Recitfga-bsl.info wird 5: Wir packen aus – die ganze Wahrheit!



Vor genau fünf Jahren sind wir mit einem Businessplan in der Tasche ins Onlinegeschäft gestartet. Die Lernkurve war steil, die Traffickurve glücklicherweise auch. So wurde Recitfga-bsl.info ein anerkannter Partner in der Gründerwelt. Die Entwicklung hat nicht zuletzt die F.A.Z. Verlagsgruppe neugierig gemacht, die sich dann 2014 an dem Portal beteiligt hat. Wir geben heute auf Basis unserer Erfahrungen 13 Einblicke in den Alltag von Gründern für Gründer.

Die Suche nach dem passenden Geschäftsmodell für Plattformen im Internet hat uns in den vergangenen fünf Jahren umgetrieben, unsere Arbeit bei Recitfga-bsl.info dadurch aber auch ungemein spannend gemacht. Auf der anderen Seite rufen Gründer auf der Suche nach Unterstützung für ihren Weg in die Selbstständigkeit häufig auch direkt bei uns an. Wir versuchen natürlich zu helfen, wo wir können. Dementsprechend hoffen wir auch, mit den 13 folgenden An- und Einsichten aus unserem Gründeralltag nützliche Impulse setzen zu können.

5 Jahre - Team Fuer-Gruender.de

#1 Sind alle Fähigkeiten für die Gründung an Bord?

Was man für den Erfolg einer Gründung mitbringen muss, erkennt man oftmals erst später. Wir selbst hatten als Gründer eines Onlineportals alle einen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund. Damit kannten wir uns also zumindest gut mit den Themen aus, über die wir auf dem Portal schreiben wollten. Auf der anderen Seite beschränkte sich unsere Internetaffinität darauf, dass wir privat oder beruflich im Netz surften und eine E-Mail-Adresse besaßen.

Design, Usability, Programmierung und SEO von Webseiten waren hingegen böhmische Dörfer für uns. So mussten wir gerade in den Anfangsjahren bei manchen gemeinsamen Gesprächen am Tresen feststellen, dass wir genau das getan haben, was wir vielen Gründern nicht raten würden: sich in einem Bereich selbstständig zu machen, in dem man sich nicht gut auskennt. Doch nachdem wir die Defizite erkannten, haben wir angefangen, mit IT-Experten und Agenturen zusammenzuarbeiten und schnell zu lernen.

#2 Das mit dem Businessplan ist keine exakte Wissenschaft

Wir haben für die Gründung auch einen Businessplan erstellt und wurden von der Realität schneller eingeholt, als uns lieb war. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass wir empfehlen, keinen Businessplan zu schreiben. Vielmehr haben wir den Businessplan nach der Gründung als Instrument zum Controlling eingesetzt und auch den Finanzplan im Jahresrhythmus aktualisiert. Mit wachsender Erfahrung aus dem Tagesgeschäft ist unsere Planung auch wesentlich besser geworden. Gleichzeitig können wir zeitnah auf mögliche Abweichungen reagieren und Fehlentwicklungen korrigieren.

#3 Regelmäßig raus aus dem Hamsterrad

Ein Tipp, den wir Gründern gerne mitgeben wollen, ist, regelmäßige Strategietreffen einzuplanen. Wir treffen uns hierzu stets zum Jahresanfang in einem kleinen Städtchen im Harz und schließen uns dort für mehrere Tage ein. Die Klausurtagungen nutzen wir für einen Rückblick sowie zur Analyse und Planung des neuen Jahres. Dabei entwickeln wir auch eine Roadmap mit den anstehenden Aufgaben auf Monatsbasis. Auch hier haben wir im Laufe der Jahre dazugelernt: Man ist zu Beginn des Jahres in der Regel zu ambitioniert und stellt dann im Jahresverlauf fest, dass man nicht alle Punkte abarbeiten wird. So folgt ein Tipp zum Tipp: Planen Sie bei allem Tatendrang lieber realistisch!

#4 Deadlines setzen: Aufhören oder weitermachen?

Niemand weiß im Vorfeld, ob und vor allem wann eine Gründung (finanziell) erfolgreich sein wird. Wie bereits festgestellt, haben wir zu Beginn nicht die dynamische Entwicklung genommen, wie gehofft. An dieser Stelle gilt es, ehrlich zu sich selbst zu sein. Und so sollte auch stets die Fortsetzung des Unternehmens zur Disposition stehen, bevor man Jahr für Jahr Energie, Geld und Zeit investiert. Die Entscheidung aufzuhören, trifft man natürlich nicht, nur weil es schlechter gelaufen ist, als erwartet. Vielmehr geht es darum, zu analysieren, was die Ursachen für die Entwicklung waren und ob dennoch ein positiver Trend zu erkennen ist. Wir konnten dabei in den ersten Jahren stets feststellen, dass eigene Unzulänglichkeiten und gewisse externe Faktoren das Wachstum gebremst haben. Doch der positive Trend war da und so haben wir uns stets ein weiteres Jahr Zeit gegeben und an uns sowie an dem Geschäftsmodell gearbeitet.

#5 Widersteht den Versuchungen, die überall lauern

Als dynamischer Gründer erliegt man schnell der Versuchung, wöchentlich neue Dinge ausprobieren zu wollen. Der Grund ist auch nachvollziehbar: Man lernt nach und nach den Markt besser kennen. Man nimmt neue Konkurrenten wahr und identifiziert (auf den ersten Blick) tolle Geschäftspotenziale. Dabei schwenkt man nach links und rechts – mit dem Resultat, dass man sich verzettelt. Wir haben diese Erfahrung häufig selbst gemacht. So telefonieren wir seit Beginn der Gründung jeden Mittwoch ab 20 Uhr zu dritt im Gründerteam. Gerade in den ersten zwei Jahren sind unsere Telefonate in strategische Workshops bis Mitternacht ausgeartet. Doch waren weder Zeit noch Ressourcen vorhanden, um alle vermeintlichen Chancen anzugehen. Dabei verliert man eher das Wesentliche aus den Augen, wird ungeduldig und will schnell Erfolge sehen. Doch in der Realität dauert es einfach, bis ein neues Angebot im Markt ankommt. Dieser Prozess wird durch andauernde Richtungsänderungen nur verzögert.

Zudem haben wir im Wachstumsprozess von Recitfga-bsl.info dann auch noch die Idee gehabt, eine ganz neue Geschäftsidee im Dating-Bereich umzusetzen und fleißig am Konzept gewerkelt sowie erste Marktforschungen in der Fußgängerzone betrieben. Je länger dieser Spagat dauerte, desto nervenaufreibender war dies für das Team. Zur Umsetzung wäre auch noch eine umfangreiche VC-Finanzierung nötig gewesen. Wir haben dann aber die Notbremse gezogen und alle Ressourcen wieder auf Recitfga-bsl.info gerichtet. Rückwärts betrachtet war dies ohne Zweifel ein lehrreicher Prozess. Aber manchmal ist es besser, wenn man seinen Unternehmerdrang etwas zügelt, statt zu viele Baustellen zu eröffnen. (Falls sich unter den Lesern zufällig ein Investor befindet, der Interesse am Dating-Markt hat, freuen wir uns über den Kontakt.)

#6 Seid auf Überraschungen im Privatleben gefasst

Die Gründung drängt ohne Zweifel zunächst das Privatleben deutlich zurück. Doch Ereignisse wie Hochzeiten, Geburten, Jobwechsel, Krankheiten oder auch weitere Gründungen im familiären Umfeld fordern zu Recht ebenfalls eure Aufmerksamkeit. Umso wichtiger ist es, mit zunehmendem Unternehmensalter die Balance zwischen Unternehmen und Privatleben herzustellen (siehe #7). Unsere Teamdynamik half uns dabei, zahlreiche private Veränderungen gut abfedern zu können. Einzelgründer haben es hier sicherlich schwerer.

#7 Aus dem Sprint wird ein Dauerlauf

Gründer arbeiten viel, bestimmt auch zu viel. Aber der Drang etwas aufzubauen, verbunden mit dem Verantwortungsgefühl für das eigene Baby, lässt sich nicht einfach abschalten. In den ersten ein bis zwei Jahren gab es auch bei uns kaum freie Wochenenden. Doch irgendwann muss man aus dem Sprint in den Dauerlauf wechseln und bewusst Freiräume schaffen. Das Leben ist nicht nur Unternehmertum, sondern unendlich vielfältiger.

#8 Gründen im Team: ja, aber…

Wir haben zu dritt gegründet. Teilweise kannten wir uns schon seit Jahren und die Altetruktur ist heterogen. Dies hat zwar negativ auf unsere IT-Kompetenz gewirkt, aber dafür gab es andere sehr wertvolle Eigenschaften, die jeder in die Waagschale werfen konnte. Insgesamt ergänzen wir uns durch unsere unterschiedlichen Persönlichkeiten sehr gut. Das bedeutet nicht, dass es immer reibungslos lief. Dennoch stand die konstruktive Suche nach einer Lösung stets im Mittelpunkt von Konflikten. Im Zuge unserer Abschweifungen mit der Dating-Geschäftsidee (siehe #5) haben wir sogar eine Teamanalyse mit Experten vorgenommen.

Insofern sind Gründungen im Team aus unserer Sicht zu empfehlen. Allerdings sollte man bei der Auswahl seiner Mitgründer sehr bedachtsam vorgehen und nichts überstürzen. Denn jede Gründung führt auch durch Täler. Hier zeigen sich die wahren Gesichter. Unser Tipp: Wenn man sich noch nicht sehr lange kennt, kann man zuerst einmal viel Zeit miteinander verbringen, zum Beispiel gemeinsam in den Bergen wandern gehen. Aber auch ein professionelles Coaching ist denkbar, wenn noch Zweifel bestehen.

#9 Relaunch der Webseite: immer länger und teurer als geplant

Bei einem Onlineportal kommt man um den regelmäßigen Relaunch der Webseite nicht herum. Für einen IT-Laien kann das ganz schön frustrierend sein, da man sich eigentlich um andere Dinge kümmern möchte. Bevor wir ausschweifend werden, lautet die simple Erfahrung, die wir gerne mitgeben möchten, dass ein Relaunch meistens länger dauert, als geplant, und damit auch teurer wird, als man dachte. Damit sind nicht zwangsläufig die Agenturkosten gemeint, sondern auch die eigene Zeit, die man für Kontrollschleifen und Abstimmungsrunden verwendet.

#10 Auf die Mitarbeiter kommt es an

Es kommt der Zeitpunkt, an dem man als Gründer nicht mehr alles machen kann – eigentlich direkt von Anfang an. Aber zunächst stürzt man sich in alle Aufgaben, will alles selbst machen, da man ja vermeintlich weiß, wie es am besten geht. Auch wir mussten schnell feststellen, dass wir die Ressource Arbeitszeit gewaltig unterschätzt haben. Nun kosten Mitarbeiter natürlich auch Geld und somit muss man eine Abwägung zwischen zusätzlichen Wachstumsmöglichkeiten und den Kosten treffen. Gleichzeitig ist es nicht so einfach, den passenden Mitarbeiter zu finden. Am liebsten möchte man sich den perfekten Mitarbeiter schnitzen und wie ein Puppenspieler dirigieren. Diese Einstellung endet auf direktem Weg im Misserfolg. Erst wenn man sich von diesen Vorstellungen befreit hat, steht dem erfolgreichen Teamaufbau nichts mehr im Wege.

Wir versuchen unserem Team Freiräume und Verantwortung zu geben, Perspektiven aufzuzeigen und mit dem Unternehmen zu wachsen, auch finanziell. Haben wir nun mehr (Frei)zeit? Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Wir haben zumindest mehr Zeit für zahlreiche neue Dinge – und den aktuellen Relaunch.

#11 Vertrieb: ohne Fleiß kein Preis

Tolle Idee kommen und der Verkauf läuft von alleine! Das ist einer der größten Irrtümer in der Gründerwelt. Akquise und Vertrieb werden oft vernachlässigt, weil es für viele Gründer unbequem ist, fremde Menschen anzurufen, vom eigenen Produkt zu überzeugen und auch Absagen professionell hinzunehmen. Doch auch unbequeme Tätigkeiten gehören zum Gründeralltag. Gerade der Vertrieb ist auf dem Weg zum Erfolg unabdingbar. Daher lautet unser Tipp an dieser Stelle: greifen Sie regelmäßig zum Hörer, schreiben Sie Mails, besuchen Sie Messen, lernen Sie aus Absagen und absolvieren Sie ein Verkaufstraining, wenn sich kein Erfolg einstellen will. Gehen Sie vernünftig auf die Bedürfnisse Ihrer Zielkunden ein und es wird klappen. Beim Vertrieb muss der Chef vorangehen, aber gerade in kleinen Teams sollten auch die Mitarbeiter eine Vertriebsorientierung haben und Verantwortung für den Unternehmenserfolg übernehmen.

#12 Investoren sind nicht nur ein Segen

Als die F.A.Z.-Verlagsgruppe im Herbst 2013 angeklopfte und über eine Beteiligung sprechen wollte, fühlten wir uns natürlich geschmeichelt. Wir waren nicht auf Investorensuche und hätten die nächsten Schritte auch aus eigener Kraft stemmen können, wenn auch etwas langsamer. Aber wir sagten zu, auch weil wir uns hier neue Erfahrungen und Impulse erhofften. Die darauf folgenden Monate waren allerdings wenig unternehmerisch geprägt. Lange Verhandlungen, die Umwandlung der GbR in eine GmbH, Gespräche mit Steuerberatern und Anwälten, zahlreiche Notartermine und viele Verträge haben das operative Geschäft über Monate hinweg gelähmt.

Neben den Vorteilen, die wir nun im Verbund haben, bringt so ein Großunternehmen aber auch ungekannte bürokratische Aspekte mit sich. Außerdem konnten wir nicht alles, was wir uns vorgenommen haben, so schwungvoll angehen, wie geplant. Aber auch das gehört zum Paket.

#13 Eine gute Weihnachtsfeier fördert den Zusammenhalt

Man kann bestimmt Gutes und Schlechtes über uns als Chefs sagen. Aber über unsere Weihnachtsfeiern, da sind wir uns sicher, gibt es keine Klagen. Wir haben Weihnachtsfeiern natürlich auch bei unseren vorherigen Arbeitgebern und anderen größeren Unternehmen erlebt. Aber nirgends dauerten die Feiern so lange und blieben in so positiver Erinnerung. Unsere Faustformel: Nicht sparen und Schluss ist erst in den frühen Morgenstunden.

Abschließend möchten wir uns bei all denen bedanken, ohne die der Erfolg von Recitfga-bsl.info nicht möglich gewesen wäre. Dazu zählen in erster Linie die Gründer und Gründerinnen, die unsere Seite regelmäßig besuchen und nutzen, unsere Partner und Werbekunden sowie unser super Team, das Hand in Hand mit uns am Wachstum der Seite arbeitet. Und last but not least gilt unser Dank auch ganz besonders unseren Ehefrauen, die uns mit ihrem Verständnis über all die Jahre begleitet haben.

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