Vorfreude auf den Umzug: steck- und faltbare Möbel



Als Ingvar Kamprad vor sechzig Jahren die Geschäftsidee hatte, Möbel in Einzelteilen per Post an seine Kunden zu verschicken, mussten ihn seine Zeitgenossen für verrückt gehalten haben. Doch legte er damit den Grundstein für den schwedischen Möbelriesen. Room in a Box entwickelt das Konzept jetzt quasi weiter und arbeitet an einer kompletten Zimmereinrichtung, die man in einer einzigen Box verschicken kann. Wir stellen Ihnen dieses und zwei weitere Möbel-Start-ups vor.

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Room in a Box: ein ganzes Schlafzimmer in eine Karton

Das von zwei Studenten gegründete Start-up Room in a Box setzt auf ein ungewöhnliches Konzept: Möbel aus Wellpappe. Diese lassen sich zum Beispiel bei einem Umzug, auf- und zuschieben wie eine Ziehharmonika und bestehen zu 85 % aus recycelten Rohstoffen. Der CO2-Fußabdruck ist dadurch bis zu 75 % geringer als bei vergleichbaren Produkten. Produziert wird ausschließlich aus heimischen Rohstoffen und in Deutschland.

Room in a box
Sehen Studentenzimmer bald so aus? (Foto: Room in a Box)

Das langfristige Ziel des Start-ups ist es, eine komplette Zimmereinrichtung bestehend aus Bett, Schreibtisch, Stuhl und Regal in lediglich einer Kiste liefern zu können. Beim nächsten Umzug können so alle Möbel wieder in die Kiste zurück gepackt und an die neue Adresse geschickt werden. Noch beschränkt sich das Angebot auf ein Bett, einen Tisch und einen Hocker. Der Preis für ein Bett liegt bei 129 Euro. Die Möbel werden über den eigenen Onlineshop vertrieben. Beim Berliner Crowdfunding-Preis der Landesinitiative Projekt Zukunft hat den ersten Platz belegt.

Puzzles: anziehende Möbel

Puzzles ist ein Start-up aus Augsburg, das Möbel mit Magnetverbindungen entwickelt und vertreibt. Diese können jederzeit ohne Werkzeug „gepuzzelt“ werden. Die Möbel lassen sich dadurch einfach auf- und abbauen und können nachträglich modular erweitert oder durch den Austausch einzelner Elemente umgestaltet werden. Die von Puzzles entwickelten Magnetsteckverbindungen, welche beim Deutschen Patentamt geschützt sind, sind nach Unternehmensangaben nahezu verschleißfrei. Derzeit hat Puzzles ein Bett, ein Regalsystem und ein Wandboard im Sortiment, welche die Kunden auf der Webseite von Puzzles individuell konfigurieren können.

Die Produkte verkauft das Unternehmen im Direktvertrieb über den eigenen Onlineshop und seit Kurzem auch über den Fachhandel. So stehen die Möbel seit Mai in ersten Fachgeschäften in Augsburg, München, Freiburg und Karlsruhe. Außerdem vertreibt die Module auch einzeln und bietet passendes Zubehör an, um die Möbel erweiterbar und multifunktional nutzbar zu machen. Bis Mitte 2016 möchte Puzzles einen flächendeckenden Handelsvertrieb in ganz Deutschland aufbauen und anschließend in weitere europäische Länder expandieren. Zusätzlich soll auch die Produktauswahl erweitert werden. Die dafür benötigten Mittel sollen mithilfe einer Crowdinvesting-Kampagne eingesammelt werden.

Roomhero: Stilberatung bei der Einrichtung

Curated Shopping gilt vielen als die nächste Evolutionsstufe im Onlinehandel. Da Onlinehändler allein mit günstigen Preisen sich nicht mehr von der Konkurrenz absetzen können, versuchen es manche mit mehr Beratung. Bekannte Vertreter des Curated Shoppings sind beispielsweise die Modeunternehmen Kisura, Outfittery oder Modomoto. Sie verbinden das Online-Shopping mit einer Stilberatung, wie im Einzelhandel. Ein Start-up aus Frankfurt möchte das Konzept auf die Möbelbranche übertragen. Es richtet sich an alle, die nicht wissen, wie sie ihre Wohnung, ihr Haus oder ihren Arbeitsplatz einrichten sollen – oder einfach keine Zeit und Lust haben, sich mit dem Einrichtungsprozess zu beschäftigen.

Roomhero erstellt ein Wohnkonzept, das sich der Kunde auf dem Tablet oder PC in 3D ansehen kann.
Roomhero erstellt ein Wohnkonzept, das sich der Kunde auf dem Tablet oder PC in 3D ansehen kann (Bild roomhero.de)

Zuerst werden der Wohntyp und die Bedürfnisse des Kunden online abgefragt. Mithilfe der ermittelten Daten und eines Grundrisses entwickeln Einrichtungsspezialisten einen individuellen Einrichtungsvorschlag. Diesen kann sich der Kunde dank einer Augmented Reality Software als „begehbare“ 3D-Echtzeit-Simulation anschauen und dann entweder das Gesamtpaket oder einzelne Elemente daraus online bestellen. Die Erstellung eines Einrichtungsvorschlages ist kostenlos. Aktuell baut den Pool der strategischen Partner auf, deren Sortimente in den Einrichtungskonzepten verwendet werden sollen.

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