Passives Einkommen: Was ist dran am Umsatz ohne Arbeit?



Passives Einkommen: also Geld verdienen, ohne zu arbeiten? Das funktioniert natürlich nicht einfach so, aber Unternehmer können sich das Konzept des passiven Einkommens zunutze machen, indem sie einmalig erstellte Produkte an eine Vielzahl von Kunden vertreiben. Es gilt, vier Schritte zu befolgen, um ein Konzept für wiederkehrende Einnahmen mit möglichst geringem Arbeitsaufwand zu generieren. Lernen Sie außerdem fünf Beispiele für passives Einkommen kennen, die Ihnen dabei helfen, zusätzliche Umsätze zu erwirtschaften und dennoch mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben zu haben.

Welcher Selbstständige träumt nicht davon, mit nur wenigen Arbeitsstunden in der Woche ein Einkommen zu generieren, von dem man gut leben kann? Der Begriff des passiven Einkommens macht seit vielen Jahren in der Internetszene die Runde und wird von manchen sogar als eine Art Lebensphilosophie verstanden. Andere hingegen belächeln das Konzept bis heute nur als ein albernes Hirngespenst.

Der Ursprung des Hypes reicht bis ins Jahr 2007 zurück, als der bis dahin unbekannte Unternehmer Timothy Ferriss den Besteller veröffentlichte und das Buch mit Millionen verkauften Exemplaren zu einem Klassiker rund um das Thema passives Einkommen wurde.

Passives Einkommen
Der Traum vom Geld verdienen: Passives Einkommen

Mit passivem Einkommen die eigene Arbeitszeit effizient nutzen

Das grundsätzliche Problem der meisten Selbstständigen liegt im ineffizienten Einsatz ihrer Arbeitszeit. Möchte beispielsweise ein selbstständiger Fliesenleger im Einmannbetrieb seinen Umsatz um 30 % steigern, muss er auch 30 % mehr Arbeitszeit investieren. Gleiches gilt für den Unternehmensberater: Möchte er sein Einkommen um 20 % erhöhen, muss er im Monat anstatt 10 eben 12 Klienten beraten.

Die investierte Arbeitszeit verhält sich also proportional zum Verdienst: Wer mehr verdienen will, muss mehr schuften.

Die Idee des passiven Einkommens ist es, diese proportionale Verbindung zwischen Arbeitszeit und Verdienst zu lösen, indem verschiedene Mechanismen eingesetzt werden, die einen Zusatzverdienst ermöglichen, ohne auch die entsprechende zusätzliche Zeit aufzuwenden.

Die Theorie des passiven Einkommens

Passives Einkommen wird oft gleichgesetzt mit der Generierung von Umsätzen, ohne dafür zu arbeiten. Das ist falsch. Denn auch beim Konzept des passiven Einkommens wird man ohne Arbeitseinsatz scheitern. Allerdings soll die investierte Zeit effizienter eingesetzt werden, indem eine vorhandene Reichweite zur Monetarisierung einmalig erstellter Produkte genutzt wird. Klingt kompliziert? Nachfolgend die Vorgehensweise anhand eines Beispiels:

  • Schritt 1: Produkt erstellen
    Ein Unternehmensberater schreibt ein Buch und investiert dafür ein Monat an Arbeitszeit.
  • Schritt 2: Produkt automatisiert vertreiben
    Das Buch wird über einen Eigenverlag veröffentlicht und auf allen wichtigen Vertriebsplattformen, wie beispielsweise Amazon.com oder buecher.de, platziert.
  • Schritt 3: Passives Einkommen generieren
    Das Buch wird die nächsten Jahre – bei einem zeitlosen Thema womöglich Jahrzehnte – verkauft und der Autor erhält seine Autorenmarge, ohne weitere Arbeit im größeren Ausmaß für das Buch aufwenden zu müssen.
  • Schritt 4: Produktpflege
    Wurden kurzlebige Inhalte für das Buch ausgewählt, kann eine leichte Überarbeitung in regelmäßigen Abständen Sinn machen, um den Umsatz wieder etwas anzukurbeln.

Kennzeichnend für Produkte, die passives Einkommen generieren, ist deren kostenlose oder zumindest kostengünstige Nachbildung zur Wiederverwendung für weitere Kunden.

Dies gilt hauptsächlich für digitale Produkte, die nicht bei jeder Kundenanfrage neu erschaffen werden müssen, sondern unverändert oder nur mit geringen Anpassungen mehrmalig an verschiedene Kunden verkauft werden können.

Der automatisierte Vertrieb ist beim passiven Einkommen keine zwingende Voraussetzung, steigert jedoch die Arbeitseffizienz: Würde der Unternehmensberater sein Buch bei Lesungen oder einem Fachkongress verkaufen wollen, so stiege das Einkommen wieder nur proportional mit der investierten Zeit. Beim Verkauf über Amazon & Co. wird die enorme Reichweite der Plattformen zum Vertrieb genutzt, ohne selbst nur einen Finger rühren zu müssen.

5 Beispiele für passives Einkommen

Um das Konzept des passiven Einkommens noch besser zu veranschaulichen, können Beispiele aus der Praxis hilfreich sein. Diese nachfolgenden Beispiele konnten von Gründern und Selbstständigen schon erfolgreich angewendet werden:

  • Passives Einkommen für den Fotografen
    Ein Fotograf, der Auftragsarbeiten annimmt, erhält für jedes erstellte Foto einen einmaligen Betrag. Möchte er sich dem Konzept des passiven Einkommens bedienen, kann er versuchen, auf Online-Marktplätzen für lizenzfreie Fotos, wie zum Beispiel Fotolia, seine Fotografien zu platzieren. Dort erreicht er ein weltweites Publikum und kann die Lizenz für seine Fotografien zu günstigen Preisen an viele verschiedene Kunden weiterverkaufen. Durch die hohe Reichweite erzielen viele Fotografen langfristig gesehen höhere Umsätze, als wenn Auftragsarbeiten zu teureren Preisen durchgeführt worden wären.
  • Passives Einkommen für Programmierer und Webdesigner
    Für die IT-Branche gilt dasselbe wie für den Fotografen: Durch die Entwicklung von wiederverwendbarer Software oder Designvorlagen können freiberufliche Programmierer und Webdesigner sich das Konzept des passiven Einkommens zunutze machen. Der Verkauf von WordPress-Themes oder -Plugins wäre ein solches Beispiel. Aber auch App-Programmierer können vom passiven Einkommen profitieren, indem Sie kostenpflichtige Applikationen entwickeln, die automatisiert über die großen App-Stores vertrieben werden.
  • Passives Einkommen für kreative Experten
    Ob selbstständiger Unternehmensberater, Marketingprofi oder Geisteswissenschaftler – sie alle sind Experten in ihrem Fachgebiet. Das Konzept des passiven Einkommens eignet sich jedoch hauptsächlich für Berufsgruppen mit digitalen Produkten, die vervielfältigt werden können. Das ist bei beratenden Berufsgruppen nicht der Fall. Allerdings können auch diese Berufe vom passiven Einkommen profitieren, indem sie ein digitales Nebenprodukt erschaffen, zum Beispiel durch den Verkauf von Büchern und eBooks. Experten können ihr gesammeltes Know-how niederschreiben und auf diese Weise ein regelmäßiges Einkommen generieren. Zusätzlich profitieren sie von ihrem Expertenstatus – schließlich haben sie ein Buch geschrieben – und können ihre Dienstleistung hochpreisiger verkaufen.
  • Passives Einkommen für Webseitenbesitzer
    Sie betreiben eine Webseite oder haben vor, einen Blog zu starten? Wenn Sie bei Google gut gefunden werden, können Sie über Ihre Webseite eine Vielzahl an Personen erreichen. Durch die Platzierung von Werbebannern und Affiliate-Links können Sie ein passives Einkommen generieren. Hierzu ist allerdings auch eine gewisse Pflege notwendig, sodass zum Aufrechterhalten des Geldflusses auch weiterhin ein gewisses Maß an Arbeit investiert werden muss.
  • Passives Einkommen durch Wachstum
    Diese Art des passiven Einkommens wird in der Literatur selten erwähnt, obwohl es eigentlich schon seit Jahrtausenden existiert: das Wachstum des eigenen Unternehmens durch die Einstellung von Mitarbeitern. Gibt es die Auftragslage her, können Sie als Unternehmer Mitarbeiter einstellen und dadurch mehr Umsatz generieren. Übertrifft der zusätzliche Umsatz die Kosten, die für den neuen Mitarbeiter entstehen – was natürlich immer das Ziel sein sollte – so generieren Sie eine besondere Art des passiven Einkommens. Je mehr Mitarbeiter Sie haben, desto höher fällt dieses passive Einkommen aus, ohne dass Sie Mehrarbeit leisten müssen.

Diese Beispiele decken die wichtigsten Arten des passiven Einkommens ab und sollen Ihnen einen ersten Einblick in die Funktionsweise des passiven Einkommens geben. Auf dieser Basis können Sie nun selbst ein Konzept erarbeiten, dass zu Ihrer Selbstständigkeit passt und Ihre Arbeitseffizienz langfristig steigert.

Vom passiven Einkommen seinen Lebensunterhalt bestreiten

Viele, die sich mit dem Konzept des passiven Einkommens beschäftigen, haben die Hoffnung, ihren Lebensunterhalt davon bestreiten zu können. Einmal ein Buch geschrieben oder eine App programmiert, und das Geld fließt bis zum Lebensende, so die Vorstellung. Dieser Traum ist leider ein Irrglaube und wird nur bei den wenigsten Selbstständigen erfüllt. Über das Konzept des passiven Einkommens wird viel geschrieben, Theorie und Praxis gehen jedoch oft auseinander.

Die grundsätzliche Idee des automatisierten Verkaufs eines wiederverwendbaren Produktes ist trotz alledem ein wirtschaftlich sinnvolles Konzept, das Selbstständige neben ihren gewöhnlichen Auftragsarbeiten in ihr Geschäftsmodell integrieren sollten. Auch wenn sie dadurch die Arbeit nicht komplett niederlegen können: Es bleibt mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben, wie Familie, Freizeit und Freunde.

 

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