Start-up will Häuser mit Abfällen bauen



Die eigenen vier Wände aus den Getreideabfällen der Landwirtschaft? Das klingt nach einem Scherz, ist aber das Geschäftsmodell des britischen Jungunternehmens Adaptavate. Experten halten große Stücke auf die Idee und belohnen sie mit dem Gewinn des Green Alley Awards 2015. Diese Geschäftsidee zur Kreislaufwirtschaft und die der anderen fünf Finalisten beim grünen Gründerwettbewerb sollten Sie kennen. Denn sie könnten unsere Zukunft sein.

Im Sommer suchten Green Alley und Seedmatch mit dem Green Alley Award bereits zum zweiten Mal grüne Gründer mit innovativen Geschäftsideen zur Kreislaufwirtschaft. Die Macher haben sich nämlich der Aufgabe verschrieben, den Umgang mit Abfall zu hinterfragen und Ressourcen besser zu schonen.

Nach einer erfolgreichen ersten Runde im Vorjahr stiegen dieses Mal sogar zwei weitere Partner ein, um den grünen Gründerwettbewerb aufs nächste Level zu heben: die European Recycling Plattform UK und Bethnal Green Ventures aus Großbritannien.

Miriam Kehl vom Green Alley Award erzählte uns vor einiger Zeit, welches Ziel sie mit der aktuellen Wettbewerbsrunde verfolgten:

Unter dem Motto „connecting green ideas from Berlin to London“ wollen wir gemeinsam Synergien zwischen den beiden wichtigsten Gründerstädten Europas schaffen. Auf diese Weise sollen nicht nur die Start-ups, sondern auch die Wirtschaft von einem europäischen Netzwerk der Green Economy profitieren.

Der Plan ging auf. Dem internationalen Aufruf, sich um den mit 20.000 Euro dotierten Award zu bewerben, folgten rund 100 Start-ups aus 17 verschiedenen Ländern.

In die Endrunde zum finalen Pitch nach Berlin kamen sechs Start-ups aus Deutschland, Großbritannien und Irland. Sie alle haben durchdachte Geschäftsideen entwickelt, die die Kreislaufwirtschaft optimieren, und hätten allesamt den Sieg verdient. Jeder der Finalisten stellte sich und sein Konzept binnen drei Minuten vor, bevor sie für weitere fünf Minuten Antworten auf die Fragen der Jury gaben.

Gewonnen hat letztendlich ein innovativer Ansatz, der übliche Gipsplatten im Bau schon bald zur Vergangenheit machen könnte. Denn die Wandplatten des Green Alley Award 2015-Preisträgers werden aus Getreideabfällen hergestellt und sind damit nachhaltiger als die herkömmliche Variante. Was die Landwirtschaft nicht mehr braucht, wird so zu Baumaterial.

Adaptavate ist Sieger des Green Alley Awards 2015
Adaptavate ist Sieger des Green Alley Awards 2015 (Foto: Green Alley)

Die Erfinder der recycelbaren Wandplatten heißen Tom Robinson und Alberto Fernandez und sind die Gründer des . Ganz konkret heißt das Produkt „Breathaboard“. Es wird zu 75 % aus Getreideabfällen der Landwirtschaft hergestellt und ist vollständig kompostierbar. Jan Patrick Schulz, Geschäftsführer der Green Alley Investment GmbH, erklärt den Sieg von Adaptavate beim Green Alley Award 2015 so:

Das smarte Produkt hat uns mit seinen Vorteilen gegenüber herkömmlichen Baustoffen überzeugt: Breathaboard wird größtenteils aus einem natürlichen Abfallprodukt hergestellt, verbraucht weniger Ressourcen und lässt sich durch die Kompostierbarkeit leichter entsorgen. Zudem fördert seine atmungsaktive Eigenschaft das Raumklima.

Adaptavate aus London erhält mit dem Green Alley Award 2015 Geld- und Sachleistungen im Wert von bis zu 20.000 Euro, darunter sechs Monate freien Coworking Space in Berlin, wo die Gründer von Adaptavate zahlreiche neue Möglichkeiten zur Vernetzung mit anderen Gründern der Branche nutzen können. Zudem erhält das Start-up die Chance auf eine Finanzierung durch ein Investment oder Crowdfunding.

Dennoch sei die Entscheidung für nur ein Start-up nicht leicht gefallen, wie Jens-Uwe Sauer, Geschäftsführer von Seedmatch, erklärt. Schließlich haben alle Finalisten ein enormes Potenzial und das Zeug für neue Trends in der Kreislaufwirtschaft. Die Ideen der fünf anderen Finalisten des Green Alley Awards 2015 stellen wir im Folgenden vor.

Die Finalisten des Green Alley Awards 2015

mit einer smarten Abfalltonne für elektronische Geräte. Über eine Kamera erkennt die schlaue Elektroschrott-Tonne automatisch die eingeworfenen Geräte. Gekoppelt ist sie mit einer App, über die der User wichtige Informationen zu seinem elektronischen Abfall erhält und für seinen Einwurf mit Bonuspunkten belohnt wird.

Das möchte Tierfutter aus den Bioabfall fressenden Larven der Soldatenfliegen herstellen. Die Proteinlieferanten lösen gleich zwei Probleme auf einen Schlag. Ernähren sich die Larven von Bioabfällen, können sie das Abfallvolumen erheblich senken und werden gleichzeitig zu einem protein- und nähstoffreichen Tier-Futtermittel.

In Berlin beschäftigt sich das mit vertikalen Gewächshäusern für den nachhaltigen und lokalen Anbau von Lebensmitteln. Damit wollen die Gründer den Anbau von Obst und Gemüse dorthin bringen, wo die Menschen auch leben: in die Städte. Die Gewächshäuser von InFarm können sowohl in Supermärkten also auch Restaurants und Bürogebäuden zum Einsatz kommen.

Auch Photovoltaik-Anlagen erreichen nach etwa 20 Jahren ihr Lebensende und müssen ausgetauscht werden. So steht uns in Deutschland schon bald die erste PV-Entsorgungswelle bevor. Aber was tun mit den Solarmodulen? Das Stichwort heißt Upcycling. Das aus Singen verwandelt gebrauchte Module in Designertische, die Laptops oder Handys direkt mit Solarenergie versorgen können.

Solstrom Furniture
Für das Design des Tisches gab es sogar den renommierten Red Dot Award 2015

Die Gründer von Votechnik aus dem irischen Limerick warten mit einer Technologie für das umweltschonende und automatisierte Recycling von LCD-Bildschirmen auf. Denn erst bei der Entsorgung fällt auf, dass das Gerät giftige Substanzen, wie Quecksilber und Flüssigkristalle, enthält. Diese Gifte müssen gesondert entsorgt werden und machen Recycling zu einer Herausforderung. Die bereits patentierte Lösung des kann jene giftigen Elemente in einem automatisierten Prozess sicher entfernen.

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