Den Onlineshop erfolgreich betreiben – Tipps und Tricks



Will man als Betreiber eines Onlineshops Erfolg haben, ist es außerordentlich wichtig, das Verhalten seiner Kunden zu beobachten und den Shop den Bedürfnissen entsprechend zu optimieren. Die wichtigsten Themen haben wir mit Matthias Thürling von intoCommerce besprochen.

Recitfga-bsl.info: Hallo Herr Thürling! Sie unterstützen Gründer bei der Erstellung eines professionellen Onlineshops. Welche Gründer sollten sich denn grundsätzlich über einen Onlineshop Gedanken machen?

Matthias Thürling von intoCommerce: Das sollte im Grunde genommen jeder Gründer machen, der ein Produkt verkauft. Selbst wenn ein Gründer ein Ladengeschäft eröffnen möchte, kommt er heute an einem Onlineshop nicht mehr vorbei. Kunden wollen heute jederzeit auch unabhängig von Öffnungszeiten einkaufen können.

Für jedes Produkt gibt es inzwischen auch den richtigen Online-Marktplatz. Multichannel ist dabei das passende Stichwort. Selbst handgefertigte Einzelteile können über Marktplätze wie Dawanda verkauft werden. Zeitgleich nutzen Gründer Dawanda als Werbeplattform für ihr Ladengeschäft.

Matthias Thuerling von intoCommerce beschäftigt sich mit Online-Shops und den Schwierigkeiten, denen sich diese gegenübersehen.
Matthias Thürling hilft Unternehmen ihre Produkte online zu bringen

Recitfga-bsl.info: Muss denn mittlerweile jeder im Internet mit Website und Onlineshop vertreten sein? Wem würden Sie von einem Onlineauftritt abraten?

Matthias Thürling von intoCommerce: Sehr schwer über das Internet zu verkaufen sind Dienstleitungen. Eine Dienstleistung ist schwer zu vergleichen und die Qualität nur sehr schwer über das Internet zu kommunizieren. Ein Produkt kann ich in die Hand nehmen und testen. Eine Dienstleistung lässt sich bei Missfallen nicht zurückschicken.

Recitfga-bsl.info: Sie haben sich auf E-Commerce für B2B und Mittelstand spezialisiert. Woher kommt dieser Fokus und was machen Gründer, die ein B2C Geschäftsmodell haben und mit Ihrem Onlineshop den Endverbraucher ansprechen möchten?

Matthias Thürling von intoCommerce: Unternehmen aus dem B2B-Bereich und Mittelstand haben im Gegensatz zu vielen Gründern, mit denen wir sprechen, die Zeichen der Zeit nicht so schnell erkannt. Hier ist noch jede Menge Aufholbedarf in sehr klassischen Unternehmen. Amazon macht dabei nicht mehr nur den Fachhandel in der Fussgängerzone nieder, auch die klassischen B2B-Händler im Industriegebiet werden bald Ziel des Internetriesen werden.

Das ist eine ganz besondere Aufgabe, die viel Beratung und oft besondere technische Komplexität mit sich bringt. Einen B2C-Onlineshop mit Gründern zu entwickeln fühlt sich da manchmal fast an wie Urlaub. Hier können wir gemeinsam mit den Gründern schnelle Entscheidung treffen und die Endkunden sehr schnell erreichen.

Recitfga-bsl.info: Sie arbeiten mit Shopware – was ist der Vorteil dieser Open Source Software und für wen eignet sich eine Lösung von Shopware?

Matthias Thürling von intoCommerce: Shopware ist eine sehr gute E-Commerce-Lösung für Unternehmen, die ihren Onlineshop selbst betreiben wollen. Die Administrationsoberfläche ist sehr intuitiv gestaltet und die Funktionen des Shops lassen sich dank über 1.500 Erweiterungen leicht erweitern. Ein späteres Wachsen mit neuen Zielgruppen, neuen Funktionen und neuen Marktplätzen ist also jederzeit einfach möglich. Ein Onlineshop muss sich ständig weiterentwickeln und den Bedürfnissen anpassen. Und das geht nur mit einer professionellen Basis.

Recitfga-bsl.info: Was macht denn Ihrer Erfahrung nach einen guten Onlineshop aus? Auf welche Punkte sollten Gründer achten?

Matthias Thürling von intoCommerce: Das wichtigste ist natürlich erstmal das Sortiment. Der Shop kann schlimm aussehen und trotzdem verkaufen, wenn die Produkte stimmen. Hierfür ist die Produktpräsentation wichtig. Die Bilder der Artikel sind entscheidend und müssen professionell sein – am besten auf weißem Hintergrund fotografieren. Dann müssen die Produktbeschreibungen ausführlich genug sein, um das Produkt gut zu beschreiben und sich an der Zielgruppe zu orientieren. Das Wichtigste ist aber Vertrauen in den Shop. Dabei helfen Siegel und Garantien wie großzügige Retourenregelungen und ein guter Kundenservice.

Recitfga-bsl.info: Speziell der Registrierungs- und Bezahlprozess sowie die Usability der Seite sind oft Fallstricke – was raten Sie Gründer hierzu?

Matthias Thürling von intoCommerce: Besonders Gründer sollten sich hierbei auf sogenannte Best-Practice verlassen. Shopware selbst ist bereits sehr gut Usability-optimiert und die für Shopware verfügbaren Vorlagen sind ebenfalls hervorragend. Daher sollte man erst einmal diese Erfahrungswerte übernehmen und später anhand des konkreten Nutzer-Feedbacks optimieren.

Recitfga-bsl.info: Um einen erfolgreichen Onlineshop aufzubauen, ist die Vermarktung ein wichtiger Erfolgsfaktor. Sollten Gründer eher über gekaufte Adwords-User auf die Seite bringen oder sich mit SEO beschäftigen?

Matthias Thürling von intoCommerce: Beides ist wichtig. Adwords-User sind der schnelle Weg, um Kundschaft auf die Seite zu bekommen und das Geschäftsmodell grundsätzlich zu testen. Selbst wenn nur ein Prozent der Besucher etwas kaufen, zeigt es, dass der Shop und die Produkte interessant sind. Ab hier kann man optimieren. Dafür ist Suchmaschinenoptimierung eine gute Möglichkeit, um langfristig die Werbekosten zu senken und die Besucherzahlen zu steigern. Dafür braucht man aber Geduld.

Recitfga-bsl.info: Von der Konzeption bis zum Launch des Onlineshops – mit wie viel Zeit müssen Gründer da ungefähr rechnen?

Matthias Thürling von intoCommerce: Realistisch sind 3 Monate. Meist hängt es am Gründer selbst, rechtzeitig für Inhalte und Produktdaten zu sorgen. Hier gilt, je eher desto besser. An Texten und Bildern feinschleifen kann man später. Wir raten dazu lieber unperfekt an den Start zu gehen, bevor wieder ein Monat vergeht, in dem man keinen Umsatz und keine Basis zur Optimierung hat.

Recitfga-bsl.info: und welche Kosten kommen auf einen Gründer in etwa zu?

Matthias Thürling von intoCommerce: Je nach Anforderung besonders in Richtung Warenwirtschaft und Bestellabwicklung muss man mit 5.000 bis 10.000 Euro rechnen.

Recitfga-bsl.info: Und zum Schluss – welche 5 Tipps möchten Sie zukünftigen Gründern und Onlineshop Betreibern mitgeben?

Matthias Thürling von intoCommerce:

  • Verstehen, nicht nur programmieren!
    Suchen Sie sich einen Partner der E-Commerce versteht und nicht nur Shops programmieren kann. Ein guter E-Commerce-Partner versteht Geschäftsmodell und Zielgruppe und hilft dieses über den Onlineshop hinaus zu verbessern.
  • „Done is better than perfect.“
    Ein Shop muss nicht perfekt sein. Im Gegensatz zum Aufsatz in der Schule oder zum gedruckten Flyer kann ein Shop nachträglich ständig verbessert werden. Daher lieber unperfekt starten und die Reaktion der Kunden beobachten.
  • „If you can’t measure it, you can’t manage it.“
    Wenn der Shop einmal steht, ist neben der Bestellabwicklung die Hauptaufgabe des Shop-Betreibers die ständige Optimierung des Shops. Dafür sind professionelle Messdaten zu Besucherquellen, Bestell-Quoten, die sogenannte Conversion, und Nutzerverhalten notwendig. Alles andere ist Blindflug.
  • Ein Shop muss leben!
    Viele Shop-Betreiber lehnen sich zurück, sobald der Shop online ist. Die Bestellungen purzeln von alleine rein und das Geld fließt von alleine. Das ist aber gefährlich. Sie müssen Stammkunden heranziehen und mit persönlichem Kundenservice pflegen. Neue Funktionen und Bezahlsysteme müssen ständig getestet werden, um den Shop zu optimieren.
  • Durchhalten!
    Es kann sein, dass ein Onlineshop zu Beginn überhaupt nicht verkauft. Halten Sie durch. Prüfen Sie Ihre Online-Vermarktung, orientieren Sie sich erst einmal am Mitbewerber und warten Sie ab. Lassen Sie sich nicht entmutigen, sprechen Sie mit möglichen Kunden und sammeln Sie Feedback persönlich ein, indem Sie die Ware zum Beispiel persönlich ausfahren.

Recitfga-bsl.info: Herr Thürling, besten Dank und viel Erfolg im Jahr 2015!

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