Das Dilemma mit dem Coding-Talent



Internet-Start-ups sind auf gute Programmierer angewiesen. Doch kosten talentierte Softwareentwickler teures Geld. Geld, das man gerade als junges Unternehmen oft nicht hat. Manch ein Gründer könnte in Versuchung geraten, sein Entwicklungsteam outzusourcen, um so Kosten zu sparen. Einen anderen Weg ist Felicia Schneiderhan mit ihrem Start-up gegangen. Sie machte sich im Ausland auf die Suche nach guten und günstigen Programmierern. In folgendem Erlebnisbericht beschreibt sie ihre Erfahrungen.

Unser Start-up hat seinen Hauptsitz im Herzen New York Citys. Einerseits hat das viele Vorteile: Wir sitzen inmitten einer regen Gründerszene, was es uns einfacher macht, Verbündete zu finden und Fundraising zu betreiben. Auch als Markt ist New York City mit seinen unzähligen Firmen in der Tech-, Beratungs- und Werbebranche interessant. Doch wie viele Software Start-ups in NYC stehen auch wir vor der großen Herausforderung, gute Programmierer zu finden. Diese sind so knapp, dass Kandidaten mit ausreichend Erfahrung gerne ein Gehalt von weit über 150.000 Dollar erwarten. Für ein Start-up im frühen Stadium ist ein solches Gehalt nicht zu stemmen.

Als wir im September vor diesem Dilemma stehen, hat mein Mitgründer schon große Teile unseres selbst programmiert. Dennoch brauchen wir dringend Unterstützung in Sachen Software-Entwicklung, um unsere Spitzenposition im Markt zu halten und im schlimmsten Fall mit dem Tempo der Konkurrenz mithalten zu können.

Outsourcen kommt nicht in Frage

Unter den Möglichkeiten, die wir in Betracht ziehen, ist auch, unsere Software-Entwicklung in ein anderes Land auszulagern. In diesem Fall würden wir einen sogenannten Dev-Shop in einem Niedriglohnland mit der Programmierung beauftragen. Nachdem wir Feedback von unseren Beratern und anderen Gründern eingeholt haben, ist uns schnell klar, dass Outsourcing für uns nicht in Frage kommt. Da wir unsere Reisemanagement Software „nahe am Kunden bauen”, passen wir Einzelheiten fortlaufend an und verbessern sie, was schwer mit der Arbeitsweise eines Dev-Shops vereinbar ist. Auch ist die Übergabe des fertigen Codes in die Hände eines in-house Dev-Teams problematisch, da keiner der Start-up-eigenen Programmierer in der notwendigen Tiefe mit dem Code vertraut ist.

Riccardo, mein Mitgründer, und ich entscheiden uns schließlich, unser eigenes Entwicklerteam aufzubauen – in einem Land, wo es unser Budget erlaubt.

Die Qual der Wahl

In den darauffolgenden Wochen recherchieren wir, welches Land für unser Vorhaben am besten geeignet ist. Die hilfreichsten Ratschläge kommen von anderen Gründern, die selbst Erfahrung damit gemacht haben, Programmierer im Ausland anzuheuern. Zur engeren Auswahl stehen Länder in Südamerika (Argentinien, Chile und Mexiko), Osteuropa (Ukraine, Slovienien) und Südostasien (Vietnam, Thailand, Die Philippinen).

So sieht ein Konferenzraum in Thailand aus.
So sieht ein Konferenzraum in Thailand aus.

Unsere Parameter, nach denen wir unsere Entscheidung richten, sind unter anderem, wie leicht sich Talent vor Ort finden lässt, das durchschnittliche Gehalt eines Programmierers, der Zeitunterschied zu New York, die Fluganbindung, die rechtliche Situation und die persönlichen Kontakte, die wir dort bereits haben. Nach zwei Wochen Recherche fällt unsere Wahl letztendlich auf Thailand und wir buchen unsere Flüge nach Bangkok.

Ein tropisches Unterfangen

Dank einer guten Freundin, die aus Bangkok kommt und dort auch momentan lebt, finden wir schon vor Abflug eine Wohnung, die im Zentrum und nahe eines Coworking Hubs liegt. Gleich nach Ankunft ist unsere erste Mission, einen guten Arbeitsplatz zu finden. Somit pilgern wir eine Woche lang durch Bangkok, um einen Ort zu auszumachen, wo wir ein Teambüro mieten und gleichzeitig den Kontakt zu anderen Start-ups finden werden. Die ersten Tage in Bangkok sind intensiv. Die Hitze erschöpft uns schnell.

Im Innern des Hubba Coworking Spaces.
Im Innern des Hubba Coworking Spaces.

Gleichzeitig sind wir völlig fasziniert vom tropischen Getümmel. Bangkok ist eine laute Stadt. Sie ist voll von Gerüchen, hupenden Autos und Mopeds, grünen Pflanzen, Straßenhändlern, Essensständen und religiösen Sinnbildern. Hohe Wolkenkratzer stehen neben kleinen goldenen Tempeln mit verspielten Dächern. In 30 Meter Höhe teilt der Skytrain die Stadt in vier große Teile. Drei Mal am Tag versinkt der Verkehr in einem zähfließenden Riesenstau, flimmernd vor Hitze und Abgasen. Im Dezember ist hier gerade die Regenzeit vorbei und der Winter herrscht unbarmherzig mit über 30 Grad Celsius.

Bangkoks Start-up-Szene ist noch sehr jung. Es gibt eine Handvoll Einrichtungen, in der die kleineren Start-ups nebeneinander arbeiten. Start-ups, die schon mehrere Kapitalrunden hinter sich haben, arbeiten für gewöhnlich in ihren eigenen Büros. Wir mieten uns schließlich ein kleines Team Office im Hubba. Der Hubba ist einer der ältesten Coworking Spaces hier in Bangkok und eine Institution unter Start-ups und Freelancern. Im Hauptgebäude, das mehrere hundert Quadratmeter Fläche hat, arbeiten vor allem Expats an ihren Projekten. Wir arbeiten im Nebengebäude neben dem Hubba-Team und unter vorwiegend Thai-Gründern.

Unser neues Büro hat eine große Fensterfront, die direkt an einen kleinen, dschungelartigen Garten grenzt. Wir fühlen uns schnell wie zu Hause.

Hier im Coworking Space laufen alle barfuß. Wir haben einen Hubba-Hund, der immer wieder Besuch von einem kleinen Streuner bekommt und spielend durch den Garten tobt.

Abends halten wir unsere Telefonate draußen auf der kleinen Terasse, denn selbst nachts sinkt die Temperatur nie unter 25 Grad. Parallel zu unserer Jagd nach dem richtigen Coworking Space, haben wir auch die Suche nach Tech-Talent eingeläutet. Und die gestaltet sich schwieriger, als erwartet.

Hier geht es weiter mit dem zweiten Teil von Felicia Schneiderhans Erlebnisbericht über ihr Bangkok Start-up Abenteuer.

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