büro einplanen, sondern auch an die laufenden Kosten für Strom und Wasser, die Einrichtung sowie die Kosten für einen Telefon- und Internetanschluss denken. Auch die Gewerbesteuersätze variieren von Stadt zu Stadt, insbesondere zwischen Groß- und Kleinstädten kann es deutliche Unterschiede geben. Machen Sie sich also mit allen Kosten vertraut, bevor Sie sich für ein Objekt entscheiden und wägen Sie ab, ob sich diese Kosten wirklich rentieren.

Schritt #4. Bei der Auswahl des Büros sollten Sie auch die Mindestmietdauer beachten. Die meisten Verträge werden direkt für mehrere Jahre aufgesetzt. Sie sollten sich also überlegen, ob Sie wirklich langfristig ein Büro benötigen oder ob Sie gerade für den Start nicht besser eine Alternative ausprobieren. Fragen Sie den Vermieter oder Makler gezielt nach der Mindestmietdauer und lassen Sie Ihren Vertrag im besten Fall von einem Experten prüfen, bevor Sie ihn unterschreiben.

Schritt #5. Auch die Ausstattung sollten Sie gut prüfen. Vor allem ältere Gebäude locken Start-ups mit hohen Decken, großzügigen Räumlichkeiten und einer damit verbundenen coolen Atmosphäre. Testen Sie aber vor der Auswahl eines Büros, ob bspw. der Handyempfang funktioniert und genügend Steckdosen vorhanden sind. Auch Dinge wie sanitäre Einrichtungen und die Option für eine Küche können Faktoren für oder gegen Büroräume sein. Achten Sie bei Ihrer Besichtigung zudem auf Heizmöglichkeiten bzw. Lichtverhältnisse.

Indoor Fahrradweg bei Google in den Niederlanden
In den Niederlanden kann bei Google von Büro zu Büro geradelt werden. (Foto: Google)

Schritt #6. Fahrräder gehören bei Google in den Niederlanden zur Büroeinrichtung. Doch was muss ein durchschnittlicher Gründer neben dem Mobiliar einplanen? Zum einen zählen Geräte wie Drucker, Computer oder Telefone zur Einrichtung. Zum anderen sollten Sie an einen Grundstock an Büromaterialien denken.

Für die umweltschonende Variante können Sie sich auch über ein papierloses Büro Gedanken machen. Die Umstellung erfolgt in vier Schritten.

Bilder, Pflanzen und Deko können Ihr Büro aufwerten. Für den Spaßfaktor müssen es nicht gleich eine Rutsche oder ein Fahrradweg sein. Gewisse Anreize können Sie Ihren Mitarbeitern trotzdem bieten: Ein Kicker, eine Dartscheibe oder eine gemütliche Kaffee-Ecke genügen für den Anfang.

Schritt #7. Je nach Branche unterscheiden sich auch die weiteren Anforderungen eines Büros. In der Gastronomie herrschen ganz besondere Auflagen, beispielsweise hinsichtlich der Hygiene. Auch ein Lager kann ein zusätzliches Thema sein, wenn Sie im Einzelhandel oder im produzierenden Gewerbe tätig sind. Schreiben Sie sich eine Liste mit zusätzlichen Anforderungen, die für Ihr ganz spezielles Business zutreffen könnten.

Schritt #8. Telefonservice, Sekretariat, gemietetes Postfach oder gleich ein Rundumpaket – ein Büroservice kann Ihnen lästige Arbeit abnehmen, ganz egal, für welches Büro Sie sich entscheiden.

Alternativen zum eigenen Büro

Bevor Sie sich auf die Bürosuche machen, sollten Sie sich ganz generell fragen, ob Sie für Ihre Tätigkeit wirklich ein eigenes Büro benötigen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen zum eigenen Büro, die sich durchaus etabliert haben.

Das Homeoffice: Es ist das wohl umstrittenste Modell. Denn ob man dort wirklich effektiv sein kann, ist ganz und gar vom Typ abhängig. Die einen schwören darauf, die anderen zweifeln an ihrer eigenen Produktivität. Zwei Dinge stehen aber auf jeden Fall fest. Erstens: Das Homeoffice spart Kosten und Zeit, beispielsweise für die Fahrten zum Büro und zurück. Zweitens: Es fehlt aber der persönliche Austausch, den man im Büro unter Kollegen hat. Inwiefern diese Faktoren Relevanz haben, muss von Geschäftsmodell zu Geschäftsmodell abgewogen werden.

Büro
Telefonkonferenz oder Besprechungszimmer? Beide Optionen haben Vor- und Nachteile.

Ein CoWorking-Space: Ein Mittelweg zwischen Homeoffice und eigenem Büro kann ein CoWorking-Space sein, in dem Sie eine Räumlichkeit nach Bedarf stunden- oder tageweise gemeinsam mit anderen Gründern teilen. Sie treffen in einem CoWorking-Space also andere Freiberufler oder Existenzgründer. Somit sind Sie in Gesellschaft, tragen aber nicht die Kosten für ein gesamtes Büro. Doch auch hier gilt wie für das Homeoffice: Testen Sie das Modell CoWorking und ggf. auch verschiedene Anbieter, damit Sie später sicherstellen können, dass Sie dort die nötige Konzentration finden und sich in der Umgebung der jeweiligen CoWorker auch gut zurecht finden.

Ein Büro auf Zeit: Auch ein Büro auf Zeit kann ein komplettes Büro ersetzen. Bei diesem Modell mieten Sie eigene Büroräume stunden- oder tageweise. Auch Besprechungsräume und ein Büroservice können mit angemietet werden. Dazu zählt beispielsweise ein Telefon- oder Postservice im Rahmen eines virtuellen Büros.

Wissenschafts- und Technologieparks: Wenn Sie eine Produktionsstätte, ein Labor oder eine Forschungseinrichtung eröffnen, so sind Innovations-, Technologie- und Gründerzentren oder auch Wissenschafts- und Technologieparks eine gute Anlaufstelle für Existenzgründer.

kinder-style.com.ua/boys/pizhamydlja-malchikov/

просо продать

permanent eyebrows toronto