Advance Day in Köln: Finanzierung und Pitches im Fokus



Am 25. März fand zum wiederholten Male im Kölner Solution Space der Advance Day statt, der sich an Gründungsinteressierte und junge Start-ups richtet. Im Innovationshaus am Dom mit Blick auf das bekannteste Kölner Wahrzeichen pitchten Start-ups vor Investoren, während Experten hilfreiche Workshops durchführten und ein gescheiterter Gründer über seine wertvollen Erfahrungen berichtete.

Der vom Medien Cluster NRW veranstaltete Kölner Advance Day bietet insbesondere Start-ups aus Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, ihre Ideen vor Investoren zu präsentieren und diese in persönlichen Beratungsgesprächen zu analysieren und weiterzuentwickeln. Unter dem Motto „Dare to break the rules“ wurden Kölner Gründer von Investoren und anderen bekannten Gesichtern aus der Gründerszene dazu aufgefordert, mit innovativen Ideen ganze Branchen zu revolutionieren.

Advance Day in Köln 2015
Advance Day in Köln 2015: Finanzierungsthemen waren in diesem Jahr besonders angesagt

Skype-Investor Morten Lund und der perfekte Pitch von Ben Hall

Nach der Begrüßungsrede von Dr. Marc Jan Eumann, dem Staatssekretär bei der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, kam kein anderer als die dänische Gründerlegende Morten Lund zum Rednerpult und erzählte über seine Zeit als Gründer und Investor. So berichtete der 43-Jährige davon, den Höhepunkt seiner Karriere mit seiner Investition in Skype, den Tiefpunkt mit seiner Privatinsolvenz 2009 erreicht zu haben.

Nach einer Podiumsdiskussion über die Entwicklung funktionierender digitaler Geschäftsmodelle durften die anwesenden Gäste vom erfolgreichen Fernsehproduzenten und Ideenfinder für neue TV-Formate Ben Hall erfahren, wie ein perfekter Pitch vor Investoren aussehen muss. Die wichtigsten Tipps lauten:

  • Informiere dich genau über den Investor, vor dem du dich präsentierst
  • Sei vorbereitet, aber lasse deinen Pitch nicht einstudiert wirken
  • Ein guter Pitch ist ein Dialog – höre gut zu
  • Nutze ein passendes Medium wie Powerpoint oder ein Video
  • Gehe sicher, dass die mitgebrachte Technik unter allen Umständen funktioniert
  • Stehe bei der Präsentation still oder sei in Bewegung – es gibt keinen Mittelweg

Start-up-Pitch: location-based Game und Social Media Start-up gewinnen

Dem humorvollen Beitrag von Ben Hall folgte der Start-up-Pitch vor einer Investorenriege, bestehend aus Vertretern des High-Tech Gründerfonds, der NRW.Bank und weiteren Kapitalgebern. Die zuvor sorgfältig ausgewählten Start-ups bekamen jeweils fünf Minuten für ihren Pitch, um die Jury von Team und Geschäftsidee zu überzeugen. Dabei waren:

  • Dressed Monkeys: Mit ihrem Free-to-play-Game Asskick Heroes will die Spieleschmiede mit einem location-based Ranking ein neuartiges Game für alle relevanten Endgeräte herausbringen. Geld verdienen wollen die Kölner mit dem Verkauf von virtuellen Gütern.
  • Tube Chest: Eine Glossybox für Merchandise-Artikel möchte das Team von Tube Chest aufbauen. Über ein Abomodell können Fans von YouTube-Stars regelmäßige Souvenirs wie T-Shirts oder DVDs erhalten. Hierbei sollen die YouTuber selbst als Marketing-Kanal fungieren.
  • Highscore Brothers: Die Spieleentwickler arbeiten ebenfalls an einem location-based Game mit dem Name , mit dem sie im Gamingmarkt Fuß fassen möchten. Umsätze sollen durch unterschiedliche Arten von Werbeplatzierungen generiert werden.
  • Wirecloud: Industriespionage birgt für kleine und mittelständische Unternehmen eine gewisse Gefahr. Mit einer cloud-basierten Telefonanlage mit End-to-End-Verschlüsselung soll neugierigen Mithörern ein Strich durch die Rechnung gemacht werden. bezeichnet sich selbst als die sicherste Telefonanlage für KMUs.
  • Silk & Salt: Multiplikatoren und Meinungsführer werden dank Social Media immer wichtiger im Marketing. Silk & Salt bietet Werbetreibenden mit dem neuen Tool die Möglichkeit, einen Überblick über die wichtigsten dieser Multiplikatoren zu erhalten.
  • POWERJACK: Kaum ist das Smartphone aufgeladen, ist der Akku schon fast wieder leer. Wer kennt das nicht? Mit soll dies der Vergangenheit angehören: In Großstädten können an Ladestationen bereits aufgeladene Spezialakkus gegen einen Pfand ausgeliehen und mitgenommen werden.

Nachdem die Jury tagte, wurden aus dem Feld der Start-ups zwei Sieger-Teams präsentiert: Highscore Brothers konnte den Pitch Club Preis abräumen. Ebenso wurde das Team von Silk & Salt ausgezeichnet. Die Sieger dürfen sich über Sachpreise und ein von Experten durchgeführtes Mentoringprogramm freuen.

Silk & Salt mit InfluencerDB
Das Team von Silk & Salt gehört mit seinem Tool InfluencerDB zu den Preisträgern

Workshops, individuelle Beratung und ein Bericht über das Scheitern

In den Workshop durften Start-ups und Gründungsinteressierte etwas über die Gründungsfinanzierung erfahren. Ausgewiesene Experten führten die Gründer in kleiner Runde näher an das Thema heran. Durch die überschaubare Teilnehmerzahl konnten die Gäste viele Fragen stellen, sodass ein lebendiges Gespräch auf Augenhöhe entstand.

So beantwortete Jörg Binnenbrücker von Capnamic Ventures im Finanzierungsworkshop die Frage, wie man als Start-up einen privaten Investor in Form einer Venture Capital-Gesellschaft findet und letztlich auch überzeugt. Aus seiner Sicht müsse eine Idee nicht zwingend eine Innovation sein. Oft sei eine gute Kopie besser als eine schlechte Umsetzung der eigenen Idee.

Außerdem solle man als Start-up je Finanzierungsrunde nicht mehr als 10 bis 20 % Anteile angeben, da sonst die Chancen für die nächste erfolgreiche Finanzierung sinken.

Auch zu den Gewinnerwartungen einer Venture Capital-Gesellschaft nannte Binnenbrücker eine spannende Zahl: Ein VC-Unternehmen erwarte mindestens einen 7-fachen Return des eingesetzten Kapitals. Wird ein Start-up also zum Finanzierungszeitpunkt mit fünf Millionen Euro bewertet, sollte eine zukünftige Bewertung von mindestens 35 Millionen Euro erreicht werden können, damit dieses Start-up für den Wagniskapitalgeber überhaupt ein VC-Case darstellt.

Zusätzlich zu den Workshops standen den Start-ups Coaching Experten aus bestimmten Fachbereichen zur Verfügung. In 30-Minuten-Sessions wurden die Gründer kostenfrei in Einzelberatungen zu Themen wie Finanzierung oder Konzeptentwicklung beraten. Zum Abschluss des Advance Days in Köln brachte ein gescheiterter Gründer den Mut auf und berichtete über seine lehrreichen Start-up-Erfahrungen, bevor der Abend dann mit einer Networking-Session in gemütlicher Atmosphäre endete.

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