Beste Ideen Hessens: Biodrink, Naturkosmetik und Confiserie



Beim hessischen Gründerpreis wurden Geschäftsideen gesucht, die nicht nur auf dem Papier gut aussehen, sondern sich auch in der Praxis bewährt haben, Arbeitsplätze schufen und als Vorbild für andere dienen können. Vergangene Woche wählte eine Jury unter neun Finalisten die Sieger in den Kategorien innovative Geschäftsidee, mutige Gründung und geschaffene Arbeitsplätze aus.

Die drei Gewinner des hessischen Gründerpreises setzten sich im Wettbewerbsverlauf Runde für Runde gegen 69 andere Wettbewerber durch. Teilnehmen konnten alle Gründer aus Hessen, deren Gründung nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Für die Qualität der Bewerber spricht, dass das Teilnehmerfeld trotz des jungen Alters bereits 640 Arbeitsplätze geschaffen hat. Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Gründungsförderung für das Bundesland:

Hessen ist das Flächenland mit der höchsten Gründungsintensität. Mit dem hessischen Gründerpreis wollen wir den Menschen Mut machen, etwas zu wagen.

acáo: die meisten geschaffenen Arbeitsplätze in Hessen

Bereits während des Studiums entwickelte das Gründertrio Michael Noven, Christopher Reimann und Florens Knorr, geplagt durch zahlreiche Nachtschichten, ein eigenes Erfrischungsgetränk. Denn die drei Freunde hatten genug von den falschen Werbeversprechen gängiger Energydrinks. Statt zuckersüß und ungesund sollte er natürlich und in Bioqualität sein. Nach einem experimentierfreudigen Jahr in der WG-Küche war ihr Rezept zusammengetragen.

Die Hauptzutaten sind Quitten, Sanddorn und Zitrusfrüchte. Für das erfrischende Element sorgt das Koffein aus Guarana-Beeren. Ihre Kreation verkaufen die jungen Gründer heute unter dem Namen und beschäftigen mittlerweile 15 Mitarbeiter, weitere Stellen seien für das kommende Jahr geplant.

Mit so einem Konzept und dem positiven Ausblick auf die Zukunft sicherte sich die Gründung aus Taunusstein den ersten Platz in der Kategorie „geschaffene Arbeitsplätze”.

acáo
Das Getränk acáo verspricht belebend und gesund zu sein (Foto: acáo)

Der 2. Platz geht an den 43einhalb sneaker store. Der Name steht für die gemeinsame Schuhgröße der beiden Gründer. Heute betreiben sie ein Geschäft, dessen Bekanntheit weit über die Landesgrenzen Hessens hinausreicht. Bronze ging an die Schneider Strick GmbH. Das Unternehmen produziert Strickwaren made in germany und kann durch die Übernahme des Strickwarenherstellers Burg auf 50 Jahre Erfahrung setzen.

be Organic ist die innovativste Idee beim hessischen Gründerpreis

Den Preis für die „innovativste Gründung“ verlieh Al-Wazir persönlich an die Gründerin Bahar Krahn von. In dem Salon der 31-Jährigen findet man ausschließlich pflanzliche Färbemittel und Kosmetika, die die gelernte Kosmetikerin selbst entwickelt und hergestellt hat.

Das Startkapital für den Schritt in die Selbstständigkeit sparte Krahn sich mit diversen Aufträgen bei Events, Veranstaltungen und TV-Shows wie „Germany’s Next Topmodel“ und für TV-Sender wie RTL und Pro7 zusammen.

be Organic
Die Kosmetikerin setzt auf Naturprodukte (Foto: be Organic)

Weitere Preise in dieser Kategorie gingen an Dominik Benner von Schuhe24 (Platz 2), der dem traditionellen Schuhhandel einen neuen Vertriebsweg im Internet eröffnet und damit Zalando und Co. den Kampf ansagt. Auch ein Zulieferer für Lackiersysteme, die AOM-Systems GmbH (Platz 3) ergatterte eine Auszeichnung.

Engelswerk Confiserie: von den Kinderschuhen in die Selbstständigkeit

In der Kategorie „mutige Gründung“ jubelte Corinna Engel, Gründerin der . Schon im zarten Alter von zehn Jahren wusste Engel, dass sie Konditorin werden möchte. Sie absolvierte Schulpraktika, lernte Pralinen herzustellen, als andere Schüler noch naschten, und machte sich an die Kunst des Rosenmodellierens. Sie blieb dabei und entschloss sich für das Konditorhandwerk. Nach einer Ausbildung mit Auszeichnung als Jahrgangsbeste der Handwerkskammer Frankfurt sammelte sie im ganzen Rhein-Main-Gebiet Erfahrungen und saugte Wissen auf.

2011 wurde Engel zur Meisterin, 2012 – mit nur 27 Jahren – zur erfolgreichen Existenzgründerin.

Engelswerk Confiserie
Die Gründerin Corinna Engel (Foto: Engelswerk Confiserie)

Auch Julia Scholz, Gründerin von Maison de la Glace, und Andrea Bienia, Gründerin der Nähschule Lorsch wurden als mutige Gründungen ausgezeichnet. Letztere schaffte es von Hartz 4 zur etablierten Unternehmerin. Mehr darüber können Sie in unseren Gründergeschichten vom hessischen Gründerpreis lesen.

Weitere Gründer- und Businessplanwettbewerbe

Jedes Jahr finden mehr als 120 Gründer- und Businessplanwettbewerbe bundesweit statt. Einen Überblick finden Sie in unserer Publikation zum Thema. Auf unserem Portal Recitfga-bsl.info geben wir zahlreiche Bewerbungstipps für die Teilnahme an einem Gründerwettbewerb.

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