Auch soziale Geschäftsideen können einen Investor finden



Soziales Unternehmertum dient uns allen und sollte entsprechend unterstützt werden. Durch geringe Renditeerwartungen fällt es Social Entrepreneurs leider jedoch oft schwer, Kapitalgeber zu finden. Dabei gibt es mit Crowdfunding und Sozialinvestoren mittlerweile wirklich gute Alternativen für die Unternehmensfinanzierung. Wir haben einen Überblick über die wichtigsten Finanzierungsoptionen für Social Entrepreneurs zusammengestellt.

Wir berichteten vor einiger Zeit bereits ausführlich über das steigende Gründungsinteresse im Bereich des sozialen Unternehmertums. Dieser immer noch anhaltende Trend des Social Entrepreneurship zeigt sich insbesondere in der steigenden Zahl der gGmbH-Gründungen in den letzten Jahren. Dabei handeln viele Sozialunternehmen nicht profitorientiert und finanzieren sich ausschließlich durch Spendengelder.

Auch Social Entrepreneurship muss finanziert werden

Mit der gemeinnützigen GmbH ist es allerdings ohne weiteres möglich, im Rahmen der sozialen Zielsetzung wirtschaftlich tätig zu sein und Gewinne zu erzielen, die allerdings wieder reinvestiert werden müssen. Viele dieser gemeinnützigen oder sozial ausgerichteten Unternehmen stehen häufig vor einem Problem: Wie sollen sie sich finanzieren?

Insbesondere in der Gründungs- und Wachstumsphase eines Social Entrepreneurs mangelt es wie auch normalen Gründern oft an finanziellen Mitteln. Der erzielte Umsatz ist gering, die Kosten hoch. Die Finanzierung über Spendengelder stößt da oft an ihre Grenzen, da es dem Unternehmen zu Beginn an öffentlicher Wahrnehmung fehlt.

Die von gewöhnlichen Start-ups bekannten Finanzierungsquellen wie Banken oder Investoren fallen bei Sozialunternehmen jedoch meist weg, da die Renditeerwartung für die Kapitalgeber zu gering ist.

Aufgrund des wachsenden Interesses der Öffentlichkeit am Social Entrepreneurship haben sich in letzter Zeit allerdings auch in diesem Bereich verschiedene Finanzierungsoptionen für Gründer eröffnet. Wir gehen im Folgenden auf die wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten für Sozialunternehmen fernab von staatlichen Fördermitteln und Spendengeldern ein und schaffen damit einen Überblick über diese Thematik.

Stiftungen praktizieren Mission Investing

Stiftungen haben eine lange Tradition und dienen in der Regel einem gemeinnützigen Zweck. Das vom Stifter eingebrachte Vermögen darf ausschließlich dem festgelegten Zweck dienen und soll erhalten bleiben, da eine Stiftung meist auf Dauer angelegt ist.

Im Rahmen des so genannten Mission Investing investieren Stiftungen zweckbezogen in andere Sozialunternehmen und fördern durch diese Anlageentscheidung direkt ihren Stiftungszweck. 30 % der kapitalstärksten Stiftungen praktizieren Mission Investing.

Die für Ihr Projekt passenden Stiftungen lassen sich über schnell ausfindig machen.

Fremdkapital von Banken: KfW finanziert Sozialunternehmen

Die finanzielle Unterstützung sozialen Unternehmertums durch Banken ist begrenzt. Selbst normalen Gründern fällt es auf Grund des hohen Ausfallrisikos schwer, Kredite von einer Bank zu erhalten.

Da es den Bänkern beim Social Entrepreneurship an Erfahrungswerten hinsichtlich der langfristigen Entwicklung solcher Erlösmodelle fehlt, wird selten ein Darlehen genehmigt.

Allerdings gibt es für Social Entrepreneurs dank der KfW Förderbank einen kleinen Lichtblick, was die Finanzierung durch Banken angeht: Sozialunternehmen können eine Finanzierung in Höhe von bis zu 200.000 Euro erhalten. Dazu ist jedoch ein Partnerinvestor wie beispielsweise eine Beteiligungsgesellschaft oder ein Business Angel notwendig. Mehr Infos zu den Konditionen finden Sie .

Wagniskapital von Sozialinvestoren und Business Angels

Venture Capital, auch als Wagnis- oder Risikokapital bezeichnet, ist für Geschäftsmodelle mit der entsprechenden Skalierbarkeit und dem notwendigen Wachstumspotenzial besonders geeignet. Da viele soziale Unternehmungen auf einen lokalen Raum begrenzt sind und selten hohe Renditeerwartungen zulassen, spielt Venture Capital von bekannten Beteiligungsunternehmen bisher keine relevante Rolle im Social Entrepreneurship.

In letzter Zeit sind jedoch einige Wagniskapitalgeber und Venture Capital Fonds entstanden, die ihren Fokus auf soziale Themen richten. Die finanzielle Rendite geht einher mit dem Social Impact, also der sozialen Auswirkung einer Geschäftsidee. Zu den bekanntesten Sozialinvestoren zählen:

Neben den einzelnen Fonds existieren auch vereinzelte Business Angels, welche ihr Privatvermögen hauptsächlich in soziale Geschäftsideen investieren. Die zu erwartende Rendite mag auch hier nicht die entscheidende Rolle für eine Investition spielen.

VerbaVoice im Audimax
Das von uns bereits vorgestellte VerbaVoice gehört zu einem der sozial ausgerichteten Unternehmen, in die Ananda Ventures Wagniskapital investiert hat. (Foto: VerbaVoice)

Crowdfunding: Kapital von der Masse

Eine beliebte und auch oft erfolgreiche Art der Finanzierung von sozialen Start-ups hat sich mit dem Crowdfunding entwickelt. Über Plattformen wie

können Social Entrepreneurs ihre Gründungsidee vorstellen und um Spenden bitten. Als Gegenleistung erhalten die Spender oft kleine Dankeschöns verschiedenster Art, die im Zusammenhang mit dem sozialen Projekt stehen. So können durch Crowdfunding größere Geldbeträge eingesammelt werden, selbst wenn sich der einzelne Spender nur mit Kleinstbeträgen beteiligt – letztlich macht die Menge an Spendern solch ein Projekt erfolgreich.

Kapital und Unterstützung durch Ideenwettbewerbe mit sozialem Fokus

Für manche der sozialen Unternehmer genügen bereits einige tausend Euro, um ihr Projekt beginnen zu können. Gründer- und Ideenwettbewerbe, die sich auf soziale Themen fokussieren, können in solchen Fällen eine spannende Alternative für Social Entrepreneurs sein. Diese Wettbewerbe bzw. Förderorganisationen sollte man daher im Auge behalten:

Neben den zu gewinnenden Preisgeldern und der Unterstützung mit Know-how oder Kontakten sollte man die Außenwirkung als Sieger-Start-up nicht vernachlässigen: Durch entsprechende Medienberichte können weitere Kooperationspartner oder Förderer gefunden und zusätzliche Spendengelder eingenommen werden.

Sollten Sie kurz vor der Gründung Ihres sozialen Unternehmens stehen und die gGmbH als Rechtsform als sinnvoll erachten, dann finden Sie auf Recitfga-bsl.info auch die praktischen Schritte zur Gründung einer gemeinnützigen GmbH.

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