Geschäftsideen für Designerstücke und Einzelanfertigungen



Den Menschen wird es immer wichtiger, sich von der Masse abzuheben und ihre Individualität zu betonen. Am besten lässt sich dies im Erscheinen und der Einrichtung ausdrücken. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche talentierte Designer, Goldschmiede und Handwerker, die nicht wissen, wie sie ihre Entwürfe und Produkte unter die Leute bringen. Drei Online-Marktplätze für Accessoires und Einrichtungen nehmen sich dem Problem an und haben die Anfertigung von Einzelstücken zur Geschäftsidee gemacht.

Stilnest: Designerschmuck aus dem 3D-Drucker

Der Online-Marktplatz Stilnest versteht sich als Verlagshaus für Designerschmuck. Ähnlich dem Vorgehen eines Buchverlegers sucht man weltweit nach talentierten Künstlern, um ihnen den Zugang zum internationalen Markt zu ermöglichen. Nur das hier Schmuckdesigner unter Vertrag genommen werden. Diese dürfen ihre Stücke auf der Plattform präsentieren. Kunden bekommen so jede Woche neuen Schmuck angeboten, während die Designer ihre Chance nutzen, ihre Kollektionen einer passgenauen Zielgruppe vorzustellen. Gemeinsam könne man neuen Schwung in den Schmuckmarkt bringen und immer neue Produkte aufsetzen.

Gegründet wurde das Unternehmen von Julian Leitloff, Raoul Schäkermann, Mike Schäkermann und Florian Krebs in Friedrichshafen. Im Juni 2013 ging Stilnest online. Mittlerweile ist Berlin der Unternehmenssitz. An dem Unternehmen beteiligt ist unter anderem die IBB Beteiligungsgesellschaft über ihren VC Fonds Technologie. Christoph Zeller von der IBB Beteiligungsgesellschaft ist begeistert von Stilnest:

Stilnest setzt auf die Produktion von endkundenfähigen Produkten und setzt sich damit von experimentellen Anwendungen ab.

Stilnest auf Instagram
Durch die 3D-Druck-Technologie sei es den Machern von Stilnest möglich, international zu agieren und vor Ort zu produzieren (Foto: Screenshot Stilnest auf Instagram)

Die Macher der 3D-Druck- und Curated Web-Plattform übernehmen dabei die Fertigung, die Verpackung und den Versand. Damit will man dem Designer Raum und Zeit geben, um sich ganz auf den Entwurf seiner Schmuckstücke zu konzentrieren. Gefertigt wird alles zu 100 % in Deutschland, und zwar mit einem 3D-Drucker. Hier verknüpfe man Zukunftstechnologie mit traditioneller Handwerkskunst und könne so feinste Präzision in Feinpolyamid garantieren. Aber auch Schmuck als 925er Silber und Echtgold kann man erwerben. Derzeit werden rund 50 internationale Designer auf vertreten.

Newniq: Crowdbuying für Designstücke

Ebenso wie Stilnest ist auch Newniq eine Online-Plattform für Designer. Auch hier stammen die Entwürfe nicht von den Plattform-Machern, sondern von Designern. Aber im Gegensatz zu Stilnest muss hier eine Mindestmenge vorab bestellt werden, bevor die limitierte Stückzahl gefertigt wird. Bei Newniq wird also nur auf Vorbestellung produziert. Damit es finanzierbar für den Einzelnen bleibt, muss eine bestimmte Mindestmenge zustande kommen, damit sich die Fertigung auch für den Designer lohnt.

So stellt der Designer seinen Entwurf online vor und gibt eine Käuferzahl an, die mindestens erreicht werden muss, bevor er die Einzelstücke fertigt. Zudem läuft jede Aktion nur über eine bestimmte Laufzeit. Wie beim Crowdfunding wird erst produziert, wenn die Mindestbestellung erreicht ist. Das Ganze nennt sich Crowdbuying, stammt von Julia Depis und Judith Trifonoff und hat seinen Sitz ebenfalls in Berlin.

Newniq
Newniq steht für „new“ und „unique“, also „neu“ und „einzigartig“ (Foto: Screenshot Newniq)

Designer und Künstler profitieren bei davon, dass sie noch vor Produktionsbeginn sicherstellen können, dass eine garantierte Abnehmerzahl zustande kommt. Sie müssen nicht in Vorklasse gehen, haben also kein Risiko und können von Anfang an die Nachfrage ausloten. Die Plattform genießt gleichzeitig den Vorzug, die Designstücke als erstes präsentieren zu können, ohne gleichfalls Risiken eingehen zu müssen. Schließlich freuen sich die Kunden, dass sie die Möglichkeit bekommen, einzelne Designerstücke in limitierter Auflage ergattern zu können. Darüber hinaus ist es jedes Mal spannend, ob die Aktion zustande kommt. Finden sich nicht genügend Interessierte, bekommen die bisherigen Käufer ihr Geld zurück – ganz im Sinne des Crowdfundings: alles oder nichts.

Woonder: Möbel und Wohnaccessoires nach Maß

Der dritte Berliner Online-Marktplatz im Bunde ist Woonder und vor einem Jahr gegründet worden. Der Produzent wird hier „Maker“ genannt und ist in der Regel ein Goldschmied, Tischler, Kunsthandwerker oder Designer, der Schmuck, Mode, Möbel oder Wohnaccessoires herstellt. Über 500 seien es, die aktuell individuelle Aufträge annehmen.

Auch hier legt man keinen Wert auf Massenproduktion und Teile von der Stange. Stattdessen sprechen die Gründer Leo Schwarzgorn und Sebastian Sielmann von ihrer Liebe zu Maßmöbeln. Es sei nämlich unnötig, tagelang durch Einkaufshäuser auf der Suche nach dem perfekten Möbelstück zu pirschen, wenn man es auch gleich direkt in Auftrag geben könnte. Vom Schaukelpferd bis zum Kleiderschrank sei alles möglich. Eine simple Idee würde genügen und das Team von Woonder könne einen Maker empfehlen, der in Absprache mit dem Kunden Form, Farbe und Material bespricht.

Woonder
Während der Herstellung hält der Maker den Kunden mit Fotos auf dem Laufenden (Foto: Screenshot Woonder)

Genauso funktioniert es auch, wenn ein Kunde individuellen Schmuck auf Woonder in Auftrag geben möchte. Hier seien es hauptsächlich kleine Familienbetriebe, die ihren Schmuck in feiner Handarbeit fertigen würden. Eine Skizze genügt auch hier, um einzigartige Schmuckstücke wie individuelle Trauringe oder eine Halskette entstehen zu lassen. Sogar eine Gravur ist möglich. Verarbeitet werden alle gängigen Edelmetalle, Edelsteine und Perlen. Die vier großen Kategorien auf Woonder sind aktuell Möbel, Schmuck, Accessoires und Kunst.

Der Marktplatz ist demnach ein Ort, an dem Menschen mit gestalterischen und handwerklichen Fähigkeiten diese zur Verfügung stellen können, um anderen Menschen, die kaum mehr als eine Skizze haben, dabei zu helfen, ihre Ideen zu verwirklichen. Aber sehen Sie selbst, wie Woonder das Matching zwischen Maker und Kunde beschreibt.

Weitere inspirierende Geschäftsideen, die Design und Handgemachtes lieben, finden sich im Portal sowie hier im Blog:

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