33 Tipps, um bei Google besser gefunden zu werden



Was sind die häufigsten Fehler in der Suchmaschinenoptimierung? Welche Rankingfaktoren für mobile Suchanfragen sollte man auf jeden Fall kennen? Wie schaffe ich nutzerzentrierten Content? Auf dem SEO-Day in Köln wurden diese und viele weitere Fragen zur Suchmaschinenoptimierung ausführlich beantwortet. Wir stellen die 33 wichtigsten Fakten, Trends sowie Tipps & Tricks zu SEO vor.

Am vorigen Freitag konnte man im Fußballstadion des 1. FC Köln ausnahmsweise einmal keine 22 Männer über den Rasen rennen sehen. Stattdessen versammelten sich über 600 Teilnehmer in den Räumen des RheinEnergie Stadions, um nur ein einziges Thema zu diskutieren: von Google richtig gefunden werden.

Der SEO-Day 2015 in Köln

Über 36 Referenten aus der deutschen SEO-Szene präsentierten bei der in Köln in kurzweiligen Vorträgen zur Suchmaschinenoptimierung aktuelle Trends rund um Linkaufbau, Contentgestaltung und Co. Neben einem breiten Vortragsspektrum durften sich die Teilnehmer an Messeständen über die neuesten SEO-Tools informieren und konnten im Gespräch mit anderen Teilnehmern ihr Netzwerk erweitern.

Auch Recitfga-bsl.info war vor Ort und durfte eine Menge über die neuesten Entwicklungen in der Suchmaschinenoptimierung in Erfahrung bringen. Die besten 33 Tipps, Tricks und Fakten zur SEO haben wir nachfolgend zusammengestellt.

Stadion Köln SEO-Day
Eine außergewöhnliche Event-Location: Der SEO-Day im RheinEnergie Stadion in Köln

So werden Sie auch auf dem Smartphone gefunden

Nicht ohne Grund hat Google am 21. April 2015 seinen Ranking-Algorithmus für mobile Suchanfragen angepasst: In Deutschland surft mittlerweile fast jeder vierte Webseitenbesucher auf einem mobilen Endgerät. Dies sollten Sie daher über Suchmaschinenoptimierung für Smartphones, Tablets und Co. wissen:

  1. Das Algorithmus-Update vom 21. April hat manche Webseitenbetreiber stärker getroffen, als erwartet. So haben auch große Webseiten, wie beispielsweise wissen.de, 46 % ihrer Sichtbarkeit bei mobilen Suchanfragen verloren.
  2. Das Update wird kontinuierlich ausgerollt – auch heute noch werden mobile Rankingfaktoren von Tag zu Tag stärker gewichtet.
  3. Backlinks zählen bei Desktop-Suchanfragen zu einem der wichtigsten Rankingfaktoren. Bei mobilen Webseiten mit URLs wie http://mobile.domain.de sind Backlinks jedoch nahezu irrelevant, da über Smartphones oder Tablets kaum verlinkt wird.
  4. Texte sollten auf mobilen Webseiten besonders gut strukturiert sein, beispielsweise durch die Platzierung von Bulletpoints oder Sprungmarken gleich zu Beginn der Seite.
  5. Die Ladezeit mobiler Webseiten sollte möglichst gering gehalten werden, da sich die Geschwindigkeit für Download und Seitenaufbau auf einem Smartphone immer noch gravierend von Desktop-PCs unterscheidet.
  6. Keywordorientierung, beispielsweise in Form des Keywords im Webseitentitel, spielt beim mobilen Surfen eine untergeordnete Rolle. Die Nutzererfahrung ist deutlich wichtiger für das Google-Ranking.

Nutzerzentrierter Content vs. Keyword-Orientierung

Der viel genutzte Spruch „Content is King“ spielt bei der Suchmaschinenoptimierung von Jahr zu Jahr eine größere Rolle. Da gilt es, alles über Content zu wissen:

  1. Die Keyword-Dichte hat fast ausgedient. Es spielt nur noch eine untergeordnete Rolle, wie oft das besagte Keyword im Text vorkommt. User Signals, also das Verhalten des Nutzers auf der Seite nach dem Klicken auf den Google-Link, sind entscheidend.
  2. Bei der Content-Erstellung muss aus Sicht des Kunden gedacht werden: Welche Informationen erwartet der Webseitenbesucher bei der Suchanfrage XY? Mit welchen Inhalten kann dessen Problem gelöst werden?
  3. Je länger ein Text, desto besser – vorausgesetzt die Strukturierung und Lesbarkeit stimmt.
  4. Der Traffic über das Haupt-Keyword ist oft geringer als über die Vielzahl der unterschiedlichen Longtail-Keywords. Daher sollten bei der Content-Erstellung auch Neben-Keywords mit geringerem Suchvolumen im Text integriert werden.
  5. Content sollte möglichst vielfältig sein und Abwechslung bieten. Dazu gehören neben Texten eben auch Bilder, Videos und Zitate. Reine Textwüsten haben negative User Signals zur Folge.
  6. Eine hohe Absprungrate muss nicht unbedingt ein Hinweis auf schlechten Content sein, wenn gleichzeitig eine hohe Verweildauer gemessen werden kann.
  7. Guter Content ist allerdings trotzdem nur die Basis für ein gutes Ranking. Backlinks sind nämlich auch heute noch unverzichtbar.

Webseiten-Relaunch und die Folgen für das Google-Ranking

Wer eine neue Webseite launcht, der darf zumindest kurzfristig mit einer eingeschränkten Sichtbarkeit bei Google rechnen, da der Suchmaschinengigant die Änderungen erkennen und verarbeiten muss. Mit diesen Tipps und Erfahrungen wird der Webseiten-Relaunch dennoch zum Erfolg:

  1. Bei unstrukturierten Relaunches haben Webseiten schon einmal einen Einbruch der Sichtbarkeit bei Google von teilweise 98 % über mehrere Monate erlitten. Das Hauptproblem: Google wie auch die Nutzer finden altbekannte Webseiten nicht mehr.
  2. Die korrekten Weiterleitungen von alten URLs via 301-Weiterleitung auf den neuen Content sind daher wesentlich. Tote URLs sollten unbedingt vermieden werden.
  3. Werden einzelne Seiten komplett entfernt, sollte statt einer 404-Fehlermeldung („Nicht gefunden“) ein 410-Statuscode („Dauerhaft entfernt“) zurückgegeben werden.
  4. Bei einem kompletten Relaunch inklusive neuer URL-Struktur kann mit vier bis zwölf Monaten gerechnet werden, bis sich das Google-Ranking erholt.
  5. Mehrere größere Relaunches hintereinander sollten mit einem Abstand von mindestens sechs bis zwölf Monaten durchgeführt werden.

Backlinks gewinnen und eine Google-Abstrafung vermeiden

Eine Vielzahl an Backlinks in der entsprechenden Qualität hilft, bei Google gut gerankt zu werden. Greift man allerdings auf falsche Linkbuilding-Strategien zurück, kann man von Google abgestraft werden. Diese Tipps sollten Sie zu den beiden Themen Linkbuilding und Google Penalty kennen:

  1. Um Links von hochwertigen Seiten zu erhalten, kann ein Anruf beim jeweiligen Webmaster Wunder bewirken. Im Gespräch sollte jedoch nicht um die Verlinkung gebeten, sondern der Mehrwert des eigenen Contents dargestellt werden. Die Verlinkung folgt dann meist von ganz alleine.
  2. Mit Google Alerts können Sie per E-Mail darüber informiert werden, wenn Sie in einem anderen Online-Medium erwähnt werden. Sollte im Text die Verlinkung zu Ihrer Webseite fehlen, genügt oft ein kleiner Anruf, um einen weiteren wertvollen Backlink zu erhalten.
  3. Durch Webspamming erzeugte Backlinks sind der Hauptgrund für eine Google-Abstrafung. Diese führt zu einer Abwertung der eigenen Suchergebnisse und kann im schlimmsten Fall sogar den temporären Ausschluss aus dem Suchindex bedeuten.
  4. Unter Webspamming versteht man beispielsweise selbst gesetzte Links in Foren und Blogkommentaren, aber auch das Kaufen oder Anmieten von Links. Auch die häufige Verbreitung von Pressemitteilungen zur Linkgenerierung oder Links in Katalogen und Verzeichnissen können von Google je nach Ausmaß als Webspam erkannt werden.
  5. Durch das manuelle Entfernen solcher Links kann eine Abstrafung verhindert bzw. wieder rückgängig gemacht werden. Bei Links, die nicht selbst entfernt werden können, kann man als Webmaster auf das Disavow Tool von Google zurückgreifen.
  6. Allerdings fällt das Ranking auch nach Aufhebung eines Google Penalty oft schlechter aus als vor der Abstrafung. Häufig sind entfernte Links der Grund dafür, da Google diese vor der Abwertung noch als vollwertige Links gewichtet hat.

User Signals: das A und O in der Suchmaschinenoptimierung

Woran erkennt Google eigentlich, ob ein Webseitenbesucher mit dem Klick auf eine Webseite sein Problem lösen konnte? Positive User Signals sind für Google ein sehr wichtiger Rankingfaktor, daher sollten Sie diese drei User Signals unbedingt kennen:

  1. Die Anzahl der Seitenaufrufe und die Verweildauer sind wichtige User Signals. Je mehr Seitenaufrufe und je höher die Verweildauer, desto besser.
  2. Die Content-Interaktion ist ebenfalls ein relevanter Faktor: Klickt der Nutzer auf Buttons, Links oder Formularelemente? Nutzt er den Scroll-Balken, um sich auch den unteren Bereich einer Webseite anzusehen?
  3. Hat einem Besucher der Inhalt einer Webseite geholfen, dann ist die Wahrscheinlichkeit eines wiederholten Besuches größer, als wenn die Webseite nur nutzlose Inhalte zur Verfügung stellt.

Das sind die häufigsten SEO-Fehler

Bei der Suchmaschinenoptimierung scheitert es meistens an den grundlegenden Dingen. Daher stellen wir nachfolgend die sechs häufigsten SEO-Fehler vor:

  1. Der Title-Tag ist leer oder beschreibt den Inhalt der Seite nicht in ausreichendem Maß.
  2. Ein Webprojekt enthält mehrere Einzelseiten zu genau ein und demselben Thema bzw. Keyword.
  3. Der Keyword-Dichte wird eine zu hohe Relevanz zugeordnet. Google denkt immer weniger in Keywords, sondern in Themen. Der Unterschied zwischen „Migräne“ und „starker Kopfschmerz“ wird für Google also immer geringer.
  4. Themenseiten sind einseitig geschrieben und decken nicht ganzheitlich das Themengebiet ab. So werden nicht alle Zielgruppen angesprochen, die User Signals fallen in Teilen negativ aus.
  5. Der Suchkontext wird nicht beachtet. Mit der Suchanfrage „Halsschmerzen“ wird in der Regel keine wissenschaftliche Abhandlung über die Entstehung von Halsschmerzen, sondern eine Lösung zur Behebung der Schmerzen gesucht.
  6. Einmal erstellter Content wird nicht mehr aktualisiert. Veraltete Texte mit überholten Informationen führen zu negativen User Signals und verschlechtern das Ranking der Seite bei Google.

Sie möchten noch mehr darüber erfahren, wie Sie bei Google besser gefunden werden können? Auf unserer Seite zu SEO geben wir einen guten Überblick über die verschiedenen Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung. Wer schnellere Erfolge erzielen möchte, der sollte es mit Google AdWords oder Google My Business versuchen.

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