So wird Ihr Onlinevideo ein Erfolg: wichtige Schritte



So wird ihr Onlinevideo zu einem Erfolg: Messen Sie die Performance, passen Sie Ihre Strategie an und denken Sie wie ein Virus! In unseren beiden bisherigen Artikeln zum Thema Online-Video, haben wir die Bedeutung von Erklärvideos und deren Produktion erläutert. Dieser 3. und letzte Teil der Reihe, behandelt alles, was nach der Fertigstellung des Videos geschieht oder geschehen sollte.

Viele Onlinevideos, Artikel oder auch schöne Infografiken scheitern daran, dass sie lediglich erstellt und veröffentlicht werden. Um einen hohen Verbreitungsgrad zu erlangen, genügt das allerdings in den meisten Fällen nicht. Man sollte nicht die Erwartung haben das Video irgendwo abzustellen und dann auf ein virales Wunder zu warten. Kaum ein Inhalt wird von alleine berühmt.

Zwei wichtige Faktoren werden häufig vergessen. Zum einen können selbst erfahrene Produzenten nie mit Sicherheit vorhersagen, wie die Zuschauer auf einen Inhalt reagieren. Natürlich können komplette Desaster durch Profis vermieden werden, doch kleinste Aspekte können einen großen Unterschied in der Wirkung machen und den Erfolg stark beeinflussen.

Zum anderen ist die Vermarktung unglaublich wichtig. Hierfür ist es beispielsweise von großer Bedeutung, an welcher Stelle einer Homepage sich das Video befindet und auch, wie und wo es auf sozialen Plattformen präsentiert wird.

Nach der Erstellung eines Videos kommen daher einerseits die Optimierung des Videos anhand der Zuschauervorlieben sowie die Bestimmung idealer Orte und Wege für die Einbindung auf Sie zu.

1. Schwachpunkte identifizieren: das Test & Track Verfahren

Den Erfolg oder Misserfolg, den ein Video nach der Veröffentlichung verbucht, nennt man „Video Performance“. Die Beobachtung dieser Performance unter verschiedenen Gesichtspunkten funktioniert mit dem Test & Track Verfahren. Die Firma Wistia bietet beispielsweise einen Player an, mit dem verschiedene Metriken gemessen und eingesehen werden können. So können Sie die Performance des Videos verfolgen und dahingehend optimieren!

Die wichtigsten Kennzahlen für Ihr Onlinevideo sind Abspielrate, Absprungrate und Engagement-Rate. Der Wistia-Player, um bei diesem Beispiel zu bleiben, zeigt diese in Grafen und zugehörigen Prozentzahlen an:

Die Abspielrate gibt an, wie viele der Besucher auf den Play-Button klicken. Es gibt 2 Hauptfaktoren, die diese Rate beeinflussen:

  • Das Miniaturbild bzw. Startbild des Videos: viele Einbettungstools, beispielsweise auf Facebook, schlagen ein automatisch generiertes Bild für jedes Video vor. Dieses besteht im Normalfall aus der Startszene des Videos und ist ab und zu auch sehr passend. Eine Studie von Wistia hat allerdings festgestellt, dass die durchschnittliche Abspielrate eines automatisch generierten Miniaturbildes bei 25 % liegt, während sie bei eigens ausgewählten Bildern 34 % beträgt.
  • Die Platzierung: auf der eigenen Homepage sollte das Video beispielsweise gut sichtbar sein und nicht in den übrigen Inhalten oder dem Layout untergehen. Meist ist die Startseite oder eine eigene Landingpage der beste Platz. Die Abspielrate ist natürlich wichtig und ein weit verbreitetes Qualitätsmerkmal für jedes Video.

Weniger bekannt bei Hobby-Filmern, aber von enormer Bedeutung für die Video-Optimierung, ist die Absprungrate! Mithilfe der Grafik kann genau verfolgt werden, an welcher Stelle des Videos die Zuschauer den Player beenden. So können verbesserungswürdige Stellen gezielt erkannt und das Onlinevideo nachgebessert werden.

Beispiel für ein Statistikdashboard für Online-Videos
Beispiel für ein Statistikdashboard für Online-Videos (Quelle wistia.com)

Die Engagement-Rate gibt an, wie viel Prozent des Videos der durchschnittliche Zuschauer abspielt. Ist diese Zahl besonders niedrig, kann in Verbindung mit der Absprungrate in verschiedenen Etappen des Videos, beispielsweise herausgefunden werden, dass das Video zwar eine vielversprechende Aufmachung und ein gutes Intro besitzt, danach jedoch das Interesse der Zuschauer nicht halten kann.

Neben der Erstellung von gutem Inhalt und ansprechender Umsetzung, spielt die Länge des Videos eine große Rolle für die Bindungsrate – besonders für Onlinevideos mit einem Erkläranspruch.

Die Faustregel lautet: Je kürzer, desto besser und höchstens 120 Sekunden.

Außerdem eingesehen werden kann, an welchen Stellen die Zuschauer zurückgespult haben. Das ist eine sehr interessante Messung, da diese Stellen entweder besonders witzig, interessant oder unverständlich für den Zuschauer waren.

2. Das Video optimieren

Sind alle Metriken mit dem Video abgeglichen worden, ist meistens schon deutlich, an welcher Stelle der Inhalt oder die Platzierung des Videos noch optimiert werden sollten. Nicht vollständig klar ist jedoch, durch welche Änderungen das Video besser bei der Masse ankommen würde.

Professionelle Agenturen fertigen daher nach der Anwendung des Test & Track Verfahrens verschiedene Versionen des Videos an. So werden häufig unterschiedliche Handlungsaufforderungen und Intros getestet, um herauszufinden, welcher Mehrwert bei den Kunden beliebter ist. Durch A/B Tests, werden die verschiedenen Versionen verglichen, bis die Video-Performance schließlich zufriedenstellend und die Optimierung abgeschlossen ist.

Fortgeschrittene Video-Nutzer können beginnen, sich etwas mehr auf die Art der Nutzer zu konzentrieren. Die Sammlung einiger Daten zu den Zuschauern –wie und auf welchem Weg sie zu dem Video gekommen sind – kann nützlich sein, um gezieltere Werbung schalten zu können und Platzierungen zu optimieren. Diese geleiteten Benutzerströme nennt man „zielgerichteten Traffic“. Die Daten können durch spezielle Tools oder freiwillige Rundfragen auf der Seite gesammelt werden.

3. Die Platzierung des Videos

Das Video sollte nicht nur innerhalb der eigenen Webpräsenz veröffentlicht werden. Internetwerber sollten genau überlegen, auf welchen Seiten sie ihre Links, Videos und Banner außerdem veröffentlichen. Die bekannteste Videoplattform ist und bleibt Youtube. Facebook ist inzwischen ebenfalls ein bekanntes und beliebtes Werbeportal geworden. Beide Standardseiten sollten natürlich weiterhin, genauso wie die übrigen bekannten Social Media-Kanäle wie Twitter und Instagram, genutzt werden.

Ein Expertentipp ist jedoch: Nutzen Sie auch weitere etwas unbekanntere Videoplattformen, um Zuschauer zu erreichen. Neue Videos auf Seiten wie myVideo, Vimeo, Clipfish und Dailymotion zu veröffentlichen, erweitert die Reichweite und bringt zusätzliche Vorteile, beispielsweise beim Suchmaschinenranking mit sich. Das Wort viral kommt von Virus. Denken Sie wie einer. Gibt es Blogger, Newsletter oder Experten aus Ihrer Branche, denen Sie das Video zuschicken können? Je mehr Kontaktpunkte es gibt, umso wahrscheinlicher steckt sich auch jemand mit ihrer Botschaft an.

Fazit zum erfolgreichen Onlinevideo

Online-Videos kommen mit verschiedensten Aufmachungen und Intentionen. Der Hype um Videomarketing im Allgemeinen ist nicht verwunderlich. Ist die Umsetzung und Platzierung gelungen, kann ein Video zu einem sympathischen Sprecher für das eigene Unternehmen und einem wahren Selbstläufer werden, der langfristig Interessenten und Kunden an Land zieht. Als 24-Stunden-Verkäufer hebt es sich von der Konkurrenz ab und kann dem potentiellen Kunden die Scheu vor dem Unbekannten nehmen.

Onlinevideos sind ein Instrument des Internetmarketings, das wir Ihnen auf Recitfga-bsl.info ausführlicher vorstellen. Außerdem haben wir Ihnen zahlreiche weitere Kanäle für ein umfassendes Marketingkonzept zusammengestellt. Möchten Sie einen Überblick über das Thema Erklärvideo, dann finden Sie diesen hier.